"Sonntags geöffnet" Restaurants in Burgenland
Eine der wesentlichen Adressen der heimischen Kulinarik. Dank des istrischen »Außenpostens« kommt zum Gartengemüse auch Wildfangfisch auf die offene Flamme, die Alain Weissgerber meisterhaft führt.
Das »Great Dinner« in sechs Gängen steht auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung. Damit genießen sie neben Weinschätzen (»Batonnage« glasweise!) Kreatives wie burgenländische Kaspressknödel und Asia-Aromen.
Ja, die Mittelmeermöwe brütet am See. Nicht nur als Namensgeber, sondern auch als Symbol für mediterrane Einflüsse dient sie im Spitzenlokal. Wermutmousse oder Forellen-Basilikum-Rolle belegen das.
Ein Wirtshaus wie dieses sollte jeder Ort haben. Krautsuppe, die legendäre Hühnerleber, Zander und der Kastaniengarten sind neben den Burgundern des Hauses nur eine Handvoll Gründe auf einer langen Liste.
Vom winterlichen Skrei bis zum Herbsttrüffel genießt man bei Michael Pilz im Takt der Jahreszeiten. In der oft touristenüberlaufenen Freistadt hat sich dieses Juwel seinen Charme zum Glück erhalten.
Man könnte sich auf die einzigartige Optik verlassen. Doch mit regionalen Erzeugern (»Saps Kraut«, »Leithaland-Gemüse«) bekommt diese Austro-Küche eine Richtung. Köstliche Ausnahme: Vorarlberger Käse.
Das Taubenkobel-Bistro hat seinen eigenen Vibe. Glasweise genießt man die Schmankerlküche und stöbert in den Gourmandisen. Das kann eine wärmende Suppe sein, aber auch eine perfekte Wurst oder Pasta.
Das passt einfach! Die pannonische Erdung von Hannes Tschida sorgt zusammen mit den Weinen für Fröhlichkeit. Die Küche liefert dazu Vergessenes (Kalbsbackerl) und überrascht mit so manchem Schmankerl.
Als 2024 das Bio-Landgut Esterházy in Donnerskirchen einen alten Schweinestall zum Restaurant machte, gab es zweierlei anzumerken. Architektonisch war die Übung sehr gut gelungen – man beließ die Zeichen der alten Nutzung wie Futtertränken oder die Schienen einer Mistbahn. Schilfverkleidung und gutes Licht machten aus einer Halle ein stimmiges Lokal. Kulinarisch kam man dagegen ins Stolpern, die Gastronomie schien nicht annähernd so zu Ende gedacht wie die Optik. Drei Jahre später ist alles anders. Man hat eine ordentliche Weinkarte, das Personal wurde aufgestockt. Und vor allem – mit Peter Zinter kam ein renommierter Küchenchef, der das gesamte Potenzial der Esterházy-Güter und Ländereien zu schätzen weiß. Denn abseits von hofeigenen Wanderhühnern oder Angusrindern nennt man gigantische Jagdgründe sein Eigen. Schon in Zinters letzter Wirkungsstätte, dem Wiener Gasthaus »Stern«, konnte man die Resultate seiner Jagdleidenschaft auf der Karte studieren. So kann es passieren, dass als Mundhappen des »Hofmenüs« Pastrami einer vor zwei Monaten geschossenen Krickente aufgetragen wird, zusammen mit geräucherter Welscreme auf Knusperbrot. Bei »Bio-Angus X White Panther« kommen gar nicht so dünne Tranchen roher Tafelspitz mit rohen Gebirgsgarnelen, wobei die markant sauer eingelegten Zwiebeln das Ensemble eher stören als begleiten. Herausragend: roh marinierter Hirsch – zu einer Kugel geformt und in Schnittlauch gewälzt – mit Bio-Dotter und hauseigenem »Bio-Pannonier«-Brot. Hier stammt der Zander nun wirklich aus dem Neusiedler See und wird in hinreißender Sauerkraut-Beurre-blanc serviert. Und ganz wichtig – die Esterházy-Schnitte macht dem Haus keine Schande.
Verpflichtet fühlt sich Thomas Pugel den lokalen Zutaten. Daher veredelt er Neusiedlersee-Zander ebenso wie Wildbret vom Leithaberg. Selbst beim Tatar greift er zum Steppenrind vom anderen Seeufer.
Über sechzig Gemüsesorten, Kräuter und Früchte aus dem eigenen (Permakultur-)Garten geben den natürlichen Rhythmus der Küche vor. Mit Fisch oder hausgemachter Pasta wird daraus eine echte Wohlfühlküche.
Im einst TV-bekannten Gasthaus Stickler gibt es nun echte Wirtshausklassik dank der Taubenkobel-Family. Vermisstes wie gebackene Mäuse beschließt den Reigen aus Innereien (Beuschel, Nieren), Cordon bleu und Co.
Über zwanzig Jahre sorgt die unverwechselbare Kulinarik direkt am Wasser für leichten Genuss. Wer Fleisch möchte, bekommt es auch, den Kern bilden Fische wie Zander – Salzwassertiere gibt’s auch.
Passend zum Wellness-Schwerpunkt folgt die Küche dem Pfad mediterraner und vitaler Kost. Ergänzt wird die kreative Küche von Gegrilltem, ayurvedischen Aromen und natürlich der stattlichen Vinothek.
Gegenüber wird der Streckhof ausgebaut, in der Traube läuft derweil das vertraute Programm: Bohnensterz mit Rahmsuppe, Rotwein-Pretiosen der Region, vereint mit Ideenküche wie dem »Grill & Chill«.
Kulturzentrum mit Kultfaktor, Küche mit Klassik: Schlutzkrapfen, Rinderbackerl und Schnitzel werden in der »Mühl’« von pannonischen Konsorten der Karte begleitet – etwa Fish and Chips vom Zander.
Hier bedeutet ein großes Haus auch viel kulinarische Freude über den Tag verteilt. Porridge und »Ruderbrot«, die hohe Cremeschnitte und ein Cocktail, aber auch Geflügelleber und Bauernente – alles da!
Wonach den Golfern und anderen Gourmets der Sinn steht, Didi Jandrisits hat es meist parat. Ob es Wok oder Steak sein soll, Salat mit Grillkäse oder der Sekt zum »Hole-in-one« – so geht Gastlichkeit!
Mehr als ein Vierteljahrhundert tischt Familie Haider im Inneren wie im Garten auf. Hausklassik erfreut die Stammgäste, die Hühnerleber, Schweinsfilet mit Letscho oder die Somlauer Nockerln schätzen.
Fels in der Brandung der wechselnden Hauptstadt-Gastronomie. Mit hoher Qualität, wechselnden Jahresschwerpunkten und Mut zu unkonventionellen Getränken punktet das Haus unweit der Fußgängerzone. Bravo!