"Barrierefrei" Restaurants in Kanton Luzern
Im Colonnade im Mandarin Oriental trifft Jugendstil-Glanz auf französisches Fine Dining. Unter hohen Decken mit Marmor landen kunstvoll angerichtete Klassiker oder auch ein Degustationsmenü zum Geniessen ein. Die Weltklasse-Weinkarte lässt keine Wünsche offen.
Seit Mai werden die Gäste des KKL-Restaurants «Lucide» von einem neuen Team begrüsst. Nach sechs Jahren hat Michèle Meier die Küchenleitung an Maximilian Huber übergeben. Im Fokus stehen bei ihm Produkte aus dem Alpenraum und die Wertschätzung gegenüber deren Produzenten. Ein Blick in die Karte zeigt, dass die Gäste nach wie vor neben dem Menu auch à la carte bestellen können. Den Anfang des Menus macht das Amuse-Bouche: Unter einem Frischkäseschaum verbirgt sich ein cremiges Shrimp-Tatar, dazu gibt es Tomaten und knusprigen Federkohl. Als Nächstes wird das „Beet-Tatar“ serviert, ein dehydriertes Randen-Tatar mit Kapern-Mayonnaise, knusprigen Brioche-Chips, hauchdünnem Meerrettich und Belper Knolle. Der Name des fleischlosen Tatars sorgt für ein Schmunzeln. Huber erklärt, dass es ihm nicht darum gehe, mit einem fleischlosen Tatar zu belehren, sondern die Gäste zu inspirieren und mit neuen Aromen zu überraschen. Auch im zweiten Gang beweist Huber erneut sein Können im Umgang mit Gemüse. Im Mittelpunkt steht die Karotte: einmal geschmort, einmal gepickelt, serviert mit Kimchi, gepufftem Buchweizen und einer Nussbutter-Hollandaise. Danach folgt Schweizer Lachsforelle auf Heu-Beurre-blanc mit Alpenkaviar und gepickeltem Fenchel. Im Hauptgang wird Rindsentrecôte vom Haus Luma serviert, begleitet von einem herzhaften Kartoffel-Espuma, knusprigen Röstzwiebeln und Kartoffelschalen. Zum Abschluss verschmelzen die Aromen von Himbeere, Ziegenmilch, Thymian und weisser Schokolade und lassen uns die intensiven Aromen des Sommers noch einmal spüren.
Direkt am See serviert das Olivo mediterrane Küche mit italienischem Akzent. Fisch, Pasta und Antipasti werden mit Blick auf Wasser und Berge zu kleinen Urlaubsmomenten. Eine umfangreiche Weinkarte rundet das Erlebnis ab – Luzern kann hier sehr südlich wirken.
Ein Lunch oder Dinner hier ist ein Erlebnis für Fans von Kunst und Kulinarik. Nicht nur wurde ein Teil des Interieurs per 3-D-Drucker hergestellt, auch die Menüs sind konzeptuell gestaltet. Die Gerichte sehen wunderschön aus und schmecken gleichzeitig auch wunderbar.
Im historischen Maihöfli sorgt Shootingstar Robert Steuri für frischen Wind: Seine Menüs verbinden präzises Handwerk mit feinem Gespür für Aromen, ob klassisch oder vegan. Im stilvollen Altbau wird so innovativ gekocht, dass die Leuchtenstadt kulinarisch aufhorcht.
Nur 20 Plätze bietet die Gourmet-Stube Negral im Klostergasthaus Löwen. Hier wird in intimem Rahmen ein sechs- bis zehngängiges Überraschungsmenü aus regionalen und internationalen Zutaten aufgetischt. Jeder Gang wird begleitet von perfekt abgestimmten Weinen.
In die Küche von Werner Tobler kommt nur frische Ware von ausgesuchten Lieferanten. Beim Kochen lässt er sich nichts vorschreiben, ausser von der Saison. So bewegt sich seine bodenständige Küche irgendwo zwischen Alpenraum und Mittelmeer – Hauptsache, es schmeckt gut.
Alles stimmt hier: der Blick auf Wasser und Berge sowie die mediterrane Küche mit internationalen Akzenten, ob à la carte oder als Drei- bis Sechs-Gänge-Menü. Die kreativen Kreationen überzeugen ganzheitlich. Das Ambiente ist stilvoll, der Service herzlich. Pure Entspannung!
