Feiern die Genüsse der Steiermark: (vorne v.l.) Philipp Ernst, Hannes Zeichen, Katrin Hohensinner-Häupl, Julia Fandler, Katharina Retter, Sonja Tösch, Andrea Hörzer, Maria Schmidt, Max Maierhofer, (hinten) Reinhard Jagerhofer, Erich Rösch, Stefan Schindler, Nina Darnhofer, Astrid Steharing-Staudinger
© 5komma5sinne/Jürgen Fuchs
G’schmackige Tourismus-Werbung: Die Oststeiermark in drei Cocktails
Zum zweiten Mal erfolgte der Auftakt des »Steiermark-Frühlings« besonders genussvoll: Regionale Produkte wurden zu Cocktails samt Barfood, diesmal von »Josef«-Bar und dem Restaurant »Kutsch«, veredelt.
von Roland Graf
09. April 2026
Dass man Leberkäse wie Curry-Wurst servieren kann, war eine der Überraschungen beim Oststeiermark-Abend in der Wiener »Josef«-Bar. Zum zweiten Mal hatten Andrea Hörzer-Ernst und Philipp M. Ernst Genüsse aus ihrer Heimat als Basis von Cocktail-Kreationen verwendet. Damit wird der Slogan der Region (»Einfach kOSTbar«) in der Hauptstadt erlebbar – bewusst am Vorabend des größten Pop-up-Restaurants Österreichs, dem »Steiermark-Frühling«. In gewisser Weise kehrt das Festival damit zu seinen Wurzeln zurück. »Begonnen hat das ja als unser Stammgäste-Fest«, erinnerte Tourismus-Geschäftsführer Stefan Schindler die Gäste, ehe die 2026er Cocktails vorgestellt wurden.

Forelle und Gimlet sind Freunde
Neu bei der von »5,5 Sinne« orchestrierten Kooperation ist heuer die Einbindung eines kreativen Kochs, der ein neues Level einbrachte. »Es würde etwas fehlen, wenn man das eine oder das andere genießt«, streute Philipp M. Ernst seinem kulinarischen Kompagnon Maximilian Maierhofer aus dem »Kutsch« in Währing Rosen. Vor allem bei der nur kurz geflämmten Forelle (von »Jobi-Fischgenuss«) zum Gimlet mit Leindotter-Öl zeigte sich das Zusammenspiel kongenial. Der eingelegte Fenchel setzte zum Drink Akzente wie ansonsten nur Perlzwiebel bei einem »Gibson«.
Fehlen durfte auch der steirische Apfel nicht. Er stammte von »Frutura« und kam auf einer Tarte Maierhofers mit Tannenwipfel-Eis zu den Gästen. »Wir teilen dasselbe Produktverständnis«, hat die Zusammenarbeit »Max« Maierhofer ebenfalls viel Spaß gemacht. Denn auch hier ging das Zusammenspiel mit den herb-fruchtigen Noten des Drinks (»East 3«) auf: Birne-Quitte-Saft vom »Obsthof Retter« kam in zwei Varianten zum Einsatz, als Cordial und Espuma – dem »Josef«-typischen Schäumchen.

Urlaubsvorgeschmack an der Bar
Wien als »wichtiger Zielmarkt« (© Stefan Schindler) wird so sehr genussvoll auch auf zwei Jubiläen der Region aufmerksam gemacht: 40 Jahre feiert die Apfel-Straße, sogar 100 Jahre begeht die Ölmühle von Julia Fandler. Ob es auch das Philipp Ernsts »Camelini« geben wird? Der Name begeisterte die Steirerin jedenfalls. Und auch »Österreich Werbung«-Chefin Astrid Steharnig-Staudinger unterstrich mit ihrem Besuch die Wichtigkeit der Initiative des Tourismusverbands Oststeiermark.
Tatsächlich eröffnen die heimatlichen Zutaten auch neue Optionen für die Bar. Aronia-Beere etwas sorgte als Ersatz der üblicherweise verwendeten Zitrussäfte in der Abwandlung des »Whiskey Sours« für die Säure-Komponente. Und zusammen mit Roten Rüben ergab sie mit David Gölles‘ »Alois I« einen genuin steirischen Cocktail. Und genau darum ging es bei dieser trinkbaren Tourismus-Promotion ja!

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