Die positiven Auswirkungen von Urea auf die Haut
Die Beauty-Branche entwickelt sich stetig weiter, in regelmäßigen Abständen finden neue Ingredienzen Einzug in Pflegeprodukte, um die Haut zu verjüngen, zu glätten und zu hydrieren. Dabei sind es oft altbewährte Inhaltstoffe, die die besten Ergebnisse erzielen, so wie der Harnstoff Urea.
Im ersten Moment klingt Harnstoff (auch Urea genannt) nicht sonderlich glamourös, vor allem, wenn man ihn als Pflege im Gesicht verwenden soll. Immerhin gilt Urea als Stoffwechselprodukt des menschlichen Körpers und ist vor allem als Bestandteil von Urin und Schweiß bekannt. Aber es gibt Entwarnung: Für Beauty-Produkte wird nicht etwa echter Urin verwendet, stattdessen greifen Labore auf eine synthetische Herstellungsweise zurück.
So wirksam ist Urea
Warum Urea überhaupt so gerne in Beauty-Produkten verwendet wird, hat einen einfachen Grund: Harnstoff ist ein wahres Multitalent, wenn es um die Pflege der Haut geht. Um gesund strahlen zu können, benötigt diese nämlich einerseits genügend Feuchtigkeit, andererseits muss die Hautbarriere so stark sein, dass freie Radikale keine Chance haben. Weil Urea all diese Vorgaben erfüllt und zusätzlich für ein glattes, ebenmäßiges Hautbild sorgt, ist sie ein beliebter Zusatz für Cremes und sogar Kosmetik-Produkte. Die Urea-Moleküle binden Wasser und speichern sie in den oberen Hautschichten, was sie prall und hydratisiert aussehen lässt. Außerdem haben sie dank ihrer keratolytischen Eigenschaften einen leichten Peeling-Effekt und entfernen sanft abgestorbene Hautschuppen. Insbesondere trockene und empfindliche Hautstellen fühlen sich nach einer Urea-Behandlung spürbar weich an.
Urea wird vornehmlich bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Psoriasis, Ekzemen und Akne eingesetzt, weil sie freie Radikale aktiv bekämpft, die Haut widerstandsfähiger macht und die Regeneration antreibt. Geschädigte Partien können dadurch leichter abheilen.
Urea in der Kosmetik
Zum absoluten Standard gehört Urea als Inhaltsstoff im Bereich der Fuß- und Handcremes, weil es die beanspruchten Partien an den Extremitäten langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt. Aber auch in Bodylotions, Gesichtscremes und insbesondere Gels für die dünne Augen- und Lippenpartie hat sich Harnstoff bewährt. Zudem wird Urea auch im medizinischen Bereich eingesetzt und kann den Juckreiz bei oben genannten Problemen mit der Hautbarriere erfolgreich lindern.