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Trinkgeld im Urlaub: Was ist angemessen?

Trinkgeld
Tourismus

Mal freuen sich Kellner:innen, Hotelangestellte und Guides über das unerwartete Extragehalt, mal halten sie vergeblich die Hand auf: Die Trinkgeld-Regelungen sind weltweit ganz unterschiedlich. Was Reisende in welchen Ländern beachten müssen, verrät Falstaff TRAVEL hier.

Kaum ein Moment sorgt auf Reisen für so viel Unsicherheit wie das Bezahlen. Ob nach dem Essen, wenn »il conto« kommt, oder nach einer Führung – viele Urlauber:innen fragen sich: Ist Trinkgeld angebracht, und wenn ja, in welcher Höhe? Das Reiseportal »Urlaubstracker« hat die Trinkgeldkulturen weltweit analysiert und zeigt, in welchen Ländern ein Aufschlag erwartet wird – und wo er eher unüblich ist. Ein Überblick.

In diesen Urlaubsländern wird Trinkgeld erwartet

Vor allem in den USA und Kanada ist Trinkgeld ein fester Bestandteil des Einkommens vieler Servicekräfte. Entsprechend hoch sind auch die Trinkgelderwartungen. In Restaurants, Bars und bei Taxifahrten sollten Urlauber:innen daher grundsätzlich Trinkgeld einplanen. Üblich sind rund 20 Prozent der Rechnungssumme, mindestens jedoch etwa zehn Prozent.

Wer in Quebec unterwegs ist, sollte Trinkgeld parat haben.
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Wer in Quebec unterwegs ist, sollte Trinkgeld parat haben.

Ohne Trinkgeld zu gehen, wird dort als unhöflich wahrgenommen. In Einzelfällen kann es sogar vorkommen, dass Servicekräfte Gäste darauf ansprechen. Es wird daher empfohlen, sich an die Trinkgeldkultur anzupassen, um Missverständnisse zu vermeiden und Wertschätzung für den Service zu zeigen.

In Ägypten ist der geldwerte Aufschlag – besonders in touristischen Regionen – ein fester Bestandteil der Servicekultur. Neben Kellner:innen und Hotelpersonal erhalten häufig auch Fahrer:innen oder Tourguides ein Trinkgeld. Für geführte Touren gelten etwa zehn bis 15 Prozent des Preises als angemessen.

Auch in vielen Regionen Südostasiens ist Trinkgeld in touristischen Gegenden verbreitet. Kleine Beträge gelten hier vor allem bei persönlichem Service als freundliche Geste – etwa in Restaurants, bei Fahrer:innen oder im Hotel. Häufig reicht es aus, die Rechnung leicht aufzurunden.

Europa: Trinkgeld meist freiwillig

In Ländern wie Italien, Frankreich oder Griechenland wird Trinkgeld zwar gerne gesehen, ist jedoch meist keine feste Erwartung. In Restaurants, Cafés und Bars reicht es häufig aus, die Rechnung einfach aufzurunden.

In Spanien und der Türkei sind dagegen häufig etwa fünf bis zehn Prozent Trinkgeld üblich, wenn der Service überzeugt hat. Besonders in touristischen Regionen der Türkei ist Trinkgeld zudem weiter verbreitet, etwa für Hotelpersonal oder Reiseguides. Insgesamt gilt jedoch: In Europa ist Trinkgeld vor allem eine freiwillige Anerkennung für guten Service und weniger eine feste soziale Verpflichtung.

In Südkorea sind alle Serviceleistungen inklusiv.
In Südkorea sind alle Serviceleistungen inklusiv.

Kein Trinkgeld in diesen Urlaubsländern

Wer nach Japan, Südkorea, Singapur, China oder auf die Malediven reist, sollte wissen: Trinkgeld gehört hier nicht zur gängigen Servicekultur. Leistungen sind in diesen Ländern oft bereits im Preis enthalten und werden als selbstverständlicher Teil des Berufs verstanden. Ein zusätzliches Trinkgeld ist daher nicht notwendig.

Besonders in Japan wird Trinkgeld häufig freundlich abgelehnt. In Singapur ist in Restaurants und Hotels meist bereits eine feste Servicegebühr in der Rechnung enthalten, sodass kein weiteres Trinkgeld erwartet wird. Für Reisende bedeutet das: Sie können sich ganz entspannt auf die Rechnung verlassen.

Zur Analyse:
Sie ist Teil des »Cashless Travel Index« von »Urlaubstracker«. Die Studie untersucht Bezahlkulturen in beliebten Urlaubsländern – von Kartenakzeptanz und digitalem Bezahlen bis zur Rolle von Bargeld im Reisealltag.

Travel-Redaktion
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