Sonntags geöffnet – Restaurants in Wien
Das Lokal gibt’s schon länger. Jetzt wurde es neu definiert als High-End-Steakhaus mit außergewöhnlicher Weinselektion – von guten Tischweinen bis hin zu Pétrus, Cheval Blanc oder Romanée-Conti.
Ungewöhnlich für eine Hotelbar: Hier kann man ganz exzellent in intimem Ambiente speisen. Eigenständige Küchenlinie mit asiatisch inspirierten Gerichten wie Paprikahendl Tandoori oder Gulasch Tantan.
Der sizilianische Sternekoch Ciccio Sultano hat ein gutes Auge auf seine Filiale im Wiener Ritz-Carlton Hotel. Unter anderem exzellente Meeresfrüchte- und Pastagerichte. Tolles Service, legendäre Weinkarte.
Internationale Fusionsküche mit lateinamerikanischen Akzenten bedeutet ein sensorisches Erlebnis. Das unaufgeregte Lokal überlässt den Tellern die Bühne: spektakulär komponiert und voller Spannung.
Unter der Ägide von Martin Pichlmaier und dank verfeinerter Gerichte von Roman Artner erlebt der Herkner eine echte Blütezeit. Traumhafter, begrünter Innengarten. Tipp: Vier- oder Fünf-Gänge-Menüs. Tolle Weine!
»Brasserie deluxe« ist die Ansage des Hotelrestaurants in der früheren Kassenhalle der Länderbank. Es gibt Zwiebelsuppe und Pâté en croûte, aber auch »steirisches« Tuna-Tataki oder Hamachi-Ceviche.
»Einmal alles« war das Motto bei der Planung der Gastronomie des neuen Hotels »Mandarin Oriental Vienna«. Weil das denkmalgeschützte Ex-Handelsgericht einen ganzen Straßenblock umspannt, galt es, den großzügigen Lichthof zu nützen. Eine Glaskuppel umrahmt nun den gesamten kulinarischen Bereich des Hauses. In den Randzonen liegen die Bar und das Fine-Dining-Restaurant »Le Sept«. Und mittig das Ganztages-Lokal »Atelier 7« mit dem Untertitel »Brasserie«, zugleich auch noch Café und Frühstückszone. Küchenchef für alles ist der Kärntner Thomas Seifried – seine elf Jahre Seafood-Erfahrung von den Cayman Islands bringt er unübersehbar hier ein. So steht mit Coq au Vin und dem luxuriös gepreisten Steak Frites »Oscar« mit Königskrabbe (75 Euro) auch Fleischliches auf der Karte. Meeresgetier – mit Süßwasserfischen hat Seifried nichts am Hut – dominiert das Angebot. Schon im »Le Sept« nebenan sticht ein grandioses Hamachi-Gericht hervor. Hier kombiniert Seifried das feine Tier »crudo« mit Trauben, Iberico-Chips und einer reduzierten Version der spanischen Mandelsuppe Ajo Blanco. Exzellent. Dann eher Brasserie-Style: Oktopus-Terrine mit knackigen grünen Bohnen und Sauce Basquaise, einer kräftigen Tomaten-Pimiento-Zwiebel-Knoblauchsauce. Gibt’s in Österreich ebenso nirgendwo sonst wie die überraschend gelungene Spielart eines Cordon bleu mit Heilbutt, Beinschinken und Gruyère. Wer Seezunge liebt, kommt um die – hier von der Küche ausgelöste – klassische »Grenobloise« mit Kapern, Petersil und Zitronenemulsion nicht herum. Das gut aufgestellte Service wurlt nur so herum. Jetzt muss noch gelingen, was in Wien als schwierig gilt – das hiesige Publikum hereinzulocken.
Das Flaggschiff der DO-&-CO-Gruppe ist zugleich eine Art Testbühne für Gerichte, die dann weltweit serviert werden. Sushi, Bouillabaisse, Kalbsbutterschnitzel und Tom Yam Gung sind eine Bank.
Im eleganten Restaurant des 5-Sterners Rosewood treffen Austern, Kaviar und Lobster auf Schnitzel, Steaks und Forelle Müllerin, ein »heimliches« Signature Dish. Grandioser Ausblick über die Dächer Wiens.
Auf der schmalen Terrasse (Reservieren!) lässt sich das bunte Treiben am Stephansplatz trefflich beobachten. DO & CO bürgt für Qualität, in diesem Fall asiatischer Natur. Gute Drinks, abends DJs.
