Top 10 Restaurants für Mittlere Preisklasse in der Schweiz
Markus Arnold lädt ins historische Museum und nimmt den Gast in seiner Steinhalle kulinarisch auf eine Reise mit. Der Küchenchef reist selbst gern und übersetzt diese neuen Impressionen und Inspirationen aus Asien oder Amerika in kreative und köstliche Gourmetmenüs.
Erdig, ehrlich und erzählend – so geht es in dieser Wirtschaft zu und her. Abends werden zwischen vier bis sechs Gänge aufgetragen, auf Anmeldung auch vegetarisch und sogar vegan. Ob Mitarbeiterin, Gast oder Produzentin, das Team bemüht sich immer ums Wohl von allen.
Die Stuba ist DAS Gourmetrestaurant in Adelboden. Das Menü bringt alpine Produkte auf den Teller – Gemüse vom Tal, Fleisch und Fisch von hier. Gekocht wird exakt und auf höchstem Niveau. Die Weinkarte setzt auf kleine Produzenten, der Service weiss damit umzugehen.
Wenn das Amuse-Bouche so gut schmeckt, dass man gleich eine ganze Portion davon essen möchte, ist das schon einmal ein gelungener Start. So geschehen in der «Bergtrotte Osterfingen»: ein Würfel Schaffhauser Zwiebelquiche, in der Region bekannt als Bölletünne, mit Crème fraîche und Forellenkaviar. Das Restaurant in einer historischen Trotte mit Blick auf die Rebberge wurde nach einem Umbau im Mai mit neuem Team wieder-eröffnet. Küchenchef und Co-Geschäfts-führer Adriano Pratsch hat zuletzt in St. Gallen japanisch gekocht. Seine Fernost-Erfahrung lässt er hier kaum durchblicken, vielmehr setzt er auf eine raffinierte Küche mit regionalen Zutaten. Die kräftig mit Knoblauch versehene Gazpacho trägt Basilikumöl und knusprige Croûtons als Topping. Beim Tatar aus Schweizer Lachs sind die Aromen zurückhaltender – Avocado-Glace und fein gehobelter grüner Apfel lassen dem delikaten Fisch den Vorrang. Das handgeschnittene Rindsfilet-Tatar kommt mit ordentlich Senfkörnern und etwas gar viel geschlagener Butter daher. Mehr Raffinesse bringt die geschmorte Schweinsbacke, die hervorragend zum sämigen Riesling-Risotto mit Salbeischaum passt. Volle Punktzahl gibt es für das Lachsfilet. An der Kombi aus kross angebratenem Filet mit perfekt abgeschmeckter Beurre blanc und buttrigen Rosmarin-Kartoffeln gibt es nichts auszusetzen. Die konsequent lokale Weinkarte bietet eine umfassende Entdeckungstour durch Schaffhausen. Den gelungenen Abschluss macht eine sommerliche Kombination aus Erdbeerglace, Joghurt, Basilikumcreme und weisser Schokolade. So gut, dass wir auch davon noch mehr vertragen hätten.
Im Gamper würdigt Marius Frehner gekonnt die besten – oft biodynamischen – Zutaten der Schweiz. Viergänger mit präziser Aromenführung, extrem viel Können und das ganz ohne Schnickschnack. Auf die puristisch präsentierten Teller kommen nur Komponenten, die auch Sinn machen.
Am Stammtisch kommt man sofort ins Gespräch mit anderen Gästen. Von dort aus kann man in die Küche blicken, aus der alsbald drei Amuse-Bouches serviert werden: ein mit Frischkäse gefüllter Windbeutel, ein lauwarmes Hackbällchen und ein mit Randen und abgehangenem Joghurt gefülltes Knusperkörbchen. Ein fulminanter Start! Christoph Hunziker ist ein wettbewerbserprobter Koch, der seit Jahren seinen Landgasthof im bernischen Schüpfen liebevoll mit Leben und Lukullischem füllt. Es duftet nach Urdinkelbrot, das mit Rapsöl, Butter, Fleur de Sel und Kresse zum Selberschneiden serviert wird. Der Berner Küchenchef kennt jeden Produzenten seiner Ingredienzien. Das zeigt sich bei der Wild-Pastete, gefüllt mit Zwetschgen vom Nachbarhof und Kirschen von der eigenen Hoschtet in Form von Kompott. Grandios geht’s weiter mit einem Sustener Zander – glasig gebraten, mit Speck ummantelt. Das süsse Tomatenkompott und das sanfte Sauerkraut-Beet passen wie die Faust aufs Auge. Die Brigade – alles Frauen am besuchten Tag – hat aber noch mehr im Köcher: Hackbraten mit Champignons, knackig-buttrige Rüebli und Kartoffelstock. Diesen gibts immer, wenn Hunziker danach ist. Er wird rege bestellt, wie ein Blick in die Runde zeigt. Das geniale Predessert – eine Pop-Corn-Glace mit Apfel- und Quitten-Stücklein und Crumble – bereitet sensorisch auf das Dessert vor: Marronimousse mit Zwetschgenglace, dazu Marroni-Schaum in einer Honighippe, garniert mit Meringuestücklein. Als Friandises ein Apfel-Gelée und einen Spitzbub. Alles wirkt so locker-leicht und erfrischend ehrlich wie der Chef selbst.
Die Lust auf hausgemachte Ravioli, Kalbskopfbäggli oder den preisgekrönten Hackbraten erfüllt das ambitionierte Küchenteam nur zu gern. Das kulinarische Erlebnis findet ausserdem in stimmigem Ambiente statt: Das Restaurant befindet sich in einem schönen Riegelhaus.
