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Olympische Winterspiele: Eine Reise nach Cortina und Mailand

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Mailand

Am 6. Februar 2026 beginnen die Olympischen Winterspiele. Im Mittelpunkt stehen Mailand und die norditalienische Alpenregion um Cortina d’Ampezzo. Zeit, die beiden Städte vorzustellen und die schönsten Restaurants, Hotels sowie Skipisten aufzuspüren.

Sportfans aus aller Welt warten auf den Beginn der Olympischen Winterspiele in wenigen Wochen. Der Blick richtet sich auf Mailand und Cortina, Gastgeberstädte der diesjährigen Spiele. Zeit, um einen Blick auf die beiden Protagonistinnen zu werfen: Was macht das Mekka der Mode sowie den italienische Skiort besonders besuchenswert? Falstaff TRAVEL hat Tipps für Gourmets und Skibegeisterte zusammengestellt.

Mailand ist Co-Gastgeberin der Olympischen Winterspiele, was umfangreiche städtebauliche Entwicklungen anstößt. Neue Hotelvorhaben, Infrastrukturmaßnahmen und die Neugestaltung ganzer Stadtteile prägen den Wandel.

Verkannte Schönheit: Mailand und die Lombardei

Besonders aus kulinarischer Sicht ist Mailand eine Reise wert. Ein regelrechter kulinarischer Höhenflug setzte ein, als die lombardische Hauptstadt den Zuschlag für die Expo 2015 bekam. Seither ist hier eine völlig neue Restaurantszene entstanden, die zu den besten Italiens zählt. Ein besonderes Glanzstück ist das »MUDEC by Enrico Bartolini« im dritten Stock des von Stararchitekt David Chipperfield entworfenen Museums der Kulturen. Mit insgesamt neun Michelin-Sternen in sechs Lokalen ist der 1979 geborene Bartolini der am höchsten dekorierte Koch Italiens.

Doch auch die volkstümliche Küche Mailands und der Lombardei ist nicht zu vernachlässigen, gilt sie doch als so vielfältig wie keine andere. Was wenig verwundert, bedenkt man unter welch großem Einfluss aus den Nachbarstaaten die Region im Laufe der Geschichte stand: aus der Schweiz im Norden, insbesondere des Kantons Tessin, dem Piemont im Westen, der Emilia im Süden, dem Veneto und Trentino-Südtirols im Osten – ganz zu schweigen von den Spuren, die fremde Eroberer hinterlassen haben. Die Österreicher etwa, die dort im 18. und 19. Jahrhundert an der Macht waren, brachten ihr Wiener Schnitzel mit, das in die Cotoletta alla Milanese umgewandelt wurde, heute ein berühmtes Regionalgericht.

Die Mailänder sind stolz auf ihre Osterie, ihre Wirtshäuser, in denen ihre typisch herzhaften Spezialitäten serviert werden. Eine davon ist die »Osteria del Binari«, etwas abseits der üblichen Touristenströme an der Stazione Porta Genova im ehemaligen Arbeiter- und heute angesagten Designerviertel Tortona. Das Lokal erstreckt sich über zwei Säle mit Dekorationen aus dem Fin de Siècle. Mächtige offene Kamine verbreiten in der kalten Jahreszeit behagliche Wärme. Im Sommer lockt ein großer Gastgarten ins Freie. Auf der Karte steht viel Traditionelles wie Safranrisotto und Ossobuco.

Emblem für Leichtigkeit

Dazu kommt, dass es in der Mailänder Innenstadt die schönsten Bars von ganz Italien gibt. Etwas die »Bar Basso«, wo in den 1970ern der berühmte »Negroni Sbagliato« erfunden wurde, eine leichtere Variante des Negroni, weil ein Bartender beim Mixen des Cocktails versehentlich zu Prosecco anstatt zur Ginflasche griff. Nicht zu vergessen auch das »Caffè Zucca« unweit des Mailänder Doms, wo der erste Campari ausgeschenkt wurde.

