Die besten Almhütten in Oberösterreich
Wer den Traunstein nicht kennt, kennt das Salzkammergut nicht. Oft wird das Leuchten des Stoas am Nachmittag von unten bestaunt. Schöner ist es, tagsüber hinaufzuwandern. Bergerfahrung und gute Kondition sind erforderlich. Die Belohnung wartet auf der Gmundner Hütte: Genuss pur.
Seit 1908 bietet die Hütte Wanderern bereits Unterschlupf. An der Faszination des knapp fünfstündigen Aufstiegs vom Gosausee und am kolossalen Gebirge hat sich nichts geändert. Atemberaubende Aussicht. Zudem ausgezeichnet mit dem Umweltsiegel und Fokus auf regionale Lebensmittel.
Draußen sitzen, Panoramablick genießen und sich für den Aufstieg auf knapp 1600 Meter belohnen – genau so schaut Bergglück aus. Wer richtig plant und zeitig reserviert, bekommt sogar ein holzofenfrisches Bratl serviert. Für die Vegetarier gilt das Linsencurry als outstanding.
Wer hoch hinauf will, für den ist die Simonyhütte Pflicht. Auf mehr als 2.200 Meter liegt die vor 135 Jahren erbaute Schutzhütte und büßte seitdem nichts an Faszination ein. Sie ist wichtiges Ausbildungszentrum und Stützpunkt für die Dachsteinbesteigung. Zudem sehr gutes Essen.
Komfort und Hütte? Ein Widerspruch? Sicher nicht, wenn man zum Wiesberghaus wandert. Schöne Unterkunft, die auch mit Kindern für einen Tagesausflug perfekt geeignet ist. Aber schöner ist es doch, zu übernachten. Nur so erkundet man die Umgebung und genießt selbst gemachte Speisen.
Köstlichkeiten wie selbst gemachtes Beuschel oder Bauernkrapfen mit Marmelade muss man sich erst einmal verdienen. Wie wär’s mit einer Wanderung zum Almkogel mit schönem Panoramablick? Eine von vielen Möglichkeiten, die Natur im Nationalpark Kalkalpen auf sich wirken zu lassen.
Der Name ist Programm. Mehr Sonne geht kaum, und somit ist es nicht verwunderlich, dass die 250 Sitzplätze auf der Sonnenterrasse begehrt sind. Doch es ist nicht die Sonne allein, die begeistert. Gletscherblick, Streichelzoo, Wellnessoase und hausgemachte Schmankerl sind top.
Keine Angst vor Niko: Der flauschige Hüttenhund will tatsächlich nur spielen und ist verschmust. Auch vor den Touren muss man keine Angst haben – Kasberg, Roßschopf und Schwalbenmauer sind gut und in angemessener Zeit zu erreichen. Unerreichbar hingegen die Knödel: Sehr, sehr gut.
Wer Kinderaugen in Bad Goisern strahlen sehen möchte, geht mit seinen Knirpsen den Figuren- und Sagenweg bei der Ewigen Wand. Der Einstieg ist gleich bei der Rathlucken Hütte, wo die Augen dank der vorzüglichen Mehlspeisen nochmals glänzen. Ebenso empfehlenswert: Ganslessen.
Wer wissen möchte, wie das Mühlviertel schmeckt, muss in der Eidenberger Alm einkehren. Ein tolles Haus, das ursprünglich in Tirol stand, abgetragen und danach in wunderbarer Mühlviertler Hügellandschaft wieder aufgebaut wurde. Beliebte Hochzeitslocation, freundliche Gastgeber.
Man kann Roland Schimpl nicht genug dankbar sein, dass er die 1888 erbaute Holzhütte wie seinen Augapfel hütet und liebevoll in Schuss hält. Unbedingt raufgehen, Bergluft einatmen, Hüttencharme und Top-Kulinarik genießen. Das Katrinalm-Special ist ein 1,2-kg-Tomahawk-Steak.
Vergangenes Jahr wurde das hundertjährige Jubiläum des Rohrauerhauses gefeiert. Übrigens die erste alpine Hütte mit österreichischem Umweltzeichen in Oberösterreich. Viele Gäste schwärmen von der üppig belegten Brettljause mit Bratl, Speck, Käse, Aufstrichen, Ei und Sauergemüse.
Eine Traunsteinbesteigung zählt zu den »muss ich mal gemacht haben«-Touren von bergerfahrenen Wanderern. Zum Traunsteinhaus gibt’s zwei gängige Routen: kommod über die Mairalm oder schweißtreibend über den Hernlersteig. Belohnung sind Gipfel und Hütte mit Top-Blick und guter Küche.
Beginnen wir mit dem Kulinarischen. Mit Topfen- oder Apfelstrudel zum Beispiel. Diese zwei Mehlspeisen sind der lukullische Fingerabdruck, für den viele Wanderer zur Hütte raufmarschieren. Und dann ist da noch die zauberhafte Umgebung, der Lärchenwald und der schöne Hüttenzubau.
Die Gjaid Alm ist nicht irgendeine Hütte. Die Gjaid Alm bedeutet Lebensgefühl, Erholung und Zusammenhalt. Kein Wunder, dass hier Retreats, Team-Workshops oder Firmen-Auszeiten angeboten werden. Vorzügliche Küche – von nepalesischen Spezialitäten bis zu heimischer Hausmannskost.
Vogelgezwitscher, Nadelwaldduft und Plätschern am See. Es gibt kaum etwas Romantischeres, als hier zu heiraten. Naturidylle pur. Wer bislang nicht verliebt ist, wird es spätestens nach dem Essen sein. Liebe geht bekanntermaßen durch den Magen – liebevoll angerichtete Klassiker.
Sehr geglückter Anbau, der sich ideal in die Natur einfügt. Mitten im Nationalpark Kalkalpen vergisst man hier schon einmal die Zeit, verliert sich in Gedanken an die Bergwelt oder in Gesprächen bei geselligen Runden. Das Krachen der Schweinsbratenkruste weckt einen wieder.
Gleich vorweg: Bosruckhütte hat nicht mit böse zu tun, sondern leitet sich vermutlich von Bocksrücken ab. Wer zur Hütte hinaufspaziert, erkennt sofort die Magie dahinter. Zauberhaft ist neben den vielen Wanderungen auch das kulinarische Angebot: Käsespätzle und danach an’ Zirben.
Wer die wildromantische Dachsteinrunde gegangen ist, kennt sicherlich die Rossalm. Ein idyllisches Platzerl, das sich durch Herzlichkeit und Kinderfreundlichkeit auszeichnet. Es ist Ehrensache, dass viele Speisen selbst gemacht sind und aus der eigenen Landwirtschaft kommen.
Es soll vorgekommen sein, dass manche Wanderer nur zur Hütte wandern, weil die Speisen so exzellent sind. Denn die Wirte backen das Brot selbst, dazu a Brettljausen und ein Hochleckenbier – und die Welt ist in Ordnung. Ansonsten viel Biologisches und herrliche Sonnenuntergangsstimmung.