Die besten Restaurants im Burgenland
Eine der wesentlichen Adressen der heimischen Kulinarik. Dank des istrischen »Außenpostens« kommt zum Gartengemüse auch Wildfangfisch auf die offene Flamme, die Alain Weissgerber meisterhaft führt.
Provokateur und Promiwirt, vor allem aber herausragender Koch – Max »mehr Biber verkochen« Stiegl lässt niemanden kalt. Im Lokal-Schmuckstück pflegt man weiter »Pannonia trifft nose to tail«. Gut so!
Das »Great Dinner« in sechs Gängen steht auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung. Damit genießen sie neben Weinschätzen (»Batonnage« glasweise!) Kreatives wie burgenländische Kaspressknödel und Asia-Aromen.
Confierte Zwiebel, »Jus à la diable« oder Challans-Ente. Dazu die umfangreiche Burgunder- bzw. Champagnerauswahl auf der Weinkarte – die Frankophilie ist ein Kennzeichen dieser bemerkenswerten Küche.
Das Burgenland auf einem Teller liefern die »Starter« aus der Holzofenküche von Jürgen Csencsits. Überraschende Akzente – Ras el Hanout, Pak Choi – zeigen die Kreativität der Ess-Institution im Süden.
Peter Prieler blickt in der Küche ebenso gern Richtung Osten wie Namensgeber Konrad Robitza beim Wein. Daher kommt kein Krautsupperl ohne scharfe Kolbász aus. Spannende Küche »off the beaten track«.
Ja, die Mittelmeermöwe brütet am See. Nicht nur als Namensgeber, sondern auch als Symbol für mediterrane Einflüsse dient sie im Spitzenlokal. Wermutmousse oder Forellen-Basilikum-Rolle belegen das.
Ein Wirtshaus wie dieses sollte jeder Ort haben. Krautsuppe, die legendäre Hühnerleber, Zander und der Kastaniengarten sind neben den Burgundern des Hauses nur eine Handvoll Gründe auf einer langen Liste.
Vom winterlichen Skrei bis zum Herbsttrüffel genießt man bei Michael Pilz im Takt der Jahreszeiten. In der oft touristenüberlaufenen Freistadt hat sich dieses Juwel seinen Charme zum Glück erhalten.
Man könnte sich auf die einzigartige Optik verlassen. Doch mit regionalen Erzeugern (»Saps Kraut«, »Leithaland-Gemüse«) bekommt diese Austro-Küche eine Richtung. Köstliche Ausnahme: Vorarlberger Käse.
Das Taubenkobel-Bistro hat seinen eigenen Vibe. Glasweise genießt man die Schmankerlküche und stöbert in den Gourmandisen. Das kann eine wärmende Suppe sein, aber auch eine perfekte Wurst oder Pasta.
Das passt einfach! Die pannonische Erdung von Hannes Tschida sorgt zusammen mit den Weinen für Fröhlichkeit. Die Küche liefert dazu Vergessenes (Kalbsbackerl) und überrascht mit so manchem Schmankerl.
Als 2024 das Bio-Landgut Esterházy in Donnerskirchen einen alten Schweinestall zum Restaurant machte, gab es zweierlei anzumerken. Architektonisch war die Übung sehr gut gelungen – man beließ die Zeichen der alten Nutzung wie Futtertränken oder die Schienen einer Mistbahn. Schilfverkleidung und gutes Licht machten aus einer Halle ein stimmiges Lokal. Kulinarisch kam man dagegen ins Stolpern, die Gastronomie schien nicht annähernd so zu Ende gedacht wie die Optik. Drei Jahre später ist alles anders. Man hat eine ordentliche Weinkarte, das Personal wurde aufgestockt. Und vor allem – mit Peter Zinter kam ein renommierter Küchenchef, der das gesamte Potenzial der Esterházy-Güter und Ländereien zu schätzen weiß. Denn abseits von hofeigenen Wanderhühnern oder Angusrindern nennt man gigantische Jagdgründe sein Eigen. Schon in Zinters letzter Wirkungsstätte, dem Wiener Gasthaus »Stern«, konnte man die Resultate seiner Jagdleidenschaft auf der Karte studieren. So kann es passieren, dass als Mundhappen des »Hofmenüs« Pastrami einer vor zwei Monaten geschossenen Krickente aufgetragen wird, zusammen mit geräucherter Welscreme auf Knusperbrot. Bei »Bio-Angus X White Panther« kommen gar nicht so dünne Tranchen roher Tafelspitz mit rohen Gebirgsgarnelen, wobei die markant sauer eingelegten Zwiebeln das Ensemble eher stören als begleiten. Herausragend: roh marinierter Hirsch – zu einer Kugel geformt und in Schnittlauch gewälzt – mit Bio-Dotter und hauseigenem »Bio-Pannonier«-Brot. Hier stammt der Zander nun wirklich aus dem Neusiedler See und wird in hinreißender Sauerkraut-Beurre-blanc serviert. Und ganz wichtig – die Esterházy-Schnitte macht dem Haus keine Schande.
Tierwohl am Teller: Philipp Kroboth schmort auf dem Holzofen im Takt der Saison. Schon das eigene Sauerteigbrot setzt den Ton in diesem Refugium. Ein Ort voller regionaler Aromenkraft ist zu entdecken.
Mittags bietet Adi Karner ein kleines Menü, zur Hochform läuft er abends auf. Spanische Einflüsse inspirieren da ebenso wie asiatische Noten (Bao oder Curry-Risotto) zu unkonventionellen Kreationen.
Verpflichtet fühlt sich Thomas Pugel den lokalen Zutaten. Daher veredelt er Neusiedlersee-Zander ebenso wie Wildbret vom Leithaberg. Selbst beim Tatar greift er zum Steppenrind vom anderen Seeufer.
Über sechzig Gemüsesorten, Kräuter und Früchte aus dem eigenen (Permakultur-)Garten geben den natürlichen Rhythmus der Küche vor. Mit Fisch oder hausgemachter Pasta wird daraus eine echte Wohlfühlküche.
Im einst TV-bekannten Gasthaus Stickler gibt es nun echte Wirtshausklassik dank der Taubenkobel-Family. Vermisstes wie gebackene Mäuse beschließt den Reigen aus Innereien (Beuschel, Nieren), Cordon bleu und Co.
Weinkenner Peter Müller mag Spaß und Qualität. Wenn er also seine »Fish 'n' Chips ohne Chips« kredenzt, kommt beides nicht zu kurz. Mittags warten zudem seine Focaccia mit Leberkäse und der Kümmelbraten.
Über zwanzig Jahre sorgt die unverwechselbare Kulinarik direkt am Wasser für leichten Genuss. Wer Fleisch möchte, bekommt es auch, den Kern bilden Fische wie Zander – Salzwassertiere gibt’s auch.