Warme Speisen Top-Heurige in Wien
Wie der Wiener Wein insgesamt hat auch jener aus Mauer einen Qualitätssprung hingelegt. Exemplarisch zu überprüfen beim Edlmoser. Tipp: Innereien und Schweinsbraten vom Hödl – Wiens letztem Fleischhauer, der auch selbst schlachtet. Dazu ein Glas Natural Wine!
Eine glückliche Kombination, denn Helmut Krenek hat ein feines Händchen für die Nuancen der Wiener Küche. Sein knuspriger Schweinsbraten vom Strohschwein gilt vielen als bester der Stadt (dieser Saft!). Und Göbels Bio-Kreszenzen spielen auf gleichem Niveau.
Beim Wieninger stimmt alles. Der begrünte Hof und rustikale Stuben laden zum Verweilen ein, das Buffet ist bestens aufgestellt. Schnitzel und Cordon bleu gibt’s auch. Dann sind da noch die Weine, auch Großflaschen (»Grand Select«). Dazu? Die »Winzerkönig«-Platte!
Heuriger 2.0: Die naturnahen Weine (Utopie, Rakete, Kosmopolit, Fürchtegott, Satellit) von Jutta Ambrositsch genießen längst Kultstatus. Wie auch jene scharfen Köstlichkeiten (Kuttelsalat!), die ihr Mann Marco Kalchbrenner aus der Küche schupft. Reservieren!
Nur wenige Gehminuten vom Grinzinger Platzl entfernt sitzt man beim Obermann im traumhaften Garten im Schatten alter Oleanderbäume. Der Wein ist Bio, das kalte und warme Heurigenbuffet spielt alle Stückeln. Hendl und Ente vom Grill gibt’s auf Vorbestellung!
Das Motto: »Sievering ist super« wird von der Familie Kroiss mit Lebensfreude, hausgemachtem Essen und ebensolchen – stets feinen – Wiener Weinen erfüllt. Im Betrieb vom alten Schlag zählt echtes Essen, echter Wein, echtes Geld. Und natürlich: echte Menschen.
Im Süden der Stadt, am Rande des Wienerwalds, liegt der kleine, aber feine Betrieb von Wolfgang Hofer, dessen Maxime »Wein ist Poesie in Flaschen« lautet. Das reichhaltige Buffet ergänzen saisonale Speisen, zu denen sich Weiß-, Rosé- und Rotweine gesellen.
Es sind bloß wenige Meter vom hektischen Grinzinger Platzl zum »Müller«, doch ist’s eine andere Welt: Entschleunigung pur im naturnahen Garten auf mehreren Ebenen. Bester Platz? Ganz oben! Die Speisen (kalt und warm) hervorragend, die Weine oft preisgekrönt.
Großartige Küche, große Weine, alles bio. Die Weißen leichtfüßig, klar, trocken; die Rotweine stets mehr elegant als wuchtig. Geführte Weingartenwanderungen, exklusive Kellerführungen, kommentierte Verkostungen. Toller Verkostungsraum und großer Gastgarten.
Kleiner, feiner Familienbetrieb mit ebensolcher Küche. Den Wein »Esse 1« vinifiziert der Sohn des Hauses. Im Winter: Glühwein und Maroni. Achtung: Betrieb nur bei Schönwetter und keine Reservierungen (auch nicht für Gruppen). Abends romantisch wie in der Toskana!
Beliebt bei Österreichern und Touristen, ist in der Hauptsaison extrem viel los. Trotzdem findet sich im historischen Arkadenhof – der älteste Teil des Hauses geht auf das 17. Jahrhundert zurück – stets ein Plätzchen. Authentische Weine, reichhaltiges Buffet.
»Herrgott aus Sta« ist eines der bekanntesten Lieder des legendären Karl Hodina. Er trat hier schon als kleiner Bub auf – und zu seinen Ehren erhielt der Betrieb den Namen. Zu Schweinsbratl oder Stelze (auf Vorbestellung) gibt’s Wein von Leth und Pittnauer.
Im naturbelassenen Garten schmaust man traditionelle Speisen nach alten Familienrezepten, begleitet von Stefan und Alexander Fuchs’ vielfach prämierten Naturweinen. Stammgäste schätzen besonders den rassigen Cabernet Franc und den leichtfüßigen Pinot Noir.
Einer der beliebtesten Betriebe überhaupt. Neben Bratl vom regionalen Landschwein, Blutwurst vom Biobauern, heimischer Käseauswahl & Co. gibt es auch vegetarische, vegane und glutenfreie Gerichte. Legendär sind die Krautfleckerl, eine Referenz der Schankwein.
Man geht nicht in die Schank, man geht zum »Tschinte«. Und manch einer geht für die »Brateln« meilenweit – denn die genießen Kultstatus. Drinnen ist’s gemütlich an den großen Holztischen, draußen lockt der »Schani« mit Blick auf die barocke Karmeliterkirche.
Eine echte Institution im 19. Bezirk. Saisonale Zutaten liefern die Bauern der Region, frisches Gemüse sprießt im eigenen Garten, die Weine wurzeln praktisch »nebenan«. Ein ideales Plätzchen, um auch nach romantischen Sonnenuntergängen länger zu verweilen.
Im ehemaligen »Kaiserwalzer« hört man noch immer den Satz »Das Körberl, bitte«. Nur geht es nicht um Gebäck zum Gulasch, sondern um die Vorspeisen, die hier zu den Spritzer-Variationen begehrt sind. Ein magischer Garten wurde zur Stadtoase mit steter Weinversorgung.
Wiens ältester Heuriger (1740) wartet mit Gästen wie Franz Schubert, Johann Strauß Vater, den Schrammels, Franz Lehár, Emmerich Kálmán oder Robert Stolz auf. Stattliches Bufett, Wein der Betreiber Fuhrgassl-Huber. Heimelige Stuben und ein idyllischer Innenhof.
Mit Sinn für Moderne, doch stets Respekt vor Tradition, führt die charmante Sissi Huber ihren stattlichen Heurigen. Scheune, Salettl, Stube, Garten stehen zur Wahl – Verliebte kuscheln im verborgenen Dachboden. Gute Küche, gepflegte Weine und Wienerlied-Abende.
Im Schatten der steinalten Platane im weitläufigen Betrieb am Fuß des Bisambergs werden unter anderem großzügig zusammengestellte Buffetmenüs aufgetragen. Dazu empfiehlt sich das eine oder andere Flascherl vom überaus präzise gekelterten »Gemischten Satz« des Hauses.