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Hotel Castel: 6 Fragen an Gastgeber Daniel Dobitsch

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Das Fünf-Sterne-Hotel Castel in Dorf Tirol verknüpft herzlichen Service mit Luxus und besonders viel Privatsphäre – für ruhige Tage in alpin-mediterraner Traumlage. Wandern, ins Spa gehen, gut essen: Alle Zeichen stehen auf Genuss.

Als Quereinsteiger übernahm die Familie Dobitsch im Jahr 2001 das Hotel Castel in Dorf Tirol. Heute steht das Fünf-Sterne-Haus der Wahl-Südtiroler für herz­lichen Luxus und höchste Kulinarik. Wir sprachen mit Juniorchef Daniel Dobitsch.

Falstaff TRAVEL: Herr Dobitsch, Sie betreiben das Hotel Castel gemeinsam mit Ihrer Ehefrau und Ihrer Mutter. Dennoch sind Sie keine klassische Hoteliersfamilie, oder?
Daniel Dobitsch: Als Familie haben wir über 15 Jahre hinweg die Sommer als Gäste im Hotel Castel verbracht. Meine Mutter hatte den Traum, eines Tages ein eigenes Hotel zu führen. Dann stand im Hotel Castel eine offene Nachfolgefrage an. Das war der Moment, in dem meine Mutter ihre Chance erkannte und zugriff. Ich bin vor 15 Jahren eingestiegen. Als Familie kann man sich keine schönere gemeinsame Wirkungsstätte und Lebensaufgabe vorstellen. Mittlerweile gehen wir in unsere 25. Saison. Das werden wir nächstes Jahr gebührend feiern – mit zahlreichen besonderen Angeboten für unsere Gäste.

Was ist das Besondere an einem familiengeführten Hotel?
Ich gehe selbst am liebsten in inhabergeführte Häuser – sie haben Seele, Charakter und besonderen Charme. Auch unsere Gäste merken das: Sie fühlen die Energie, das Engagement und die Leidenschaft, mit der wir unser Hotel führen.

Kulinarik spielt eine große Rolle in Ihrem Haus. Doch in dieser Hinsicht ist Südtirol ohnehin nicht schlecht aufgestellt. Wodurch hebt sich Ihr hoteleigenes Zwei-Sterne-Restaurant »Castel Fine Dining« hervor?
In Südtirol schlecht zu essen, ist quasi unmöglich – da haben Sie recht. Es gibt aber nur wenige Köche, die regionale Produkte – und damit auch den Geschmack Südtirols – so unverfälscht zur Geltung bringen wie unser Küchenchef Gerhard Wieser. Das Restaurant hat nur fünf Tische – das sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Die Gäste genießen einen atemberaubenden Blick über das Meraner Tal und die umliegenden Dreitausender, im Sommer sogar bei geöffneten Glasfassaden, die die Natur direkt ins Restaurant holen.

Bieten Sie auch niedrigschwelligere kulinarische Optionen an?
Das Zwei-Sterne-Restaurant ist unser Aushängeschild, doch unser ungezwungenes A-La-Carte-Restaurant muss sich keineswegs dahinter verstecken. Beide werden aus derselben Küche bespielt – vom gleichen engagierten Team. Das Niveau entspricht dem eines Sternerestaurants, der Ansatz jedoch einer gutbürgerlichen, frischen Marktküche.

© Michael Königshofer

Ihr Küchenchef Gerhard Wieser hat zwei Rezepte zum Nachkochen für unsere Leser ausgewählt: Saibling und Basilikum-Ravioli. Warum gerade diese beiden Gerichte?
Seine Küche ist die Essenz Südtirols – eine Verbindung von mediterran und alpin. Genau das spiegeln diese beiden Gerichte wider.

Welche Wandermöglichkeiten gibt es rund um das Hotel?
Vom Hotel aus gelangt man direkt auf den Algunder Waalweg, einen der schönsten Panoramawege Südtirols. Der andere Wanderweg, der Kuenser Waalweg, ist der älteste seiner Art in der Region. Er führt entlang historischer Wasserläufe, die bis heute zur Bewässerung der Obst- und Weingärten dienen, und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft – ein echtes Natur­erlebnis direkt vor der Hoteltür.

Der Gesprächspartner

Familienbande im Castel
Seniorchefin Evelyn Dobitsch (Mi.) war schon immer großer Südtirol-Fan und hat sich mit dem Castel ihren Lebenstraum vom eigenen Hotel erfüllt. Heute wird sie tatkräftig von Sohn Daniel und seiner Frau Maria, einer gebürtigen Südtirolerin, unterstützt.

Travel-Redaktion
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