Seit 35 Jahren ist die Vertretung der Marchesi Antinori ein Ort toskanischer Klassik. Stets vorrätig: Bistecca Fiorentina. Jahrgangstiefe bei den hauseigenen Topweinen wie Tignanello oder Solaia.
Normalerweise gehen Wiener kaum in Hotels essen, das Dstrikt ist eine Ausnahme. Gegrillt wird Rind aus Österreich und Japan oder Bison aus Kanada. Legendär: die Weinauswahl mit monatlichen Schwerpunktthemen.
Gute französische Brasserie-Küche im stylischen Ambiente hoch über der Mahü – noch weiter oben lockt die herrliche Dachterrasse mit kleiner Karte, aber umso mehr Aussicht und feinen Drinks.
Auch nach Neuübernahme inklusive Renovierung bleibt man der traditionellen kroatischen Küchenlinie treu. Großartig: Regelmäßig wird hier ein ganzer Thunfisch zerlegt. Außergewöhnlich gute Weinauswahl.
Nicht nur für Aficionados edler Rebensäfte ist das Mast längst ein »Must«. Auch das Essen kann was. Beispiel: Karfiol, Stundenei, Linsen, Cajun. Tipp: die Degustationsmenüs mit Weinbegleitung.
Einer der schönsten Plätze der Stadt. Beuschel, Schnitzel und Co kommen aus der gleichen Küche wie die Speisen im Drei-Sterner oberhalb. Famose Käseauswahl, ofenfrische Mehlspeisen, tolle Terrasse.
Das »Stern« in Simmering mag auf den ersten Blick so aussehen wie ein durchschnittliches Wiener Gasthaus. Doch normal ist hier schlicht gar nichts. Es beginnt schon beim Blick in den Kühlschrank beim Entrée, wo bei den Speisen über die Gasse stets ein Feldhasen-Chili vorrätig ist. Die Spur führt zum ebenso jagd- wie weinverrückten Patron Christian Werner. Zweiter Leidenschaft ist eine Weinkarte mit fast 700 Positionen zu verdanken. Falsch – zwei Weinkarten, je eine für Rot und Weiß. Anderswo hält man Prosecco zum Apéro für das Höchste der Gefühle, hier darf es auch mal Roederer Cristal glasweise zu einem räsonablen Tarif sein. Und nach dem Abgang von Peter Zinter ins Donnerskirchner »Gogosch« die nächste Ungewöhnlichkeit: Der neue Mann am Herd heißt Armin Hagenhenrich und stammt aus Münster. Das ungewöhnliche österreichisch-deutsche Lokal »Die Botschaft« in Kopenhagen hat er konzipiert, im kultigen Berliner »Clärchens Ballhaus« kochte er auch. Jetzt sollte es Wien sein: »Stand schon immer auf meiner Liste. Hier kann man noch was bewegen.« Die Speisekarte will er kleiner machen, um präziser zu werden. Das schmeckt dann so. Wenn Patron Werner 200 Fasane beisammen hat, macht Hagenhenrich daraus 15 Liter Consommé, dazu Dotter und Sherry – schlicht genial. Auch neu: »Bio-Kalbszungensalat« dezent asiatisch mariniert mit Frisée. Neuerdings fix im »Tasting-Menü« (6 Gänge zu freundlichen 95 Euro): Hirn gebacken in herrlich französischer Kaisergranat-Bisque. Und kürzlich auf Facebook avisiert: Schweinsfuß »Pierre Koffmann« – ein legendäres Gericht des Franzosen aus seinem ehemaligen Drei-Sterner in London Knightsbridge. Hagenhenrich hat sichtlich noch allerhand vor.
Hoch über der Stadt beweist auch die Küche Weitblick: Die Gäste am Fenster erfreuen sich sowohl am Menü als auch am À-la-carte-Angebot voller heimischer und internationaler Geschmäcker. Gutes Frühstück!
Der noble Rahmen: 143 Jahre alte Lobmeyer-Luster, Faistauer-Gemälde, Herend-Porzellan und tiefes Grün. Die Küche: große Klassik, etwa Poularde de Bresse mit Blätterteig oder Seezunge à la meunière.
Im Farbleitsystem des Hotel Sacher Wien steht Rot für das wienerische Restaurant im Hause. Mit Opernblick genießt man gebackenes Landei mit Kaviar, geschmorte Rindsroulade, Tafelspitz oder Seezunge.