Die besten Restaurants mit 3 Falstaff-Gabel(n) in Deutschland
Drei Komponenten, mehr braucht es meist nicht für Sternekoch Christoph Kunz, um geschmacksintensive Gerichte auf den Teller zu bringen. Offenes, stylishes Ambiente – sowohl mittags als auch abends toll.
Mannheims gastronomische Speerspitze liefert unter Federführung von Dominik Paul eine produktzentrierte, innovative Küche voller Finessen, die sich besonders im Sechs-Gänge-Menü »Urban Nature« zeigt.
Frédéric Morels wunderschöne, ungekünstelte Spitzenküche geht direkt ins Herz. Die mit Fingerspitzengefühl komponierten Menüs sind durchweg eine kleine Offenbarung. Sehr besonders auch Service und Weinauswahl.
Klaus Erfort begeistert immer wieder mit ausgereiften Gourmetkreationen, die in puristisch-schickem Ambiente zelebriert werden. Die Weinkarte ist erstklassig sortiert und lässt keine Wünsche offen.
In Augsburgs Haag‑Villa kreiert Christian Grünwald mit der Natur im Sinn aus herausragenden Produkten ausbalancierte Gerichte und serviert sie auf beleuchteten »Schaufenster«‑Tischen. Ein Ort voller Kunst!
Vincent Klink geht gern von Tisch zu Tisch in einem Restaurant, das seiner Traditionsgerichte wegen als Unikat gilt. Hier kann man wie früher Carpaccio Cipriani und Schweinsfuß mit Trüffeln essen.
Aus dem EssZimmer wurde The Cloud. Küchenchef Jens Madsen lädt im ansprechenden Ambiente mit seiner global ausgerichteten Küche zu einer aromatischen kulinarischen Weltreise ein.
Thomas Imbusch begeistert im À-la-carte-Restaurant mit neu interpretierten Klassikern von Hummer Thermidor über Steak Cuts bis zu raffinierten vegetarischen Kompositionen. Großes Handwerk, großer Genuss.
Mit Marcus Langer steht ein neuer Mann am Herd des Gourmetrestaurants im Boutiquehotel »Kronenschlösschen« – und die kulinarische Klasse hat spürbar an Fahrt aufgenommen. Der 40-Jährige zeigt eindrucksvoll, wie tiefgründig, zugleich beschwingt und aromatisch klassisch französische Haute Cuisine sein kann, wenn sie zeitgemäß weitergedacht wird. Vor allem seine geschmackstiefen Saucen, Fonds und Vinaigretten setzen herrliche Akzente und dienen als aromatische Brücke zu den exzellenten Produkten, die Langer mit klarer Handschrift in Szene setzt. Diese geradlinige, aromatisch konzentrierte Stilistik zeigt sich bereits in den kleinen Appetizern: Blumenkohlköpfchen in einer schlicht perfekt scharfen Thai-Curry-Mayonnaise und eine feinaromatische Brokkoli-Mousse eröffnen das Menü gelungen. Der erste Gang präsentiert marinierte Gelbschwanzmakrele in zwei Texturen – als Tatar und als zartes Filet – begleitet von Sellerieröllchen und umspielt von einem Schaum aus Kräutern, Kefir und Limettenkaviar. Es folgt ein Schaumsüppchen von der Petersilienwurzel, erfrischend abgeschmeckt mit Amalfi-Zitrone und veredelt mit Sonnenblumenkern-Crunch: unprätentiös, aber hervorragend. Dann kommen die Medaillons vom Atlantik-Hummer auf Topinambur-Confit mit Holunder-Kaper-Vinaigrette sowie das herrlich zarte Reh, geadelt von einer Sauce aus Leber und Schokolade. Dazu gibt es eine mit Rahmwirsing gefüllte Praline und geschmorte Schwarzwurzel. Zum Finale folgt große Patisserie-Kunst: Tagetes-Eis, Variationen von der Quitte in Jus, Mousse und Gel sowie Mille-feuille von Fromage blanc. Großartig!