Aperitivo - Ein Mailänder Ritual

Aperitivo ist die Zeit von Arbeitsschluss bis zum Abendessen und kann auch schon mal mehrere Stunden dauern. Den Aperitivo nimmt man nie alleine, sondern stets in Gesellschaft. Ein Drink dazu ist obligatorisch. Das können Cocktails, aber auch ein Champagner oder Spumante sein, in Italien lässig als »Bollicine« bezeichnet. Zum Drink wird immer auch etwas zum Knabbern serviert. Das fängt bei Salzgebäck und Oliven an und hört bei Schinken, Tramezzini und Brötchen noch lange nicht auf. Aber aufgepasst: Zu viel sollte man nicht davon naschen, denn es wartet ja noch das Abendessen!

Cortina, die »Königin der Dolomiten«

Cortina hat Erfahrung mit den Olympia: 1956 fanden hier schon einmal Winterspiele statt. Damals ging nicht nur der Stern von Toni Sailer auf (der Kitzbüheler gewann alle drei damaligen alpinen Disziplinen); auch das Skigebiet selbst etablierte sich als eine der ersten Wintersport-­Adressen im ­Alpenraum.

Skiabenteuer treffen auf Genuss

Die Pisten am Tofana gehören seither auf die Bucketlist jedes Skifahrers – auch James Bond war hier zwischen den steilen Dolomitenwänden schon »In tödlicher Mission« unterwegs. Zwischen den bizarren ­Felsformationen der Cinque Torri, dem Passo Falzarego und dem geschichtsträchtigen ­Lagazuoi (der Gebirgsstock ist von Stollen­anlagen aus dem Ersten Weltkrieg durchzogen) kann man aber vor allem Genuss für alle Sinne zelebrieren: Das Auge staunt über vereiste Wasserfälle, die Ohren hören das Schnaufen der ­Pferde, die am Tal­ausgang warten und die Wintersportler:innen an einem Seil wieder hinaus in die sonnige Ebene ziehen – wo die Geschmacks­nerven mit einer Mischung aus venetischer und Tiroler ­Küche verwöhnt werden …

Die besten Pisten

Olimpia delle Tofane – Wenn man schon auf eine der 13 schwarzen Pisten des Skigebiets will, dann dorthin, wo auch Weltcup-, WM- und Olympiarennen stattfinden. Die Piste beginnt harmlos, wird zur Mitte hin aber richtig steil und bleibt anspruchsvoll. skipasscortina.com

Cinque Torri – Die fünf Felsspitzen geben dem familien-freundlichen Gebiet mit seinen mittelschweren Abfahrten seinen Namen. Liegt an der »Super 8«, einer knapp 30 Kilometer langen Pistenrunde, die die Form einer Acht hat; mit bestem Dolomitenpanorama. 5torri.it

Armentarola – Durch eine beeindruckend schroffe Hochgebirgslandschaft vom Lagazuoi zur Capanna Alpina geht es über 7,5 Kilometer unter anderem vorbei an beeindruckenden Eisfällen. Am Ende wartet ein Pferdetaxi-Lift. dolomitisuperski.com

Lagazuoi – Am Falzarego-Pass kann man von der höchstgelegenen Hütte im Skigebiet (die »Rifugio Lagazuoi« liegt auf einer Höhe von 2.752 Metern und bietet ein traumhaftes Panorama) auf Skiern durch das größte Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs fahren. lagazuoi.it

 

Falzarego Pass, Dolomiten
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Falzarego Pass, Dolomiten

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20129 Mailand
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Hotel-Tipps in Cortina

Ancora
Schon seit 1826 begrüßt das »Ancora« Gäste in bester Lage im Herzen von Cortina. Die Ikone unter den Hotels mischt historischen Charme mit modernstem Komfort.

Faloria Mountain Spa Resort
Unaufgeregt elegant und mit Blick auf den gleichnamigen Berg zeigt sich das »Faloria« naturverbunden und mit Fokus auf das Wesentliche.

Rosapetra Spa Resort
Mit nur 33 Zimmern und Suiten ist das schicke »Rosapetra« ein Ruhe-Refugium mit privater Atmosphäre. Im »Terrazza 26« genießt man besten Dolomitenblick.

Grand Hotel Savoia
Zeitlose Eleganz trifft in diesem Grandhotel auf historischen Charme. Neben einem Ski--Concierge kümmert sich das Team um maßgeschneiderte Experiences.

Travel-Redaktion
Autor
Klaus Höfler
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