Nordmazedonien

Nordmazedonien, wie das Land des ehemaligen Jugoslawien heute heißt, zählt zu den traditionsreichsten Weinbauländern Europas, immerhin kann man die Geschichte des Weinbaus bis 4.000 v. Chr. zurückverfolgen. Als das Land 1991 unabhängig wurde, stritt man sich über 25 Jahre über die Namensgebung mit dem Mazedonien auf der griechischen Seite. Vor wenigen Jahren wurde dann eine Einigung erzielt und das Land erhielt endgültig den Namen Nordmazedonien. Obwohl dem Land eine hervorragende Eignung für Spitzenweinbau bescheinigt wird, wurden hier vor allen Dingen zu Zeiten des herrschenden Sozialismus Massenweine erzeugt, denen ein Dasein in den untersten Regalen der Supermärkte beschert war. Erst seit der Selbstständigkeit als Republik erfolgte eine Wendung hin zum Qualitätsweinbau, vor allen mit der Gründung privater Weingüter und damit einhergehender Investitionen in moderne Kellertechnik. Die Weinberge Nordmazedoniens, die ca. 28.000 Hektar umfassen, verteilen sich im Wesentlichen auf 3 Regionen. Über 24.000 Hektar liegen in Povardarie im Tal des Flusses Vardar im Zentrum des Landes. Das Klima hier ist kontinental mit mediterranen Einflüssen, die Sommer sind warm und beinahe tropisch mit kühlen Nächten. Dafür ist es allgemein so trocken, dass Fäulnis und Pilzerkrankungen von Trauben und Reben kein großes Thema sind. Die Böden bestehen hier aus Lehm, Sand und Kalkgestein. Die beiden anderen Regionen heißen Pcynia-Osogovo und Pelaginiya-Polog. Angebaut werden in erster Linie die autochthonen Sorten Dimyat für Weißwein und Vranac für Rotwein. Daneben befinden sich aber auch Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot im Anbau, und auch die Sorte Tribidrag, die als identisch mit Primitivo und Zinfandel identifiziert wurde, dass dem Weinbau in diesem Land eine gute Zukunft beschieden ist gilt als gesichert.
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