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© Flightradar24

Gegen Langeweile: Pilot schreibt Nachricht in den Himmel

Flugzeug

»I'm bored«: Mit dieser ungewöhnlichen Botschaft machte ein Pilot seinen Testflug über Großbritannien zum viralen Hingucker.

Wer Flugzeuge am Himmel verfolgt, entdeckt mitunter kuriose Flugbahnen. Doch was sich jetzt über der Grenze zwischen England und Wales abspielte, sorgt selbst unter erfahrenen Flugbeobachter:innen für Verwunderung: Ein Pilot nutzte seinen Testflug, um mit der Route seines Kleinflugzeugs einen Satz in den Himmel zu zeichnen.

Auf den Daten der Flugverfolgungsplattform Flightradar24 war deutlich zu erkennen, wie die Maschine in sorgfältig geflogenen Schleifen den Schriftzug »I´m bored« (»Mir ist langweilig«) formte. Ausgangspunkt des rund zweistündigen Flugs war Liverpool. Von dort führte die Route über die Halbinsel Wirral, Cheshire und Nordwales bis zur Dee-Mündung, wo die auf dem Radar ersichtliche Botschaft entstand.

Sieben Buchstaben in 20 Minuten

Rund 20 Minuten benötigte der Pilot, um die sieben Buchstaben präzise in die Flugbahn einzuschreiben. Das Flugzeug bewegte sich dabei in etwa 300 Metern Höhe mit einer Geschwindigkeit von rund 185 km/h – ein Manöver, das einiges an fliegerischem Geschick erforderte.

Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckte jedoch kein Rundflug aus Vergnügen, sondern ein technischer Einsatz. Die Maschine befand sich nach einer Reparatur auf einem routinemäßigen Testflug. Nach Angaben der Fluggesellschaft hatte ein junger Fluglehrer die Aufgabe übernommen, das Flugzeug nach dem Austausch eines Bauteils zu überprüfen und dessen Flugtauglichkeit zu bestätigen.

Keine Konsequenzen für Piloten

Für die kreative Einlage musste der Pilot keine Konsequenzen fürchten. Zwar war die ungewöhnliche Flugroute nicht eigens genehmigt worden, sicherheitsrelevant sei sie jedoch nicht gewesen. Im Gegenteil: Der Einsatzleiter des Unternehmens lobte gegenüber der BBC die Präzision des Manövers und bezeichnete den Flug als ausgesprochen gelungen.

Ironischerweise dürfte der Pilot beim Zeichnen der Botschaft alles andere als gelangweilt gewesen sein. Wer Buchstaben in dieser Größe und Genauigkeit mit einem Flugzeug in den Himmel schreibt, braucht höchste Konzentration – eine Tatsache, die auch in der internationalen Flug-Community für Schmunzeln sorgte.


Travel-Redaktion
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