Marco Gatterer & Mario Naschenweng, Falstaff PROFI

»M&M« als Doppelspitze im »Schwarzen Adler«: Marco Gatterer und Mario Naschenweng.

© Klarafotografie

Weil es läuft: »Schwarzer Adler« in Jochberg holt Marco Gatterer

Herd-Rochade in Tirol: Aus dem Kitzbüheler »Berggericht«, für das er heuer einen Michelin-Stern erkocht hat, wechselt Marco Gatterer nach Jochberg. Damit verstärkt sich das Kochteam des vor sechs Wochen neu eröffneten Gasthofs.

von Roland Graf
17. Dezember 2025

Es ist noch nicht lange her, dass die »MEZGa«-Gruppe um Klaus Pinter das 1482 gegründete Wirtshaus übernommen hat. »Mehr Tirol geht kaum« schrieben wir damals zur Wiederbelebung des Jochberger Lokals, in dem Andreas Hofer ebenso speiste wie Kaiser Franz Josef. Und in gewisser Weise bleibt Pinter auch beim Ausbau des »Schwarzen Adler« Tirol treu. Denn wie PROFI exklusiv erfuhr, wechselt einer der bekanntesten Köche des »Heiligen Lands« an den Herd des »Adlers«. Der 36-jährige Marco Gatterer kommt aus Kitzbühel, wo er die letzten Jahre das umgebaute »Berggericht« zu kulinarischen Höhen (ein Stern; 95 FALSTAFF-Punkte) führte.

Start mit Weihnachtsmenü

Ab Weihnachten schon wird es zusätzlich zur bisherigen Speisekarte ein Signature-Menü von Marco Gatterer geben. Damit verstärkt sich das Jochberger Wirtshaus an der Küchenspitze massiv. Denn auch der bisherige Küchenchef Mario Naschenweng wird als Executive Chef weiter an Bord bleiben. Parallel dazu wird sich der gebürtige Kärntner auch dem Geschäft des Mutter-Unternehmens »MEZGa« widmen und so zum Beispiel die Catering-Agenden betreuen. Wie berichtet, sieht die als »modernster Fleisch-Online Store im deutschsprachigen Raum« konzipierte Firma das Traditionsgasthaus als lebendigen Schauraum für seine Premium-Fleischwaren. »Wir wollen unseren Anspruch an Qualität weiterhin ausbauen und haben mit Marco Gatterer nun einen der besten Köche im Alpenraum an der Seite von Mario Naschenweng«, freut sich Geschäftsführer Klaus Pinter.

Einen generellen Schwenk in Richtung Fine Dining will man aber nicht vollziehen: »Es wird weiterhin klassische Speisen, so wie das Wiener Schnitzel vom Kitzbühler Bio-Kalb geben«, verspricht Neuzugang Gatterer. Bei Interpretationen der Gerichte soll es aber auch kreative Inszenierungen geben. »Wir werden weiterhin höchste Qualität zum fairen Preis anbieten« gibt auch Eigentümer Klaus Pinter den Stammgästen Entwarnung.

Mobiles Konzept am Start

Was den Web-Shop von »MEZGa« betrifft, hat man dessen Launch auf 1. März 2026 verschoben. Mit eine Grund ist der über die Erwartungen angelaufene Betrieb des Gasthauses: »In der Wintersaison ist unser »Schwarzer Adler« vollständig ausgelastet, wir wollen daher allen Fokus auf das Wirtshaus richten und im Frühjahr den nächsten Schritt gehen«, erklärt Geschäftsführer Klaus Pinter. Dafür hat man das Angebot noch einmal erweitert: Neben der Belieferung von Endkunden mit Fleisch höchster Güte wird es auch ein eigenes Streetfood-Konzept geben. »Ein eigens gebauter Foodtruck und der Profigrill »Robatayaki« von Jörg Bruch werden hier die Hauptrolle spielen«, gibt Projektleiter Mario Naschenweng einen Vor-Geschmack. Und wenig überraschend wird auch dieses Edel-Teil in Tirol geschmiedet!

Die »MEZGa«-Macher: Investor Klaus Pinter, Fleischer Friedrich Rumpold und Hannes Hönegger (v.l.n.r.).v | © Roland Graf

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