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Der Zürcher Lindenhof: Ein Instagram-Sitter am Werk.

Der Zürcher Lindenhof: Ein Instagram-Sitter am Werk.
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Relax we post: Instagram-Sitter bei «ibis»

Urlaub
Genf
Zürich

Die «ibis Hotels» in Zürich und Genf lancieren mit den «Instagram-Sitters» einen neuen Service, der Influencern eine Pause gönnen soll.

Das Instagram-Zeitalter bringt so manchen interessanten «Trend» hervor: Die französische Kette AccorHotels, Betreiber der «ibis»-Hotels, bietet ab sofort allen, die vom unermüdlichen Posten, Posen und Product Placement einmal eine Pause benötigen, einen ganz speziellen Social-Media-Service: Ein sogenannter «Instagram-Sitter» übernimmt das digitale Ruder und kümmert sich um den Instagram-Kanal des Hotelgastes, während dieser seinen «Digital Detox»-Urlaub geniesst. «Relax we post» heisst der neue Service, der vorerst kostenlos als Test in Zürich und Genf den Hotelgästen von «ibis», «ibis Styles» und «ibis budget» angeboten wird.
Was sich eher nach einer gezielten PR-Aktion anhört, wird von AccorHotels als innovative Dienstleistung angesehen: Laut der Medienstelle der AccorHotels Schweiz wolle man mit dem neuen Service vor allem die Zielgruppe der sogenannten «Millennials» ansprechen. «Diese neue Dienstleistung von ibis Schweiz ist einmalig. Wir verfolgen gesellschaftliche Trends aufmerksam und passen das Angebot unserer Hotels laufend an, damit wir den Kunden innovative Services bieten, die ihren Alltag vereinfachen» heisst es von Philippe Alanou, Senior Vice President Operation von AccorHotels Central Europe.

Zu den Instagram-Sittern gehören mitunter die Zürcherin Sylwina, die ehemalige Germany’s Next Topmodel-Kandidatin Sara Leutenegger oder die Genfer Lifestyle-Bloggerin Cristina Gheiceanu. Sie erhalten von den «Relax we post»-Nutzern die Zugangsdaten und posten während dem Aufenthalt Fotos oder Videos und erstellen Instagram Stories. Auf Wunsch tauschen sie sich auch in den Kommentaren mit den Followern aus. Der «fremde» Content soll allerdings stets als «Takeover» deklariert werden, um die Follower nicht zu täuschen. Wer sein digitales Zepter dann tatsächlich aus der Hand gibt, ist fraglich, vor allem da das Angebot kein direktes Treffen mit dem Insta-Alter-Ego vorsieht. Zudem wäre es ein grosser Vertrauensbeweis, wenn man seinen Account jemanden anderen überlässt, schliesslich ist dieser die Lebensgrundlage der erfolgreichen Blogger.

Rafaela Mörzinger
Redaktions- und Portalmanagerin Falstaff
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