Danilo Iavernaro, F&D Manager im Hilton Vienna Park, fühlte den Teilnehmern – hier Manuel Kadlec – mit Fragen auf den Zahn.

Danilo Iavernaro, F&D Manager im »Hilton Vienna Park«, fühlte den Teilnehmern – hier Manuel Kadlec – mit Fragen auf den Zahn.

© Roland Graf

Dreikampf der Wiener Hiltons: Talente mixen den »50 Jahre-Cocktail«

Wie packt man fünf Jahrzehnte Hotel-Geschichte in einen Drink? Für das Jubiläum des »Hilton Vienna Park« suchte man die Antwort intern: Sechs Bartender begaben sich auf die Nachfolge von »Piña Colada«-Erfinder »Monchito« Marrero Perez.

von Roland Graf
27. August 2025

Park, Plaza, Waterfront – die Kurznamen der drei Wiener Häuser der »Hilton Hotels & Resorts properties« sorgten für Sportsgeist in der »Selleny’s Bar«. Denn im »Hilton Vienna Park« mixten die Talente nicht nur um die Ehre ihres Hauses, sondern auch darum, wer den Drink zum großen Jubiläumsfest »50 Jahre Hilton in Österreich« kreieren darf. Norbert B. Lessing (Area Manager Hilton Österreich, Tschechien und Kroatien) erinnerte zum Start des Dreikampfs an den berühmtesten Cocktail der US-Kette: die Kreation der »Piña Colada« durch Ramón »Monchito« Marrero Perez 1954 im Hilton Puerto Rico. Einen ähnlichen Erfolg wünschte er den Kreationen – basierend auf »Lillet« – der jungen Mixologen: »Indem wir aufstrebenden Talenten eine Bühne bieten, hebt Hilton die Kreativität und das Potenzial seines Teams hervor«.

Promi-Jury und viele Beeren

Gefragt waren regionale Aromen und internationale Raffinesse, für die es Punkte in fünf Kategorien zu holen gab. Das Können der Talente bewertete eine gemischte Jury aus Gastronomen, Bar-Autoren und Prominenten – u. a. kosteten Luigi Barbaro jun. (»Regina Margherita«), Musical-Sängerin Missy May und Tänzerin Conny Kreuter mit. Für Falstaff PROFI nahm Chefredakteur Roland Graf an der Suche nach dem besten Drink teil.

Den Auftakt machte die Lokal-Matadorin Mihaela Ivanova Dinkova; die Barchefin der »Selleny’s« legte mit dem »Spirit of Hilton« eine Beeren-starke Interpretation vor. Handwerklich clever verlängerte Denis Adrian Feraru dann seinen Drink: Soda und Schlumberger-Sekt machten den »Golden Legacy« des erst seit vier Monaten im Hilton Vienna Park tätigen Feraru zu einer »Bellini«-artig frischen Angelegenheit. »Very Berry« war dann zugleich Name wie Programm des Beitrags von Florian Lahner. »Die Beeren dazu wachsen 100 Meter entfernt auf der Donauinsel«, punktete der Mann aus dem »Hilton Waterfront« auch bei der Rubik Nachhaltigkeit.

Flüssiger Strudel holt Sieg

Mit »The Hill of Sissi« brachte „F&B“-Trainee Wouter Sillessen dann eine Hommage auf die Bar, die aromatisch auch die »bitteren Momente des Lebens“ in einen Drink integrierte. Eigener Honig-Sirup des aus Nijmegen nach Wien gewechselten Teilnehmers stellte eine Hauptzutat dar. Eine frische Variante, die mit Lemon-Lime-Cordial, Holunderblüten-Sirup und Bitter Lemon gemixt wurde, hatte Manuel Kadlec aus dem »Plaza“ am Start. Der Chef de Rang erntete auch einen kollektiven Lacher für seine Inspiration: »Der Drink soll an die Eleganz mancher Bezirke Wiens« erinnern.

Als letzter und eloquentester Teilnehmer machte dann Jonathan Seeger das Rennen. Er servierte einen »Liquid Strudel«. Mit einer Dosis »Havana Club« verhinderte der Kandidat aus dem Hilton Waterfront zu viel Süße bei seinem vom Wiener Apfelstrudel inspirierten Cocktail. »Der soll auch im Winter getrunken werden können«, ließ er auch bewusst einen Filler weg. Der mit einer Apfel-Zimt-Infusion versehene Drink wird nur mit etwas Soda getoppt. Seegers flüssiger Apfelstrudel hat schon demnächst seinen großen Einsatz: Beim Jubiläumsfest des Hilton Vienna Park am 24. September soll der »Liquid Strudel« des F&B Trainees in Massen fließen. Weshalb es ihn auch in einer alkoholfreien, aber nicht weniger wienerischen Variante gibt.

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