Die besten Restaurants in Köln
Daniel Gottschlichs sorgfältig ausgetüftelte Geschmacksreisen laden die Sinne zum Tanzen ein. Dabei spielt das Küchenteam immer wieder mit Texturen, Temperaturen, Ideen, Präsentation und Erwartungen.
Heimische Geschmacksbilder sind für Maximilian Lorenz essenzieller Bestandteil seiner kulinarischen DNA. In zwei Spitzenmenüs – eines davon vegetarisch – vermittelt er eine neue deutsche Esskultur.
Mit höchstem Anspruch an Ästhetik und Komposition bringt Julia Komp die Geschmäcker der weiten Welt in einer nahtlos durchkonzipierten Spitzenküche auf die Teller. Jeder Gang wirkt wie gemalt.
Kölns einst plüschigstes Sternerestaurant hat sich in den letzten Jahren neu positioniert. Dafür sorgt vor allem Leon Hofmockel mit einer äußerst kreativen, spannungsgeladenen Crossover-Gourmetküche.
Vincent Moissonnier führt auch nach der Konzeptänderung die gastronomische Legende fort. Souverän stellt er unkomplizierten Genuss ins Zentrum seines französischen Bistros. Exzellenter Service!
Gourmetlokal mit Haltung sowie klarem Fokus auf Handwerk und Produkt. Der fehlende Stern hat den ungezwungenen Kreationen des Küchenteams um Jan Maier und Tobias Becker keinen Abbruch getan.
Marlon Rademachers Gourmetküche setzt vielfach auf Luxusprodukte, die er mit großer Hingabe zu eingängigen Genussmomenten verwebt. Da nimmt man die abseitige Lage im Rechtsrheinischen gern in Kauf.
Der beste Platz ist an der Theke. Dort kann man dem Team um Enrico Sablotny so schön auf die Finger schauen. Das Überraschungsmenü – stets kreativ, stets ästhetisch – gibt es auch vegetarisch.
Im Basement des altehrwürdigen Grandhotels wird seit vielen Jahren eine kreative, ostasiatische Spitzenküche gekocht. Mirko Gauls geradliniger, moderner Stil setzt sich auch im Ambiente fort.
Thomas Lösche kocht noch immer nach alter Schule – frei von Moden, Allüren und Provokation. Extraschön der Rheinblick. Das Interieur ist etwas in die Jahre gekommen. Stammgäste lieben diesen Stil.
Roberto Carturans kunstfertige Interpretation der Cucina italiana lebt weniger von Show-Effekten als von tadelloser Produktqualität und klassischer Schlichtheit. Purezza bis zur Perfektion!
Auch unter neuer gastronomischer Führung bleibt die traditionsreiche »gute Stube« im altehrwürdigen Grandhotel ihren Leitlinien treu. Lars Wolfs französisch-rheinische Hochküche wirkt sehr vertraut.
Szenelokal mit toller Weinkarte. Frei nach dem Motto »geteilte Teller sind doppelter Genuss« kann man sein Programm individuell gestalten. Zur Auswahl stehen je eine Handvoll kalte und warme Speisen.
Gekonnt bricht Kengo Nishimi im fünfgängigen Omakase-Menü die traditionelle japanische Küche durch internationale Aromen auf, etwa beim Rochen mit Lauch-Barigoule, Tomaten-Dashi und Vadouvan.
Nach dem Umzug kocht das Duo Sonja Baumann und Erik Scheffler nun mit deutlich mehr Platz. Geblieben sind der Fokus auf echte, naturnahe Küche und der Mix aus Frühstück und Casual Fine Dining.
Der Ableger des nebenan gelegenen Gourmetrestaurants überzeugt mit gehobener gutbürgerlicher Küche sowie einem herrlichen Blick auf den Rhein. Der Weinhandel bietet Gutes aus Österreich.
Alen Radics Gourmetbistro im Belgischen Viertel blieb lange unter dem Radar. Völlig zu Unrecht, denn aus der winzigen Kombüse kommen handwerklich präzise, elegante Kreationen – als Menü und à la carte.
Schicke Gourmetbar von Daniel Gottschlich im Basement eines Boutiquehotels. Aus der Küche von Head Chef Johannes Langenstück kommen eindrucksvolle Kreationen: Kleines, Großes, Solo-Dishes oder welche zum Teilen.
Mit viel Herzlichkeit geführtes Speiselokal mit bodenständiger Wirtshausküche und hervorragender, deutsch-österreichischer Weinauswahl. Der erste Donnerstag im Monat ist für saftig-krosse Backhendl reserviert.
Was in den Metropolen der Welt längst Alltag ist, füllt in Köln eine Lücke, die bisher kaum jemand bewusst wahrgenommen hat. Zwischen Streetfood-Spots und Sternerestaurants bietet das »Kluth« eine gefühlvolle Marktgartenküche, für die sich erst allmählich eine Zielgruppe formt. An gleicher Adresse hatte sich zuvor die »Frohnatur«-Weinstube versucht, bevor in diesem Sommer Kevin Rademacher und »Kluth«-Mitbegründer Hannes Radeck das Zepter übernahmen. Beide kennen sich aus ihrer Zeit im »Ox&Klee« und haben gemeinsam den Weg von Luxus und Performance hin zu Nachhaltigkeit und Nahbarkeit eingeschlagen. Gemüsepopcorn, Steinpilz-Chawanmushi, Kaffeesatz-Shoyu, nordisch-lässige Gemütlichkeit und Musik vom Plattenspieler öffnen den Horizont für eine neue Vorstellung von zeitgemäßer Gastronomie. Rademacher und Radeck verarbeiten ausschließlich ganze Tiere – etwa für ein Lammgericht mit roter Zwiebel und schwarzem Reismiso, bei dem verschiedenste Schmorstücke über Stunden zu einem intensiven Ragout verschmelzen. Herz, Niere und Lunge werden mehrfach gesalzen, getrocknet und geräuchert. Die so konservierten Innereien lassen sich, ähnlich wie Bottarga, hauchfein über den Kartoffelschaum reiben – ein echtes Aromenfeuerwerk. Spitzengastronomische Finesse zeigt sich auch in der Kunstfertigkeit, mit der aus einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser, Zitronensalz, Waldfrüchten und Molkenkäse aromenstarke Ricotta-Agnolotti entstehen – in einer Sauce, die gleich- zeitig schaumig, erdig, tief und zitrisch-frisch ist.