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Pizza-WM in Neapel: 24-Jähriger aus Ludwigshafen holt den Weltmeistertitel

Pizza
Italien
Deutschland

612 Teilnehmer, 35 Nationen und ein Sieger aus Deutschland. Bei der Pizza-WM in Neapel erfüllte sich Lorenzo Parrotta den Traum vieler Pizzabäcker – obwohl er die Kunst des Pizzabackens nicht einmal hauptberuflich ausübt.

Wer in Neapel einen Pizza-Wettbewerb gewinnt, gewinnt nicht einfach irgendeinen Wettbewerb. In der Stadt, in der die Pizza ihren Ursprung hat und beinahe religiös verehrt wird, sind die Maßstäbe besonders hoch. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg von Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen: Der 24-Jährige darf sich seit wenigen Tagen Weltmeister nennen.

Bei der von der Associazione Pizzaiuoli Napoletani (APN) veranstalteten internationalen Meisterschaft setzte sich Parrotta in der Kategorie »Pizza Contemporanea« durch. Insgesamt traten 612 Pizzabäcker aus 35 Nationen an, um in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis zu stellen. 16 Titel wurden vergeben – einer davon ging nach Deutschland.

Parrottas Siegerpizza hatte mit klassischen Margherita-Klischees wenig zu tun. Seine Kreation kombinierte lila Kartoffelcreme mit frittiertem Wirsing, Thunfischtatar, Pinienkernen und Zitronenkaviar. Eine moderne Interpretation, die handwerkliche Präzision mit Kreativität verbindet und offenbar genau den Nerv der Jury traf.

Alles andere als »classico«

Der Triumph wirkt umso erstaunlicher, weil Parrotta bislang nicht hauptberuflich in der Gastronomie arbeitet. Im Alltag ist er als Chemiearbeiter beschäftigt, die Pizza ist bislang ein Nebenprojekt – allerdings eines, das er mit bemerkenswerter Konsequenz verfolgt. Schon zuvor hatte der Deutsch-Italiener zwei deutsche Meistertitel gewonnen und sich damit einen Namen in der Szene gemacht.

Nach der Siegerehrung zeigte sich der neue Champion entsprechend emotional. Der Weg bis zum Titel sei schwierig gewesen, erklärte er, bevor er seinen Erfolg laut der dpa mit den Worten feierte: »Ludwigshafen, wir sind Weltmeister.«

Ausgeruht wird sich auf diesem Erfolg allerdings nicht. Parrotta verfolgt seit Längerem den Traum vom eigenen Restaurant. Derzeit ist er noch mit einem Food-Anhänger unterwegs, doch der WM-Titel dürfte diesem Vorhaben zusätzlichen Rückenwind verleihen.


Redaktion
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