© Bram Naus/Unsplash

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Cyberkriminalität: Geschäftsreisende sind manchmal unachtsam

Die Umfrage »Chefsache Business Travel« zeigt, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter oft nicht ausreichend informieren.

von Alexander Schöpf
28. Oktober 2024

Geschäftsreisende sind ein beliebtes Ziel für Hacker: Ganze 70 Prozent wurden bereits Opfer eines Cyber-Angriffs – 24 Prozent davon sogar mehrfach. Wer regelmäßig geschäftlich reist, ist sich der Bedrohung in der Regel auch bewusst. Wie die Umfrage »Chefsache Business Travel« des »Deutschen Reiseverbandes« (DRV) zeigt, schätzen 60 Prozent das Cyber-Risiko auf Reisen als hoch ein.

Unterstützung durch Geschäftsreisebüros

Umso wichtiger ist es also, entsprechende vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Die am weitesten verbreiteten Regeln zum Schutz vor Cyber-Angriffen sind die Verschlüsselung sensibler Daten und regelmäßige Software-Updates auf beruflich genutzten Geräten. 47 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber entsprechende Vorgaben macht. Auch Schulungen sind ein Mittel, um Mitarbeitende für die Risiken von Cyber-Angriffen zu sensibilisieren. 44 Prozent der Unternehmen schreiben eine regelmäßige Teilnahme vor. Der Bedarf ist jedoch höher: 45 Prozent der Geschäftsreisenden fühlen sich von ihrem Arbeitgeber nur teilweise über mögliche Cyber-Risiken informiert, 13 Prozent sogar kaum oder gar nicht.

»Geschäftsreisende sind ein beliebtes Ziel von Cyber-Kriminellen, da vertrauliche Daten auf mobilen Geräten oft unzureichend geschützt sind. Für Unternehmen ist es daher ein Muss, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Nur so lässt sich das Risiko verringern«, mahnt »Derpart«-Geschäftsführer Thomas Osswald. »Dazu gehören insbesondere Schulungen, um die Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Sinnvoll sind auch klare Regeln, wie sich die Geschäftsreisenden vor Cyber-Angriffen schützen können und sollten. Auch das ist ein Thema, bei dem Geschäftsreisebüros gerne unterstützen können.«

Bestes Mittel: Aufmerksame Mitarbeitende

Ein beliebtes Einfallstor für Hacker sind zum Beispiel öffentliche WLAN-Netzwerke. Dennoch schreiben nur 41 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten vor, diese über ein Virtual Private Network (VPN) zu nutzen. Noch weniger Firmen verbieten ihren Mitarbeitenden die Nutzung privater Geräte für dienstliche Zwecke. 38 Prozent der Unternehmen verfügen über eine entsprechende Richtlinie. Nur 36 Prozent regeln die Vergabe sicherer Passwörter und lediglich 32 Prozent schreiben die Verwendung von Sichtschutzfiltern vor.

Eines der besten Mittel gegen Cyber-Angriffe sind aufmerksame Mitarbeitende. Doch nicht immer achten Geschäftsreisende bewusst auf den Datenschutz. So nutzen 37 Prozent häufig VPN-Verbindungen, 34 Prozent tun dies nur manchmal. Bei der Passwortvergabe gehen 34 Prozent regelmäßig über die Mindestanforderungen hinaus, aber 41 Prozent nur ab und zu. Ähnlich sieht es aus, wenn es darum geht, den Bildschirm in der Öffentlichkeit vor neugierigen Blicken zu schützen. 33 Prozent achten häufig darauf, aber 39 Prozent nur manchmal.


Über »Chefsache Business Travel«

»Chefsache Business Travel« ist eine Initiative von »Travel Management Companies« im »Deutschen Reiseverband« (DRV). Sie will Geschäftsreisen als strategisches Managementthema verankern und den Nutzen eines professionellen Geschäftsreisemanagements in Zusammenarbeit mit den Geschäftsreisebüros auf Entscheiderebene besser bekannt machen. Die DRV-Initiative »Chefsache Business Travel« wird von den Travel-Management-Companies »ADAC Reisevertrieb«, »BCD Travel«, »Derpart Travel Service« und «Lufthansa City Center« getragen.

Für die Studie »Chefsache Business Travel« werden im Auftrag des DRV seit 2012 jährlich Geschäftsreisende befragt. Zuletzt haben 200 deutsche Entscheidungsträger:innen die jeweils mindestens eine Geschäftsreise pro Monat unternehmen, aus Unternehmen aus den Bereichen Handel, Dienstleistung und Industrie an der Online-Befragung teilgenommen.

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