Heinz Wehmann ist ein Gourmetfels in der Brandung, moderne, norddeutsche Hochküche sein Revier. Hummer-Ravioli, Pannfisch, Oevelgönner Fischsuppe, Holsteiner Rehrücken oder vegane Kreationen sind exzellent.
Zwei Stockwerke unter dem Gastraum hängen sie im Gewölbe, Patron Jockl Kaisers Cuatellos: feinste hauseigene Rohschinken aus bestem schwäbisch-hällischem Schwein, Kaisers ganzer Stolz. 30 Monate lagern sie hier, bis sie nach oben dürfen, in den Raum mit dem Holzofen und dem Blick runter auf Nördlingen. Da bekommt man dann ein Destillat vorgesetzt, mit der Aufforderung zu riechen: frisch, holzig, anregend – Rosmarin. Es ist die alkoholfreie Begleitung, die Kaiser selbst mit einer befreundeten Destille hergestellt hat. In »Meyers Keller« geht es auf traditionelle Weise eigen zu. Es ist nämlich beides zugleich: Gourmetrestaurant und Wirtshaus – im Gebäude einer ehemaligen Brauerei, die Kaisers Mutter einst betrieb. Die Küche, die Jockl Kaiser anbietet, spielt mit diesen beiden Polen, möchte Gäste herausfordern, die für Maultäschle gekommen sind, und jenen, die für den herrlichen Carabinero an Pfirsich und Buttermilch den Weg ins Schwabenländle auf sich genommen haben, zeigen, wo jede Idee wurzelt: in gehobener Hausmannskost. Und das gelingt. Auch weil Jockls Frau Evelin Kaiser eine herausragende Gastgeberin ist, die mit genauso viel Herzlichkeit wie Wissen schon im Service den Weg zwischen Wirtshaus und Gourmetküche vorzeichnet. Natürlich sind Wirtshausschmankerl ein absolutes Muss, genau wie der hausgemachte Schinken. Aber ein echtes Highlight kommt, ganz unscheinbar als Pre-Dessert getarnt: der Jamei-Käse als Creme und gehobelt mit einem Reischip auf einem köstlichen Holunderblüten-Granité. Hier mischen sich Aromen und Texturen zu dem, was eine Karte auf dem Tisch voraussagt: einem Feuerwerk.
Die »Speisemeisterei« residiert im westlichen Flügel von Schloss Hohenheim in Stuttgart. Die historische Anlage, umgeben von weitläufigen Gärten, bietet die ideale Kulisse für eine klassische Küche mit weltläufigen, oft asiatischen Akzenten. Das achtgängige Menü (245 Euro inkl. Aperitif, Petits Fours etc.) eröffnet – nach präzise gearbeiteten Kleinigkeiten – mit einer pochierten Irish-Mór-Auster mit Ponzu, Kaviar und Kopfsalat. Die zarte, cremige Auster trifft auf knackigen Salat und saftiges Austernblatt, die Ponzu steuert eine feine Süße bei. Es folgen ein erfrischend säuerlich-grün arrangierter »Matjes« von der Seeforelle sowie eine sagenhaft wolkig-weiche Focaccia mit aufgeschlagener Kräuterbutter. Danach wird es mediterran: Die knusprig gebratene Rotbarbe serviert Stefan Gschwendtner mit einem tiefen Sud voller Krustentier-Noten, frischem Fenchelsalat und einem etwas knapp bemessenen Klecks Romesco. Die Agnolotti von der Kalbshaxe mit Parmesan, Spinat und Haselnüssen hätten in der Füllung etwas süffiger sein dürfen, doch das Wagyu-Roastbeef A5, das darauf folgt, ist ein makelloses Stück Edelrind: außen kross, innen von schmelzender Üppigkeit. Knackige Pfifferlinge und Schnittlauchwürze machen den Gang vollends rund. Das Pre-Dessert ist ein Hausklassiker, den man fast schon als finales Dessert akzeptieren würde: cremiges Erdmandeleis mit Zimt, ein Sahnehäubchen, Kaffeesud und Mandelcrunch ergeben einen „Eiskaffee“ der Extraklasse. Das eigentliche Dessert – eine etwas gewöhnlich wirkende Himbeermousse – fällt dagegen leicht ab, das begleitende Sauerrahmeis überzeugt dafür umso mehr. Ein Menü, für das sich der kurze Abstecher aus dem nahen Stuttgart mehr als lohnt.
