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All about »Weißweinschorle«: Anekdoten & Tipps

Bei Winzern umstritten, von Daydrinkern gefeiert: Die klassische Weinschorle. Falstaff Chef-Redakteur Ulrich Sauter teilt sein Insider-Wissen über das Kult-Getränk.

Zwar werden es die wenigsten Weinliebhaber oder sogar -kenner gerne zugeben, aber hin und wieder genießen, tun wir sie alle — die Weinschorle, ein Gemisch aus Weißwein und Wasser. Dabei ist sie eigentlich europaweit Kult und ein fester Bestandteil der sommerlichen Trinkkultur.  So ist sie doch bekömmlicher als reiner Wein und lässt diesen in der Hitze nicht allzu schnell zu Kopfe steigen. Bei unseren Schweizer und österreichischen Nachbarn »G'spritzter« genannt, heißt sie ein Land weiter östlich —in Ungarn— »Fröccs« (gesprochen: Frötsch) oder »Spriccer« und wird immer noch verbreitet mit Sprudelwasser aus einem retro Soda-Siphon aufgegossen — also quasi dem Vorläufer des Soda Streams.

Falstaff Wein-Chefredakteur Ulrich Sautter hat seine ganz eigenen Gedanken zu dem erfrischenden Mischgetränk und teilt in den folgenden Zeilen seine persönlichen Anekdoten und Tipps für die Zubereitung einer perfekten Weinschorle:

  1. »Der Einkäufer einer großen  Lebensmittelhandels-Marke hat mir vor zwei, drei Jahren erzählt, dass er stellare Umsatzzuwächse bei fertig gemischter Weißweinschorle habe. Im Tetrapack
     
  2. »Einer der beiden Kaurismäki-Brüder (ich glaube Mika, bin mir aber nicht mehr sicher), soll während seiner Zeit an der Münchner Filmhochschule dafür bekannt gewesen sein, dass er gerne Silvaner mit Eiswürfeln trank. Eine on the rocks Schorle-Variante, aber vermutlich nur für Arthouse-Liebhaber eine Empfehlung.«
     
  3. »Wenn Schorle, dann bitte keinen »Plonk« nehmen, sondern einen soliden, guten Alltagswein, und ein Mineralwasser aus der Glasflasche und mit passender Mineralisierung (etwas Na und Cl darf ruhig sein). Beim Wein gilt es zu beachten, dass die Kohlensäure aus dem Sprudel die Flüchtigkeit und damit die Intensität der Aromen verstärkt. Bukettsorten funktionieren also sehr gut, weil die Verdünnung durch das Wasser zumindest im Duft ein Stück weit ausgeglichen wird. Allerdings verstärken sich auch Weinfehler, wenn man Mineralwasser mit CO2 zugibt.«
Csilla Berdefy
Csilla Berdefy
Portal-Managerin falstaff.de / Redakteurin
Ulrich Sautter
Ulrich Sautter
Wein-Chefredakteur Deutschland
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