Seit dem 18. Jahrhundert wird in diesem wunderschönen Gasthaus gekocht. Seit einiger Zeit hingegen isst man wegen Lukas Kiener besonders gut. Der Küchenchef mischt lokale Zutaten und internationale Aromen und kreiert so elegante Spitzenmenüs der Sonderklasse.
Ob auf der Terrasse mit wunderbarem Blick auf den Bielersee und seine Rebberge oder im gemütlich-eleganten Gastraum, in diesem Restaurant fühlt man sich garantiert wohl. Gehobene, zeitgenössische Gourmetküche aus saisonalen Zutaten, dazu viele Weine aus der Region.
Im Flickflauder trifft stylishe Architektur auf regionale Gourmetküche: Kreative Gerichte – etwa das Emmentaler Milchlamm oder vegetarische Manicotti – rücken feinste Appenzeller Produkte ins Rampenlicht und werden von einer schönen Weinauswahl begleitet.
Die Küche in der wunderschönen Gewölbe-Badstube veredelt regionale Produkte mit mediterraner Raffinesse. Saisonale Zutaten, edle Aromen und aufmerksame Details ergeben ein kulinarisches Erlebnis, das Geschichte und Genuss auf elegante Weise verbindet.
Schnörkellos werden hier aus regionalen, saisonalen Produkte innovative zeitgenössische Gerichte zubereitet. Wer sich auf die Carte blanche einlässt, hat eine vegetarische Option. Empfehlenswert, denn für die Gemüseküche stammt einiges aus dem eigenen Garten.
Die Bauernschänke liegt zentral am Rindermarkt. Statt Klassiker entstehen originelle Gerichte wie Königsmakrele mit Radicchio oder das berühmte Schweinebauchgröstl in Kopfsalat – alles zum Teilen oder im Fünf-Gänge-Surprise-Menü. Die Weinkarte führt viele natürliche Weine.
Die Marktküche gilt als Pionierin der pflanzlichen Gastronomie in Zürich. Hier entstehen fantasievolle Menüs, die Gemüse in Hauptrollen setzen und auch Fleischesser überzeugen. Beliebt wie eh und je – wer abends ohne Reservation kommt, braucht sehr viel Glück.
Nach Kochlegende Martin Dalsass' Abgang Ende 2024 übernahm sein Schützling Kevin Fernandez das Zepter mit seiner Partnerin Lisa Carlevero. Die Küche ist weiterhin eine exzellente Mischung aus Alpinem und Mediterranem, zubereitet mit viel Gespür für die Produkte.
Bittersalate mit eingelegten Mirabellen und Haselnüssen an einer Vinaigrette. Sanft geräucherter Saibling mit Radieschen, Meerrettich und Kräuteröl. Quitten-Ceviche mit geflammtem Kingfish und Kohlrabi. Welch geschmeidige Textur dieser in Essig gebeizte und in Öl eingelegte Kingfish doch aufweist! Ein angenehm leichtfüssiger Start ins Dinner: So speist man also neuerdings in der Herrliberger «Buech». Ein Facelift gehört an der Zürcher Goldküste ab einem gewissen Alter zum guten Ton. Der plastische Chirurg der «Buech»: Andreas Caminada. Er hat einen Top-Job gemacht. Die beliebten Hütten entstaubt, der Patina eine würdige Bühne gegeben, die Menukarte aufgefrischt. Der Charme ist zurück. Caminada beweist wie bereits bei der «Casa Caminada», dass er nicht nur Fine Dining beherrscht. Mit Nicolas Schröder, der zuletzt im Zürcher «Igniv» arbeitete, gibt er einmal mehr einem Koch aus den eigenen Reihen die Chance, sich als Küchenchef zu beweisen. Gastgeberin Fabiola Reimund wird im Hintergrund von Ines Triebenbacher – man kennt sie als «Igniv»-Gastgeberin in Zürich – unterstützt: Top-Weinkarte, die vom regionalen Pinot Noir bis zum raren Winzer-Champagner alles enthält, faire Kalkulation. Zander mit Sauerkraut, caramelisierten Trauben und Beurre blanc. Dazu Kartoffelstock mit Nussbutter – zum Reinlegen gut. Der caramelisierte Apfel mit Zimtwaffel, Apfel-Butter-Glace und Apfelsud zum Dessert betont abermals: kein Fine Dining, aber kreative Kompositionen, die man einfach lieben muss. Wer ein Dinner in der «Buech» erleben möchte, muss gut planen – derzeit ist fast jeder Abend über einen Monat im Voraus ausgebucht!
Das Gasthaus am grossen Dorfbrunnen von Valendas zieht seit Jahren Gourmets von nah und fern an. Es ist Dorfbeiz, währschaftes Restaurant und Gourmettempel zugleich. Auf der Karte findet man Regionales genauso wie exotische Köstlichkeiten, dazu viele Weine aus Graubünden.
In die Küche von Werner Tobler kommt nur frische Ware von ausgesuchten Lieferanten. Beim Kochen lässt er sich nichts vorschreiben, ausser von der Saison. So bewegt sich seine bodenständige Küche irgendwo zwischen Alpenraum und Mittelmeer – Hauptsache, es schmeckt gut.
Seit Jahren steht dieses Restaurant für gutes Essen. Die Küche hier ist im besten Sinne unaufgeregt. In die Pfannen von Martin Bänziger kommt, was frisch und gut ist – die Karte wechselt deswegen in regelmässigen Abständen. Jeden Abend gibt es zwei Überraschungsmenüs.
Im schönen Wasserschloss von Bottmingen wird die französische Küche gefeiert. Es gibt Brasserie-Klassiker wie Moules oder Entrecôte, die mittags in Form eines Menüs und abends à la carte serviert werden. Auch bei der Weinauswahl wird man keinesfalls enttäuscht.