Wirtshaus D'Feldwies
Eigenbeschreibung
Wirtshaus D’Feldwies – Wo Geschichte lebendig bleibt
Das Wirtshaus D’Feldwies gehört zu den ältesten Gasthäusern rund um den Chiemsee. Seine Geschichte beginnt 1554, als Hans Stoll hier eine kleine Taverne eröffnete. Bauern, Händler, Geistliche und Reisende fanden dort ein warmes Essen und ein Bett, lange bevor in Übersee überhaupt ein weiteres Wirtshaus existierte. So entstand der bis heute bekannte Spruch: Die Kirche steht in Übersee, das Wirtshaus aber in der Feldwies.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus zum Mittelpunkt des Dorfes. Theaterabende, Faschingsbälle, Konzerte, Vereinsfeste – die Feldwies war immer ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen. Besonders der große Saal von 1936 ist bis heute ein echtes Schmuckstück und Schauplatz unzähliger Feiern.
Als das Gebäude in den 1990er Jahren zusehends verfiel, schien das Ende nah. Doch die Menschen aus Übersee und Feldwies wollten ihr Wirtshaus nicht verlieren. 2004 entstand die Wirtshaus AG. Über 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden, zahlreiche Spenden und mehr als 1000 Namensaktien machten möglich, was viele nicht mehr für realistisch hielten: eine komplette Sanierung und die Wiedereröffnung im Jahr 2005.
Heute ist das Wirtshaus D’Feldwies lebendiger denn je. Benedikt und Vincent Gschwendner führen das Haus mit einer Mischung aus Tradition und frischen Ideen. Hochzeiten, Familienfeiern und Firmenveranstaltungen finden im historischen Saal den perfekten Rahmen. Der Biergarten ist im Sommer ein Treffpunkt für Gäste und Einheimische, und Kulturveranstaltungen wie Heimatabende, Theaterstücke und Konzerte haben hier ein Zuhause.
D’Feldwies ist mehr als ein Wirtshaus. Es ist ein Stück Heimat, ein Ort mit Seele und ein lebendiges Kapitel der Überseer Geschichte.