Star der Küche: Koch-Roboter »Horsty« erklärt von Marco Trupp, CO-Geschäftsführer »FHE Gastro«.
© Roland Graf
Next Level Cooking mit Robotik & KI: Die Küche von morgen denkt mit
In Profiküchen verteilen sich die Rollen neu: Mensch, Mechanik und Elektronik bilden ein kraftvolles Zusammenspiel. Mit innovativen Eigenentwicklungen und starken KI-Partnern öffnet »FHE Gastro« ein Fenster in die Zukunft.
von Roland Graf
07. Februar 2026
Die heurige »Alles für den GAST« hatte einen klaren Star. »Horsty« wollten alle bei der Arbeit sehen, sobald sich auf der Salzburger Messe rumgesprochen hatte, dass dieser Koch ohne Pause arbeitet. Denn von den Möglichkeiten der Robotik in der Küche zu hören, ist eine Sache. Horsty in Aktion zu sehen, lässt einen die Zukunft der Küche aber ganz anders erleben. Vor allem aber baute der Star von »FHE Gastro« auch gleich Vorurteile ab. »Selbstverständlich kann weiter mit regionalen Zutaten gearbeitet werden«, erläuterte Marco Trupp die Möglichkeiten. Denn hinterlegt sind in der Datenbank des elektronischen Kochs nur die Rezepturen, die Zutaten können auch aus dem eigenen Restaurant-Garten stammen.
Entlastung und Ergänzung
Es geht in der Automatisierung auch nicht um das Ersetzen menschlicher Kreativität am Herd. Denn Ausgarnieren kann Horsty nicht. Umgekehrt muss man keine Zeit verlieren, wenn es um eine Sauce geht oder ein Boeuf Stroganoff perfekt gegart werden soll. Die vorhandene Küchenmannschaft bestmöglich zu entlasten, ist das Gebot der Stunde. Als Alternative bleibt sonst auch Spitzenbetrieben mangels Personal nur, Tiefkühlkost zu finalisieren – was weder mit Kochethos, noch Gäste-Erwartung zu vereinbaren ist.
Horsty hingegen kocht nicht nur frisch, er ist dank vielsprachiger Menü-Führung auch von Saison-Kräften aus dem Ausland zu bedienen. Gleiches gilt für die Schank-Automaten, die auf der GAST präsentiert wurden. Sie können die beliebtesten Mischgetränke (wie den »Spritz« oder »Gin&Tonic«) in gleichbleibender Qualität – und ohne Schwund! – zubereiten. Praktischer Doppelnutzen: »Für Hotels gibt es sie auch in einer Version für das Self-Service der Gäste«, so Trupp. Womit man Personal mit unproduktiven Stehzeiten, etwa an (Pool-)Bars mit variabler Frequenz von vornherein vermeidet.

Zusammenarbeit mit Partnern
Bei »FHE Gastro« hat man früh auf die Möglichkeiten der Automation gesetzt, vor allem aber davor einen Marktüberblick erstellt. So hält es das Vorarlberger Unternehmen seit Jahrzehnten. »Wir sind nicht auf Küchenblöcke oder Outdoor-Küchen spezialisiert, sondern bieten alles an«, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Marco Trupp. Daher ist man Hersteller-unabhängig unterwegs und kann die besten Partner für die Profiküche finden. Dazu gehören Kombidämpfer von RATIONAL ebenso wie Kälte- & Wärmetechnik von IDEAL AKE oder die Lösungen fürs Kochen, Speisenvorbereitung, Abfalltechnik und Profi-Spüler von Hobart.
Wo die Man-Power rar ist, lässt sich das dank der Partner bereits in der Planung berücksichtigen. Etwa mit einer Untertisch-Spülmaschine der neuen Generation. Spülen und Polieren ist in der Kombi-Lösung von Hobart, die FHE anbietet, möglich: Besteck steht dabei aufrecht in einem Spülköcher und ist schneller wieder einsetzbar – etwa für große, mehrgängige Menüs.
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