Holger Bodendorf und Denis Brühl kreieren im Gourmethimmel Raffiniertes aus edlen Zutaten: Helgoländer Hummer, lauwarmes Stubenküken mit Pfifferlingen oder glacierte Seezunge mit Trüffel. Große Weinauswahl.
Fabian Obergfell hat seine Position als neuer Küchenchef nahtlos angenommen. Seine aromenstarke Küche baut auf beste Produkte wie Steinbutt, Taube oder auch Forelle. Raffinierte Weinbegleitung.
Verwunschenes Anwesen in den Weinbergen der Gartenstadt Radebeul. Festlich gedeckte Tische im Gartensaal aus dem 18. Jahrhundert oder unter Bäumen auf der Terrasse. Menü mit bis zu zehn Gängen.
Der Familienbetrieb vereint seit dem 16. Jahrhundert Genuss und Gastfreundschaft. Christian Grainer kocht regional mit französischem Einfluss – Sommelière Christiane Grainer kennt den passenden Wein.
Küchenchef André Münch zaubert aus frischen Produkten dank seines präzisen Handwerks herausragende Menüs, die man im stilvollen Ambiente mit Ostseeblick genießen kann. Dazu warten exquisite Weine.
Das Mainzer Hotel »Favorite« ist mehr als ein gut aufgestellter und erfolgreicher Familienbetrieb, es ist seit Jahren das gastronomische Aushängeschild der Landeshauptstadt und ein unermüdlicher Motor in Sachen kulinarischer Spitzenqualität. Mit dem neuen Küchenchef Aniello Casalino hat Familie Barth für das geschmackvoll ausstaffierte Gourmet-Restaurant einen talentierten Koch verpflichtet, dessen Gerichte ein ideenreicher und vor allem spannender Aromenmix auf Basis der klassischen französischen »Haute Cuisine« sind. Raffiniert zubereitet aus regionalen und saisonalen Produkten, hier und da abgerundet mit mediterranem Touch. Eine Offenbarung an feiner Cremigkeit ist die Foie Gras, aromatisch dynamisiert mit Kirschgel und einer Trüffel-Vinaigrette mit Erinnerungswert. Der Jakobsmuschel, großzügig mit Imperial Kaviar dekoriert, gibt Aniello Casalino mit einer nachhaltigen Safran Aioli und einer großartigen Balsamico Vinaigrette aromatischen Schwung. Auch mit der Beurre Blanc, die den saftigen Steinbutt unter der Pancetta-Tomatenkruste adelt, zeigt Casalino sein Händchen für erstklassige Saucen. Dem Kalbsbries mit Parmesankruste verleiht eine tiefgründige Trüffeljus zusätzlichen aromatischen Glanz. Einfallsreich wird die französische Burgund-Ente mit pikanter Nduja-Creme, eingelegten Tropea Zwiebeln, schwarzem Knoblauch, Nashi-Birne und erfrischender Orangenjus aromatisch in Szene gesetzt. Exzellent! Die durchdachte Weinkarte lässt kaum Wünsche offen, dem jungen Service gelingt mit Bravour jene dezente Anwesenheit und unaufdringliche Aufmerksamkeit, die Gastlichkeit zum Wohlfühlen ausmacht.
Thomas Bühner zählt zu den ganz Großen seiner Zunft. Mit dem neuen LA VIE im Erdgeschoss des One Metro Campus knüpft der Meister der Kompositionen in Windeseile an die bisherigen Erfolge an.
Hier im Bayerischen Wald versteckt sich im Hotel Oswald ein Gourmetrestaurant, das es in sich hat! Absolut grandiose Küche, erstklassige internationale Produkte, klassische Saucen und eigener Charme.