Coole Destinationen boomen: Der Norden punktet mit kühlem Charme in Sommern mit 35 Grad und mehr.
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Sieben Trends für 2026: Diese Entwicklungen prägen das Gastgewerbe
Was bringt das neue Jahr? Unsere Übersicht quer durch die Betriebstypen schafft Vorsprung. Ein Service für alle, die keine verrückten Eintagsfliegen suchen, sondern wirklich wissen wollen, was 2026 relevant ist – und Umsatz verspricht.
von redaktion
23. Dezember 2025
Text Nicola Afchar-Negad, Isabella Kitzwögerer, Roland Graf
1. Gegen 35 Grad: »Coolcation« boomt
Hitze vermeiden alias »Coolcation« (Kofferwort aus »cool« und »vacation«) liegt im Trend. Bei AUA und Lufthansa kann man den Trend am Flugplan erkennen: Mit Sommer 2026 fliegt die AUA etwa Bergen an, ab Frankfurt geht’s neu nach Trondheim. Die internationalen Sommerankünfte in Norwegen, Schweden und Dänemark lagen schon im Vorjahr um 23,9 % höher als 2019. Für Hotels im Alpenraum bedeutet das, in der Kommunikation gezielt naturnahe, entspannte Sommererlebnisse und moderate Temperaturen hervorheben. Ein Thema für Social Media und Urlaubspackages ist gefunden!
2. Proteinreiche Kost: Eier & Steaks, bitte!
Der Siegeszug der Abnehmspritzen (wie Ozempic) bringt auch komplett neue Ernährungsbedürfnisse hervor. Hatten Restaurants – vor allem in den USA – befürchtet, dass nur mehr Mini-Portionen bestellt würden, ändert sich die Empfehlung: Anstatt 15 % sollen 30 % der täglichen Kalorien aus Proteinen stammen, raten Ärzte. Nur so lässt sich der Muskelverlust durch die radikale Abnahme verhindern. Eiergerichte sind da entscheidend, aber auch Fleisch mit wenig Fett, Fisch und Tofu begeistern die »Ozempics«. Ironie schwingt dabei schon mit: Nach dem Abnehmen ist ausgerechnet Steak angesagt.

3. Tequila: Europäische Agave kommt
Als nahezu einzige wachsende Spirituosen-Kategorie hat Tequila ein Problem: Er darf nur in Mexiko erzeugt werden. Dabei gäbe es auch in Europa Agaven. Nach zarten Anfängen von Agalìa in Sizilien folgt das erste Weingut in Frankreich. Maxime Chapoutier vom gleichnamigen Weingut an der Rhône wählte für seine Agaven eine sehr trockene Lage aus. Bis zum Destillat wird es aber noch Jahre dauern. Inzwischen veredeln Erzeuger Agavenwein aus Mexico – etwa die »Distillerie de Paris« oder die deutsche Marke »Selva Negra«. Hinter ihr steht mit Florian Faude ein renommierter Brenner vom Kaiserstuhl.
4. Exotisches Erlebnis: Einkaufen im Supermarkt
Nicht jede Stadt verfügt über einen pittoresken Wochenmarkt oder eine Food-Hall, doch auch lokale Supermärkte können faszinieren. Sie werden zunehmend Teil der Reise-Erfahrung, nicht nur bei Bed & Breakfast-Touristen. Anbieter bauen den Besuch zusehend in ihr Programm ein. Die Fahrrad-Tour von »Zona Bici« in Santo Domingo endet beim lokalen Greissler (»Colmado«). In Kyoto ist die Supermarkt-Tour Beginn des »Donburi«-Koch-Kurses und »BiteSized Iceland« bietet einen anderen Blick auf die Stadt Reykjavik. Praktisch: Man erlebt den Alltag mit und die Souvenir-Suche ist auch schnell erledigt.

5. Virtual Reality: Meta-Trips machen Gusto
In Wien zeigt die Virtual Reality-Ausstellung »Machu Picchu: Reise zur verlorenen Stadt«, wie stark immersives Erleben wirkt. Doch Tourismusanbieter setzen auf VR: Hotels wie »Soneva Fushi« (Malediven) nutzen virtuelle Rundgänge, um Gästen via Datenbrille vorab ein Raumgefühl zu geben. Die Österreich Werbung setzt VR-Erlebnisse wie virtuelle Ballonfahrten ein. Ganze Hotels werden aber auch als digitale Zwillinge begehbar. Der Trend ist angesichts reisender Generationen mit Digital-Skills klar: Laut ResearchGate bevorzugen 67 % der Gäste Hotels mit virtuellen Rundgängen.
6. Hotel-Nutzung für Externe: Umsatz rauf!
Hotels öffnen ihre Lobbys und Restaurants. Diese werden zu »Revenue-Hubs«, in denen Gäste arbeiten und Kultur genießen. Der Vorreiter »CitizenM« steigerte mit Tages- oder Abo-Pässen Auslastung und F&B-Umsätze. In Wien öffnen bereits die »Schani Hotels« Lobbys für Co-Working. Abends erfüllen Events dieses Konzept: Das »Palais Hansen« in Wien lädt mit seinen »Palace Nights« zum exklusiven After-Work, der »The Book Club« im »Coccodrillo Berlin« schmeißt 30 Minuten-Konzerte im Library-Raum des Restaurants. Der Lohn sind Umsätze durch Tagespässe und verlängerte Aufenthalte.
7. Snaquiri & Mini-Tini: Cocktails im Kleinformat
Die Wiener Bar »Truth&Dare« war wohl der Zeit voraus: Ihr »Mini der Woche« war aber als Kost-Portion neuer Cocktails gedacht. Nun bringen Bars aber regulär ganze »Mini-Menüs« zum Gast. Der »Minitini« mit nur 2 cl Gin im »Talat-Market« (Atlanta) ist ein Beispiel dafür. In der New Yorker »Bar Snack« erklärt Iain Griffiths die Logik hinter seinem »Snaquiri« so: »Die kleineren Angebote sind kein Ersatz für die Drinks, eher eine Ergänzung«. Clever dabei: Mit Pre-Batching und niedrigem Alkohol lässt sich auch in Lokalen, die keine klassische Bar sind, eine junge, kostenbewusste Klientel abholen.

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