Strategisch günstig gelegen ist das neue Outlet im «Hotel Schweizer-hof». Wer durch Luzern streift, zu Fuss oder per Auto, kommt fast immer an einem der nobelsten Hotels der Stadt vorbei. Als Lifestyle-Brasserie wird das «Vico» auf der Website beworben, was man nicht allzu ernst nehmen muss. Es geht elegant zu, bequem gepolsterte Bänke und Stuck an der hohen Decke locken, es gibt unterschiedliche Tischanordnungen, man sitzt herrlich und vielfach mit Aussicht. Wenn das mit Lifestyle gemeint sein soll – bitte schön! Vielleicht ist auch die namentliche und visuelle Heraus-stellung der leitenden Mitarbeiter auf der Restaurant-Website als lifestylig zu verstehen: Claudia Alves Ribeiro, ist Gastgeberin, Stefan Ritter Küchenchef. Was auch beworben wird, sind die Bordeaux der Weinkarte. Und tatsächlich: Es gibt einige auf der Weinkarte und auch noch in einer nicht selbstverständlichen Jahrgangstiefe. Château Batailley aus 2020 und 2015, Lafite-Rothschild gar vielfach bis zum mythischen 1982er und viele, viele mehr. Was die Preise angeht: Man kann ein paar Schnäppchen ergattern, auch und gerade bei älteren Flaschen. Und wenn wir schon beim Thema «günstig» sind: Das Mittagsmenu ist alles andere als teuer, und auch das À-la-carte-Angebot wurde fair kalkuliert. Zumal in unserer Hummerbisque saftige Stücke Krustentier platziert wurden und das Kalbstatar mit Tête de Moine, caramelisierten Nüssen und Pommery-Senf angenehm abgeschmeckt wurde; die knusprigen Brotstücke dazu machten uns glücklich. Dass das Tiramisu dann ein bisschen harmlos wirkte: geschenkt. Nächstes Mal nehmen wir «Millefeuille de la Maison» und ein Glas reifen Sauternes dazu.
Ein junges Team kocht hier auf hohem Niveau. Zutaten aus der Schweiz und von lokalen Lieferanten sind die Basis für Gerichte mit Kultstatus, etwa die frisch gebackenen Brotlaibe oder der Schweinbauch. Das Überraschungsmenü am Wochenende gibt es auch mit Weinbegleitung.
Die Jazzkantine ist Luzerns Bühne für unkomplizierte Küche und Konzerte. Internationale Einflüsse treffen auf lokale Ideen, serviert in einem offenen, lebendigen Raum. Wer hierherkommt, will essen, trinken, zuhören – und die Stadt von ihrer entspannten Seite erleben.
Abseits der Hauptachsen wird hier gekocht, wie man's heute selten noch erlebt: ohne Getöse, aber mit sicherer Hand und Gespür fürs Wesentliche. Die Küche bleibt bodenständig, lässt aber kleine Ausreisser zu. Ein Ort, der nichts beweisen muss – und genau darin überzeugt.
Urgemütlich sind Beizli, Stübli und Gärtli. Stefan Oberli verwöhnt seine Gäste mit marktfrischen, saisonalen Gerichten und legt dabei grössten Wert auf die Herkunft der Zutaten. Bea Oberli sorgt für die Weinauswahl mit Fokus auf die Spezialitäten aus der Zentralschweiz.
Im Pony wird saisonal und sauber gekocht. Es gibt Terrine, Suppe, Fisch oder Braten, dazu Gemüse aus dem Umland. Im Pavillon sitzt man hell und ruhig, das Beizli nebenan ist kleiner und bodenständig. Im Garten blüht es, die Sicht geht weit übers Luzerner Hinterland.
Italienische Pasta- und Pizza-Küche auf gutem Niveau: City-Gäste lieben La Cucina in der Pilatusstrasse für hausgemachte Pasta, knusprige Pizza und eine vielseitige Weinauswahl. Der Raum ist lebhaft, der Service flink. Ein Ort für einen unkomplizierten Abend.
Der Belle-Époque-Chic mit der runden Bar im Zentrum passt zur eleganten, internationalen Küche mit einem unkomplizierten Schweizer Twist. Hier ist man zu jeder Tageszeit willkommen und wird nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Die Cocktailkarte ist eine Sünde wert.
Das Felsenegg empfängt mit verstecktem Garten und charmant-eleganter Stube, mitten in Luzern und hausgemacht‑gemütlich. Mediterran inspirierte, frische Klassiker und saisonale Leckerbissen prägen die Karte. Und dazu eine feine Weinauswahl – ehrlich gemütlich.
Die Linde ist ein Landgasthof wie aus dem Bilderbuch. Die unkomplizierte und herzliche Stimmung ist ein Magnet für Ausflügler und Stammgäste. Neben währschaften Klassikern wird hier Strauss in allen Variationen serviert. Das Fleisch stammt von einer Farm in Müswangen.
Am Ufer der Reuss liegt das charmante Restaurant, das seine Gäste mit kreativen Gerichten aus lokalen Zutaten verwöhnt. Für den Hunger zwischendurch passt eine Leberkässemmel mit Kräutersenf perfekt. Dazu noch eine hausgemachte Limonade und der Akku ist wieder geladen.
Quartierbeizen wie die Libelle sind ein beliebter Treffpunkt für einen schnellen Kaffee, einen gemeinsamen Lunch oder den Absacker an der Bar nach einem feinen Essen. Dass hier auf Arbeitsintegration und regionale Produkte gesetzt wird, erhöht den Wohlfühlfaktor.