Ab 1. Juli 2026: Kölner Dom erhebt Eintrittsgebühr
Ab dem 1. Juli 2026 zahlen touristische Besucher:innen ein Eintrittsgeld für den Kölner Dom. Mit den Geldern will sich die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands ihre Finanzierung langfristig sichern.
Wie im März 2026 angekündigt, ist der Kölner Dom ab dem 1. Juli 2026 für Tourist:innen nur noch mit Eintrittskarte begehbar. Der Besuch der Kirche kostet nun 12 Euro. Ziel ist es, die Finanzierung der Kathedrale langfristig abzusichern. Betende sind von der Gebührenpflicht ausgenommen.
Der Zugang zu Gottesdiensten sowie für Besucher:innen, die im Dom beten möchten, ist weiterhin kostenfrei. Ermäßigte Tickets, beispielsweise für Schüler:innen ab 14 Jahren, kosten die Hälfte.
Freier Zutritt für Betende
Frei zugänglich bleibt der Eingang des Nordportals: Hier können Menschen weiterhin Kerzen anzünden und beten. Auch die Sakramentskapelle bleibt für den kostenlosen Besuch offen. Kinder bis 13 Jahren, Menschen mit Schwerbehinderung und ihre Begleitperson sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins sind auch weiterhin vom Eintrittsgeld befreit.
Hintergrund ist eine wachsende Finanzierungslücke. 2024 beliefen sich die Ausgaben für Betrieb und Erhalt des Doms auf rund 14,2 Millionen Euro, während die Einnahmen bei etwa 14 Millionen Euro lagen – ein Defizit, das künftig ausgeglichen werden soll.
Deutsche Kirchen traditionell frei zugänglich
Der Kölner Dom zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher:innen an. Kirchen sind in Deutschland traditionell frei zugänglich, für zusätzliche Angebote wie Turmaufstiege oder Schatzkammern wird jedoch vielerorts bereits Eintritt verlangt.
Viele andere Bistümer stehen ebenfalls unter Kostendruck, um die architektonisch wertvollen – und daher oft kostenintensiven – Kirchen zu erhalten. Vorerst wollen die meisten jedoch keine Eintrittsgelder verlangen – solange es eben geht.