"Barrierefrei" Heurige in Wien
Dass seine Weine Weltklasse sind, ist bekannt. Weniger bekannt: Alle Weine von Fritz Wieninger sind biodynamisch. Weltklasse ist auch die Lage der Buschenschank mit einem der spektakulärsten Blicke über die Stadt und das Buffet. Tipp: Tagesteller und Veganes.
Beim Wieninger stimmt alles. Der begrünte Hof und rustikale Stuben laden zum Verweilen ein, das Buffet ist bestens aufgestellt. Schnitzel und Cordon bleu gibt’s auch. Dann sind da noch die Weine, auch Großflaschen (»Grand Select«). Dazu? Die »Winzerkönig«-Platte!
Das Motto: »Sievering ist super« wird von der Familie Kroiss mit Lebensfreude, hausgemachtem Essen und ebensolchen – stets feinen – Wiener Weinen erfüllt. Im Betrieb vom alten Schlag zählt echtes Essen, echter Wein, echtes Geld. Und natürlich: echte Menschen.
Großartige Küche, große Weine, alles bio. Die Weißen leichtfüßig, klar, trocken; die Rotweine stets mehr elegant als wuchtig. Geführte Weingartenwanderungen, exklusive Kellerführungen, kommentierte Verkostungen. Toller Verkostungsraum und großer Gastgarten.
»Herrgott aus Sta« ist eines der bekanntesten Lieder des legendären Karl Hodina. Er trat hier schon als kleiner Bub auf – und zu seinen Ehren erhielt der Betrieb den Namen. Zu Schweinsbratl oder Stelze (auf Vorbestellung) gibt’s Wein von Leth und Pittnauer.
Im naturbelassenen Garten schmaust man traditionelle Speisen nach alten Familienrezepten, begleitet von Stefan und Alexander Fuchs’ vielfach prämierten Naturweinen. Stammgäste schätzen besonders den rassigen Cabernet Franc und den leichtfüßigen Pinot Noir.
Wiens ältester Heuriger (1740) wartet mit Gästen wie Franz Schubert, Johann Strauß Vater, den Schrammels, Franz Lehár, Emmerich Kálmán oder Robert Stolz auf. Stattliches Bufett, Wein der Betreiber Fuhrgassl-Huber. Heimelige Stuben und ein idyllischer Innenhof.
Im Schatten der steinalten Platane im weitläufigen Betrieb am Fuß des Bisambergs werden unter anderem großzügig zusammengestellte Buffetmenüs aufgetragen. Dazu empfiehlt sich das eine oder andere Flascherl vom überaus präzise gekelterten »Gemischten Satz« des Hauses.
Oberlaa gilt immer noch als Exot der Wiener Terroirs, dabei gibt es hier einiges zu entdecken. Beispielsweise den etwas anderen Gemischten Satz oder diverse Rotweine (das gute Schankachterl). Das Buffet ist gut sortiert, das Backhendl stets goldbraun knusprig.
Im Herzen von Alt-Ottakring gelegen, führt derzeit bereits die sechste Generation den Betrieb. Die Rebstöcke wurzeln am Wilhelminen- und Heuberg, die vielfach ausgezeichneten Weine werden naturnah auf die Flasche gezogen. Spezialität: die halbe Ente (auf Vorbestellung).
»Freuen Sie sich auf ein Glaser Glück«, lautet das Motto. Was nicht schwerfällt bei diesem Paradebetrieb mit seinem romanischen Garten und den vielen Anekdoten. Stammgast Leopold Figl etwa bereitete sich hier auf die Verhandlungen zum Staatsvertrag vor.
Draußen in Hetzendorf wuselt hektisch der Verkehr – drinnen im Hof unter den steinalten Pappeln tischt der bayerische Biopionier Marc Mössmer Fish'n'Chips, Ceviche und Co. auf. Die Ware stammt aus dem Waldviertel, der Steckerlfisch genießt echten Kultfaktor.
Sehr urig gibt sich der einzige Heurige auf der Landstraße. Rustikal ist das Ambiente, rustikal ist auch die Küche. Die Portionen sind üppig, beliebt sind hier Spare Ribs oder Cordon bleu. Dazu trinkt man offene Hausweine oder ein Hubertus-Bier vom Fass.
Richard Lentner, die dritte Generation des familiengeführten Betriebs am Jedlersdorfer Platz, keltert aus sechs Hektar am Bisamberg die unterschiedlichsten Qualitätsweine. Idyllischer Innenhof, hausgemachte Kulinarik. Interessant auch: der »Gleichgepresste«.
Für beste Laune im freundlichen Schankraum sowie im sonnigen Gastgarten garantiert Sohn Martin. Kaltes und warmes, saisonal inspiriertes Heurigen-Buffet plus acht offene Weine sind weitere Pluspunkte. Außerdem gibt es eine überdachte Spielhütte für Kinder.
Der Kierlinger ist eine Instanz, die Weine von erlesenen Lagen des Nussbergs sind ein Gedicht. An heißen Tagen kühlen alte Kastanien- und Lindenbäume. Kulinarisch frönt man der Tradition mit überlieferten Familienrezepten. Gut: Kierlinger-Liptauer und Backhendl.
Wein, Obst und die lauschige Buschenschank sind der Strauchs ganzer Stolz. Die aktuelle Weinempfehlung gilt unter anderem dem Grünen Veltliner »Hausweingartl« 2025. Besondere Spezialitäten sind der Dirndlsirup sowie die hauseigene »Medizin« (= Nusserner). Kaltes Buffet.
In der kleinen, aber durchaus feinen klassisch angelegten Buschenschank geht es ganz familiär zu. Das Essen: hausgemachte bewährte kalte Heurigenspezialitäten; die Weine stammen von der Bisamberger Ried »Oberer Jungenberg«. Beliebt: diverse Aufstriche und Kuchen!
Im Schatten alter Kastanienbäume oder im alten Gewölbekeller serviert Wirtin Claudia Maly-Schaber hausgemachte Speisen sowie ausgewählte Weine. Beliebt: Rohscheiben, Maly-Salzstangerln mit Schinken, Käse und Kren, faschierte Laberln, Schweinsbraten und Süßes!
Geheimtipp seit bald einem Vierteljahrhundert: Tapas mit Wildkräutern und -pflanzen, »wilde« Salate, feine Weine (Orange Veltliner) von den besten Lagen am Bisamberg. Das hausgemachte, geräucherte Brot ist großartig! Tipp: Kräuter- und Wild-Cooking-Seminare.