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Eine Reise in Dschibuti

Eine Reise in Dschibuti
© Shutterstock

Welttourismustag: Ein Blick auf die Reisebranche

Tourismus
Destinations

Am Samstag, 27. September, ist »Welttourismustag«. Nach Jahren der Krise meldet sich die Branche mit Rekordzahlen zurück. An der Spitze stehen Frankreich, Spanien und die USA. Doch trotz der erfreulichen Bilanz und der hohen Bedeutung des Tourismus für die Weltwirtschaft, ist es an der Zeit, auch über Ziele abseits des Massentourismus nachzudenken.

Seit 1980 erinnert der Welttourismustag daran, dass Reisen weit mehr ist als bloßes Freizeitvergnügen. Tourismus bewegt die Welt – im besten, wie im kritischsten Sinne. Die von der »Welttourismusorganisation« (UNWTO) erhobenen Zahlen sprechen für sich: Mit rund 1,4 Milliarden internationalen Ankünften im Jahr 2024 zeigt sich die enorme Bedeutung dieser Branche für die Weltwirtschaft.

Motto 2025: »Nachhaltige Transformation«

Das Leitmotiv dieses Jahres lautet »Tourism and Sustainable Transformation«. Die »UNWTO« betont, dass Tourismus weit über ökonomische Kennzahlen hinausgeht. Er kann Bildung fördern, Arbeitsplätze schaffen und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen – vorausgesetzt, es gibt eine langfristige Strategie. Nachhaltigkeit, Resilienz und soziale Gerechtigkeit sollen dabei den Rahmen bilden.

Globale Spitzenreiter weltweit

Weltweit dominiert Europa das Reisegeschehen. An der Spitze steht Frankreich, das 2024 mit 89,4 Millionen internationalen Gästen erneut Rekordwerte erzielte. Dahinter folgen Spanien (83,7 Mio.) und die USA (79,3 Mio.). China, Italien, die Türkei und Mexiko belegen die weiteren Plätze. Eine Überraschung gab es in Asien: Japan überholte erstmals Thailand und positionierte sich damit als führendes Reiseziel der Region.

Sehenswerte Ziele abseits des Massentourismus

So erfreulich die Zahlen sind, so problematisch erweist sich vielerorts das Phänomen des Übertourismus: Gedränge in den Straßen von Barcelona, Guide-Gruppen im Gänsemarsch durch Dubrovnik, Staus am Mount Everest oder Menschenmengen beim Sonnenuntergang im griechischen Oia sind nur einige Beispiele.

Besonders stark betroffen sind die Urlaubsziele am Mittelmeer – dort konzentriert sich der Großteil der internationalen Reisen auf nur wenige Sommerwochen. Das belegen die Ergebnisse des Übertourismus-Index, beispielsweise der Reiseplattform »Evaneos«. Die Analyse von 77 Urlaubsländern zeigt, dass es in 36 von ihnen zwischen Juli und September zu einer extremen Überlastung mit Reisenden kommt.

Aus diesem Index und auch aus den Zahlen der UNWTO lassen sich herauslesen, welche die eher unbeliebten Destinationen der Welt sind - und somit sicherlich eine Reise wert, um nachhaltig, resilient und sozial gerecht zu reisen.

Eine Top 5 an Ländern abseits des Tourismus

Tuvalu:
Tuvalu ist mit knapp 12.000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten der Welt und besteht aus neun Inseln. 2019 zählte das Land rund 3.600 internationale Besucher.

Marshallinseln:
Die Marshallinseln im Pazifik bestehen aus mehr als 1.200 Inseln und Atollen, von denen nur ein Teil bewohnt ist. Sie sind stark vom Klimawandel bedroht und setzen touristisch vor allem auf Tauchen, unberührte Natur und traditionelle Kultur.

Bhutan:
Das »Land des Glücks« ist ein Binnenstaat im Himalaya zwischen Indien und China mit rund 800.000 Einwohnern. Der Tourismus wird dort nach dem Prinzip des »High Value, Low Volume« streng reguliert, sodass 2019 etwa 315.000 internationale Gäste ins Land reisten.

Liechtenstein:
Mitten im Alpenrheintal, zwischen der Schweiz und Österreich, liegt Liechtenstein, einer der kleinsten Staaten Europas. Trotz seiner geringen Fläche zog das Land 2019 rund 90.000 internationale Übernachtungsgäste an.

Dschibuti:
Dschibuti liegt am Horn von Afrika und grenzt an Eritrea, Äthiopien und Somalia. Das Land zählte 2019 rund 100.000 internationale Touristen.


Travel-Redaktion
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