Lohnnebenkosten - Falstaff PROFI

Laut »EcoAustria« könnte der Prozentpunkt langfristig bis zu 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen.

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Beschlossene Sache: Die Lohnnebenkosten sinken ab 2028 um einen Prozentpunkt – reicht das?

Österreich zählt bei den Lohnnebenkosten zu den teuersten Standorten Europas. Der Nationalrat hat nun eine Senkung um einen Prozentpunkt ab 2028 festgesetzt. Das ist ein Signal, das die Wirtschaft lange gefordert hat.

von Katharina Wihan
09. Juli 2026

Österreich liegt bei den Lohnnebenkosten auf Platz fünf innerhalb der EU – rund 29,6 Prozent des Bruttolohns fallen für Arbeitgeber zusätzlich an. Ab 2028 sinkt der Dienstgeberanteil für den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,7 auf 2,7 Prozent. Laut Berechnungen von »EcoAustria« könnte dieser eine Prozentpunkt langfristig 10.000 bis 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen. Für die Gastronomie und Hotellerie, wo Personalkosten einen großen Teil der Betriebsausgaben ausmachen, bedeutet das konkret: Ein Betrieb mit zehn Mitarbeitern bei einem Durchschnittsbruttolohn von 2.700 Euro spart künftig rund 3.800 Euro pro Jahr, ein Betrieb mit 100 Mitarbeitern bei einem Durchschnittslohn von 2.800 Euro bereits knapp 40.000 Euro jährlich.

Frau mit Bargeld - Falstaff PROFI
Laut WKO spart ein Kleinbetrieb mit drei Mitarbeitern durch die Senkung künftig rund 1.090 Euro pro Jahr. | © Shutterstock.com/Andrii Iemelianenko

Kleine Änderung mit großer Wirkung? 

Die Senkung ist eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer. Für die Branche, die gleichzeitig mit Fachkräftemangel und steigenden Kosten kämpft, ist es eine willkommene Entlastung. Ob ein Prozentpunkt reicht, um den Standort Österreich nachhaltig wettbewerbsfähiger zu machen, bleibt offen. Weitere Schritte, so die WKÖ, seien jedenfalls erforderlich.

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