4-Tage-Woche, Dienstwohnungen oder Benefits sprechen für den Arbeitgeber.

Die Sommersaison 2023 bringt optimistische Stimmung in die Branche.

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Tourismus-Studie: Sommersaison 2023 verspricht der Branche Zuversicht

Geht es nach der Umfrage des Market-Instituts im Auftrag der WKÖ-Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, ist die Stimmungslage unter den österreichischen Gastronomie- und Hotelleriebetrieben grundsätzlich optimistisch. Teuerungen und Arbeitskräftemangel belasten aber weiterhin die Branche.

von redaktion
15. August 2023

Knapp 80 Prozent der Betriebe würden mit Zuversicht auf die Sommersaison 2023 blicken, so ein Ergebnis der von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) vorgelegten Market-Tourismus-Studie. Auch mit dem bisherigen Verlauf sei man spürbar zufriedener als im Vorjahr. Nächtigungen, Buchungslage und Stimmung unter Gästen und Betrieben zeichnen ein grundsätzlich positives Bild. Allerdings: Einen unwetterbedingten Nachfragerückgang spüren derzeit auch Betriebe in Regionen, die nicht von den Unwettern betroffen waren. »Es ist nun wichtig, unseren Gästen ganz klar zu kommunizieren, dass einem erholsamen Urlaub in der Steiermark und Kärnten nichts entgegensteht«, machen Hotellerie-Obmann Hans Spreitzhofer und Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie, in einem Online-Beitrag der WKO klar.

»Die Tourismuswirtschaft ist eine der am stärksten wachsenden Zukunftsbranchen, die vielfältige Beschäftigungsfelder und spannende Karriere- und Spezialisierungsmöglichkeiten bietet.«
Hans Spreitzhofer, Hotellerie-Obmann

Teuerung macht sich bemerkbar

Spreitzhofer warnt zudem vor vorzeitigem Jubel, der Teuerungen und Konjunkturabschwung wegen: »Vor allem die seit vielen Monaten erhöhten Preise für Energie und Lebensmittel stellen unsere Betriebe vor große Herausforderungen.« Mit Energiesparmaßnahmen oder Preisvergleichen bei Lieferant:innen versuchten die befragten Betriebe den erhöhten Kosten entgegenzuwirken, aber nur jeder zehnte Betrieb konnte die Kosten voll weitergeben. Auch weil die gestiegene Preissensibilität der Gäste verstärkt spürbar ist, wie Pulker ausführt: »Die Geldbörse sitzt bei Gästen deutlich weniger locker als vor der Teuerungswelle, die Anzahl der Besuche in Hotels und Gastronomie wird eingeschränkt und auch beim Trinkgeld regiert der Sparstift.«

Lösungsansätze

Von der Regierung erwarten sich die befragten Unternehmen mehr als noch im Vorjahr. Spreitzhofer und Pulker fassen die Anliegen der heimischen Betriebe zusammen: »Ganz oben auf der ›To-do-Liste‹ bleiben die Senkung der Lohnnebenkosten und Steuererleichterungen rund um die Betriebsübergabe.« Ebenso eine unbürokratische Beschäftigungsmöglichkeit von Aushilfen wünsche sich die Branche, genauso wie steuerfreien Prämienzahlungen an Mitarbeiter:innen. Auch die Suche nach Arbeitskräften bleibt ein dringliches Thema in der Branche, wenngleich aktuell etwas weniger Betriebe nach neuem Personal suchen. Darüber hinaus erfreulich: der hohe Anteil an Stamm-Mitarbeiter:innen. »Jeder zweite Betrieb hat einen Stamm-Mitarbeiter:innen-Anteil von zumindest 80 Prozent der Belegschaft«, zitiert Pulker die Market-Ergebnisse. Das zeigt sich auch beim innerbetrieblichen Engagement für die eigenen Mitarbeiter:innen, die Branche ist weiter mitarbeiter:innen-orientierter geworden.

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