Marc Uebelherr (rechts hinten) und das »Kneipe 80«-Team wollen expandieren.
© Tasteful Hospitality
Einfach, laut, erfolgreich: Wie die Münchner »Kneipe 80« jetzt skaliert
Ein bewusst einfach gehaltenes Gastronomiekonzept geht in die nächste Phase: Die »Kneipe 80« soll künftig auch außerhalb von München wachsen – mit flexiblen Modellen und starkem Partnernetzwerk.
von Brigitte Radl
02. April 2026
Was Anfang 2025 als temporäres Pop-up in der Maxvorstadt gestartet ist, entwickelt sich nun zum Expansionsmodell: Gastronom Marc Uebelherr plant, das Konzept »Kneipe 80« über München hinaus auszurollen. Nach einem zweiten Standort im Glockenbachviertel ist bereits der nächste Schritt fixiert – ein neuer Betrieb in Augsburg. Zusätzlich ist ein temporärer Standort am Tegernsee geplant.
Das Besondere: Die Expansion erfolgt nicht klassisch über Franchise-Strukturen, sondern über Partnerbetriebe. Lokale Gastronomen setzen das Konzept eigenständig um, eingebettet in ein Netzwerk rund um Uebelherr und den Leaders Club.

Reduziertes Konzept als Erfolgsfaktor
Inhaltlich setzt die »Kneipe 80« auf drei Säulen: Musik aus den 1980er-Jahren, ein reduziertes Food-&-Beverage-Angebot und niederschwellige Preise. Der Fokus liegt auf Atmosphäre statt auf komplexer Küche – ein Ansatz, der laut Betreiber schnell umsetzbar und wirtschaftlich effizient ist.
»Mit dem Retro-Konzept bin ich zu meinen Wurzeln als Gastronom zurückgekehrt«, so Uebelherr. »Vor 25 Jahren waren wir genau mit diesem Dreiklang erfolgreich: Musik vom Plattenteller, ein einfaches, erschwingliches F&B-Programm mit internationalem Street Food und sensationell gute Stimmung!«
Expansion ohne starren Masterplan
Die weitere Entwicklung soll bewusst flexibel bleiben. Sechs bis acht neue Standorte sind laut Unternehmen bereits in Planung, mehrere davon könnten noch im laufenden Jahr realisiert werden. Dabei setzt man auf unterschiedliche Formate – von dauerhaften Betrieben bis hin zu temporären Pop-ups. »Wir haben weder Zeitdruck noch einen geografischen Plan für die Expansion. Das Wachstum ergibt sich aus den Partnerschaften«, so Uebelherr.
Die Branche merkt auf, weil das Konzept in wirtschaftlich angespannten Zeiten mit geringem Kapitaleinsatz, klarer Positionierung und hoher Adaptierbarkeit arbeitet.
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