Kosten für Sonnenschirm und Liege steigen: Strandtag in Italien teurer
Der Strandurlaub in Italien wird noch teurer: In zahlreichen Badeorten steigen die Preise für Liegestühle und Sonnenschirme auch im Sommer 2026 weiter, im Schnitt bis zu 16 Prozent.
Urlaub an Italiens Küste wird im kommenden Jahr spürbar teurer. Eine Analyse des Verbraucherschutzverbands »Altroconsumo« zeigt, dass die Preise für Sonnenschirme und Liegen in den Strandbädern 2026 im Schnitt um rund sechs Prozent steigen. Gegenüber dem Niveau von vor fünf Jahren summiert sich der Zuwachs bereits auf etwa 24 Prozent.
Für die Untersuchung wurden 222 Badeanlagen in zehn stark frequentierten Ferienregionen Italiens anonym angefragt. Grundlage waren die Tarife für die erste Augustwoche – traditionell eine der teuersten Phasen der Sommersaison.
Regionale Unterschiede
Besonders kräftig fallen die Preissteigerungen auf Sizilien aus, wo in Orten wie Taormina und Giardini Naxos teils bis zu 16 Prozent mehr verlangt werden als im Vorjahr. Auch Sardinien verzeichnet mit Alghero (plus 14 Prozent) deutliche Aufschläge, ebenso wie das apulische Gallipoli (plus 10 Prozent).
Am oberen Ende der Preisskala liegt weiterhin Ligurien. In Alassio zahlen Urlauber für einen Platz in der ersten Reihe inklusive Sonnenschirm und zwei Liegen durchschnittlich 368 Euro pro Woche. Deutlich moderater bleibt das Preisniveau dagegen in Lignano an der Adriaküste, wo ähnliche Angebote im Schnitt bei 164 Euro liegen.
Diskussion um Zugang zu den Stränden
Die Ergebnisse der Studie entfachen erneut eine grundsätzliche Debatte über den Zugang zu Italiens Küsten. »Altroconsumo« sieht eine zunehmende Verknappung frei zugänglicher Strandabschnitte und warnt davor, dass Badegäste dadurch immer stärker auf kostenpflichtige Angebote angewiesen seien.
Zwar werden die Annehmlichkeiten der Strandbäder – von reservierten Plätzen bis hin zu Infrastruktur und Gastronomie – von vielen Urlauber:innen geschätzt. Gleichzeitig wächst jedoch der Wunsch nach mehr öffentlich zugänglichen Alternativen.
Der Verband fordert daher Reformen im bestehenden System: mehr freie Strände, eine Reduzierung der Konzessionen sowie transparentere Vergaberegeln.