Eveline Wild, Mathias Ludwig, Johannes Warmuth, Lothar Buss und Luzia Kranz © Chocolate Akademie Köln/Nico Kleemann

Eveline Wild, Mathias Ludwig, Johannes Warmuth, Lothar Buss und Luzia Kranz © Chocolate Akademie Köln/Nico Kleemann

Wiener Berufsschullehrer gewinnt bei »World Chocolate Master Central«

Johannes Warmuth hat sich den »Austrian & German Chocolate Master«-Titel gesichert und darf jetzt zum Weltfinale 2026, wo die besten Chocolatiers gegeneinander antreten.

von Alexander Schöpf
13. November 2024

Der Kärntner Chocolatier, Wiener Berufsschullehrer und Unternehmer Johannes Warmuth hat beim »World Chocolate Master Central Europe« eine beeindruckende Leistung gezeigt und sich den Titel des »Austrian & German Chocolate Master« gesichert. Mit dem diesjährigen Thema »Play« wurden Kreativität und spielerische Konzepte gefordert – eine Herausforderung, der sich Warmuth mit Liebe zum Detail und Einfallsreichtum annahm und dabei seine Wahlheimat Wien und den berühmten »Tiergarten Schönbrunn« als Inspiration nutzte.

Beeindruckte Jury

In der ersten Aufgabe »Share the Fun« kreierte er den »Schönbrunner Hazelnutkiss«, einen Puzzle-Kuchen mit sechs ineinandergreifenden Teilen. Die Kreation war gekrönt von einer Schokoladen-Platte mit einem Chamäleon in Bronzeoptik, die die Jury mit einem Aroma aus Mandarine, feiner Schokolade und knusprigem Haselnusskern beeindruckte und dem Berufsschullehrer Bestnoten bescherte. In der zweiten Kategorie, der Pralinen-Challenge »Play«, ließ sich Johannes Warmuth vom klassischen Spiel »Tic Tac Toe« inspirieren. Er entwickelte Pralinen mit Spielstein-Optik: Jede Praline zeigte auf der einen Seite einen Vogel, auf der anderen ein Chamäleon und bot so eine spielerische Kombination aus Optik und Geschmack, die die Jury erneut begeisterte.

Die dritte Kategorie, das »Showpiece«, stellte höchste handwerkliche Ansprüche. Warmuth schuf ein spektakuläres Chamäleon-Terrarium aus Schokolade, das ohne zusätzliche Stützen oder Materialien auskam und die lebendige Szene eines Terrariums einfangen sollte. Die innovative Konstruktion und die künstlerische Umsetzung verhalfen ihm zu einem weiteren Sieg und dem Sonderpreis für das beeindruckendste Schaustück des Wettbewerbs. In der vierten Aufgabe »Pastry Play« präsentierte der Kärntner ein Dessert der Extraklasse, eine raffinierte Komposition aus Kirsche, Pinienkernen, Portwein und Schokoladenmousse. Besonders innovativ war der Einsatz einer speziellen Folie, die die Schokolade in Regenbogenfarben schimmern ließ – ein subtiler Hinweis auf das Chamäleon-Thema. Auch hier überzeugte er die Jury mit seinem harmonischen Zusammenspiel von Aromen, Perfektion und Sauberkeit in der Ausführung.

Auf zum Weltfinale

Am letzten Tag des Wettbewerbs präsentierten die Finalisten ihre Gesamtideen und Konzepte. Warmuth betonte dabei den Einsatz regionaler Rohstoffe wie Kärntner Milch und Marchfelder Safran, die er geschickt in seine Schokoladenkunstwerke integrierte. Durch diese regionale Verbundenheit und seine Hommage an den »Tiergarten Schönbrunn« brachte er Österreich mit Stil und Authentizität in den Wettbewerb ein und beeindruckte die Jury nachhaltig.

Mit seinem Sieg beim »Central European Chocolate Master« hat sich Johannes Warmuth für das Weltfinale 2026, bei dem die besten Chocolatiers weltweit gegeneinander antreten werden. Der »World Chocolate Masters« zählt zu den prestigeträchtigsten Schokoladen-Wettbewerben weltweit, bei dem Spitzen-Chocolatiers aus insgesamt 18 Regionen ihr Können zeigen.

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