"Kalte Speisen" Weinbars in Baden-Württemberg
Eine Bar? Ach was! Ein Gesamtkunstwerk, in dem Weinfreak Bernd Kreis Kompetenz spielen lässt. Was ins Glas kommt, wechselt regelmäßig und reicht von Württemberg bis in die Champagne. Einmal im Monat findet ein Edel-Tasting statt. Dazu passen peruanische Sandwiches.
Die Bar der Quereinsteigerinnen Deniz Sever und Claudia Jais hat sich einen Namen gemacht. Nicht nur, weil sie an die Stelle einer Bordellbar im Rotlichtviertel getreten ist, sondern auch wegen der delikaten offenen Weine und der getrüffelten Käsecreme. Livemusik-Events!
Zum Geheimtipp fahren Stuttgarter gern hinaus nach Wangen. Michael Schokatz und Antonio Baratta servieren Heimisches wie Zwiebelrostbraten und ziehen bei den Getränken alle Register. Neben deutschen Weinen sind auch solche aus der Schweiz oder dem Elsass vertreten.
Was wäre Freiburg ohne Drexlers? Um eine Weinbastion ärmer! Ralph Schmidt muss man nur anstupsen, damit er einem Markgräfler Weißen oder toskanischen Roten serviert. Küchenchef Mario Fuchs wiederum kauft Zutaten bei heimischen Erzeugern und begeistert mit Luxus-Pasta.
Trends und Moden gehen weitgehend spurlos vorbei an Andreas Scherles Weinstube. 1902 wurde das Weinhaus gegründet und vermutlich rebellierte die Kundschaft, striche man Linsen mit Saitenwürstle und Maultäschle von der Karte. Dazu ein Trollinger, danach Altes Pflümle.
Welcher Jahrgang beim Wein der beste war, hat sich herumgesprochen, aber wie sieht's bei den Sardinen aus? Sommelier und Co-Chef Markus Konrad kennt sich in beiden Fällen aus, empfiehlt die passenden Getränke von hier oder aus der Ferne zu einer Dose gereiftem Fisch.
Wenn einer einen Traum hat, dann verwirklicht er diese Weinbar. Alexander Dohnt überrascht seine Gäste mit reifem Mosel-Riesling oder kostbarem roten Piemonteser. Das Cordon bleu, ein Klassiker des Hauses, passt immer. Traumhaft attraktiv sind die Tasting-Events.
Jonas Kurek ist nicht nur ein ambitionierter Winzer, die ansprechend modern gestaltete Bar im Weingut ist längst ein Treffpunkt für Weinfreaks aus nah und fern. Denn hier gibt es nicht nur Eigengewächse, sondern auch Gewächse aus Österreich, Frankreich und Italien.
Sitt und satt sind die Gäste nach einem Besuch der etwas anderen Bar. Körperlich ertüchtigt aber auch, denn hier gilt es, Trollinger oder Sauvignon Blanc persönlich zu zapfen. Ein Glück, dass Bauernschinken und Vintage-Gouda nicht selbst vom Stück gesäbelt werden müssen.
Am Morgen kommen und am späten Abend gehen: keine schlechte Idee. Der Cappuccino genießt nämlich Ansehen bei Stuttgarter Gourmets und spätestens wenn es Bollinger-Champagner gibt, ist die Terrasse gefüllt. Ein Paradies für Kuchen und salzige Snacks ist Walther auch.
Man nehme die Aussicht über den Bodensee, multipliziere sie mit Dachterrassenflair und addiere noch ein stattliches Cocktailangebot. Um »Spicy Mule« oder »Dark & Stormy« genießen zu können, ist eine Platzreservierung sinnvoll. Truffle Fries gelten als Konstanzer Spitzensnack.
Nostalgielokal, in dem die gute, alte Zeit lebendig bleibt. Bewährte Weine von hier kommen ebenso ins Glas wie Fernweh Vermittelndes aus Süditalien. Klar, dass die Wiener Schnitzel wie einst in Butter gebraten werden und der Garten als Baden-Badens Sommerhighlight gilt.
Es gibt wenig, was es nicht gibt in diesem ländlichen Gesamtkunstwerk. Neben Restaurant und Hotel lockt auch die Bar in der Baar-Landschaft. Reife Weinraritäten glasweise (auch mal 30 und mehr Jahre alt) werden von Cosmopolitan und Gimlet ergänzt. Zum Hungerstillen: Burger.
Kleine Location im beschaulichen Bohnenviertel mit Außenbereich auf Pflastersteinen. Zu überwiegend Weinen aus der Toscana und der Region gibt es Antipastiteller, Sardellen und Oliven, aber im wechselnden Tagesangebot auch Pasta und Risotto.
Kleine, aber feine Location mit langem Gemeinschaftstisch. Weine mit Schwerpunkt Württemberg, jeden Monat steht ein anderes Weingut im Fokus. Dazu gibt es Käse, Wurst, Brot von der Hofpfisterei – und hausgemachte Maultaschen zum Mitnehmen vom Wirtshaus Paulaner am alten Postplatz nebenan.