»Swift Effekt«, die zweite: Museum Wiesbaden erfährt Besucheransturm
Soeben sang Taylor Swift von Portofino – und das italienische Hafenstädtchen konnte sich über einen Anstieg an Besucherzahlen freuen. Nun bezieht sich die Sängerin auf die Hamlet Figur »Ophelia« und löst einen Museums-Hype aus.
Sie hat es wieder einmal geschafft einen großen Hype auszulösen – und einen weiteren Ort berühmt zu machen. Nachdem Taylor Swift im neuen Album »The Life Of A Show Girl« Portofino besungen und dem Badeort erhöhte Besucherzahlen beschert hatte, darf sich nun das »Museum Wiesbaden« über den »Swift Effekt« freuen.
Musikvideo zitiert Bild aus dem »Museum Wiesbaden«
Die neueste Single von Taylor Swift »The fate of Ophelia« ist vor einem Monat veröffentlicht worden. Im beliebten Video zeigt sich Swift als Ophelia, eine Figur aus Shakespeares Drama »Hamlet«.
Die US-Sängerin stellt eine Szene nach, die vom deutschen Maler Friedrich Heyser stammen könnte. Das um 1900 entstandene Gemälde hängt im »Museum Wiesbaden« und zeigt die Ophelia im Wasser liegend und ertrinkend. Anders als im Bild erwacht Swift und wird von Ophelias Schicksal (Englisch: Fate of Ophelia) befreit.
Swifties als neue Besuchergruppe
Das Museum freut sich nun über junge Besucher:innen und eine neue Zielgruppe. Die Museumssprecherin Susanne Hirschmann erklärte gegenüber The Guardian: »Wir erleben derzeit einen regelrechten Ophelia-Boom und sind darüber ziemlich überrascht und erfreut.«
Pro Woche kämen um die 500 Kunstinteressierte - oder Swifties? - um das Gemälde zu bestaunen. Das Museum nutzte den Hype und hat sogenannte »Swiftie-Events« aufs Programm gesetzt: Wer als Ophelia verkleidet oder im Taylor-Swift-Merch kommt, muss keinen Eintritt zahlen.
Reinste Popkultur trifft auf Kunst in Wiesbaden.