»Delivery Hero«-CEO Niklas Östberg
© Delivery Hero
»Delivery Hero« entlässt über 300 Mitarbeitende in Berliner Zentrale
Zudem werden in Taiwan und in der Türkei zwei Entwicklerstandorte geschlossen.
von Alexander Schöpf
18. Dezember 2023
Der Essenslieferdienst »Delivery Hero« lässt kurz vor Weihnachten noch mit einer Hiobsbotschaft aufhorchen: Wie das Unternehmen heute, Montag, mittgeteilt hat, kommt es zu einem weiteren Stellenabbau in der Berliner Zentrale. Und dieser soll recht massiv ausfallen. Schon im Jänner hatte »Delivery Hero« 156 Mitarbeiter:innen in Berlin entlassen, was damals rund vier Prozent der Mitarbeitenden in der Zentrale entsprach.
Über die genau Zahl der entlassenen Mitarbeiter:innen macht der Zustelldienst keine Angaben, außer dass der gesamte Stellenabbau im Jahr 2023 rund 13 Prozent der Belegschaft betrifft. Ausgehend davon, dass die vier Prozent 156 Mitarbeiter:innen entsprachen, wird die aktuelle Kündigungswelle mindestens 300 Menschen betreffen. Neben der Stellenstreichung in der Berliner Zentrale wird es zudem die Schließung zweier Entwicklerstandorte in Taiwan und Istanbul (Türkei) geben.
»Delivery Hero«-CEO Niklas Östberg schreibt in einem Post auf LinkedIn, dass, um in einem zunehmend herausforderndem Umfeld wirtschaftlich nachhaltig und profitabel zu agieren, die Effizienz innerhalb der gesamten Organisation erhöht werden müsse. Dazu gehöre auch der Abbau von Stellen und die Schließung von Unternehmenszweigen. Diese Entscheidungen hätten nichts mit der »tollen Arbeit«, die die Mitarbeiter:innen in den vergangenen Jahren geleistet haben, zu tun. »Wir sind extrem stolz darauf, was unsere Mitarbeitenden erreicht haben und dankbar für die harte Arbeit, die sie geleistet und das Engagement, das sie gezeigt haben«, so Ostberg. Ihm sei bewusst, dass dies eine sehr belastende Situation für die Mitarbeitenden sei und er unterschätze auch nicht die Auswirkungen, die dies auf die Belegschaft habe.
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