"Speisen aus eigener Produktion" Heurige in Österreich
Es ist schon sehr idyllisch, wie man da zwischen Rieden und Weinbergen im wunderschönen Garten – oder auch im Stüberl am Kamin – sitzt und sich Bodenständiges in beeindruckender Ausführung zu Topweinen schmecken lässt: Besser kann ein Bratl kaum geraten.
Buschenschank-Gerichte abseits des Üblichen sind das Markenzeichen, köstliches Beispiel ist der eingerollte Schweinebauch – außen knusprig, innen saftig. Die Weine von Jürgen Trummer sind naturnahe Fechsungen aus bekannten Lagen wie Obegg und Grassnitzberg.
Im Gasthaus wie in der Weinstube nebenan fühlt man sich bestens aufgehoben und wird von allen Seiten rundum verwöhnt. Im Glas die ausgezeichneten und prämierten »Dankbarkeit-Weine«, dazu liebevoll belegte Platten mit Spezialitäten, etwa vom Mangalitza-Schwein.
Dass seine Weine Weltklasse sind, ist bekannt. Weniger bekannt: Alle Weine von Fritz Wieninger sind biodynamisch. Weltklasse ist auch die Lage der Buschenschank mit einem der spektakulärsten Blicke über die Stadt und das Buffet. Tipp: Tagesteller und Veganes.
Projekt von Juan »Hans« Amador und Fritz »Wien Wein« Wieninger. Zu prämierten Weinen vom Fritz labt man sich an Joseph-Brot mit Käse aus dem Paznaun, Mangalitza-Würsteln oder Leberpastete im Glas. Spektakuläre Aussicht, kleine Amador-Gerichte, »Respekt«-Weine.
Wie der Wiener Wein insgesamt hat auch jener aus Mauer einen Qualitätssprung hingelegt. Exemplarisch zu überprüfen beim Edlmoser. Tipp: Innereien und Schweinsbraten vom Hödl – Wiens letztem Fleischhauer, der auch selbst schlachtet. Dazu ein Glas Natural Wine!
Ein Tisch im Garten unter den großen Bäumen ist ein Erlebnis, oder man genießt in den Stuben mit Holztram und Kachelofen. Besondere Genüsse wie Fenchelsalami vom Freilandschwein oder Ceviche vom steirischen Gebirgslachs machen Spaß. Gute, mineralische Weine.
Eine glückliche Kombination, denn Helmut Krenek hat ein feines Händchen für die Nuancen der Wiener Küche. Sein knuspriger Schweinsbraten vom Strohschwein gilt vielen als bester der Stadt (dieser Saft!). Und Göbels Bio-Kreszenzen spielen auf gleichem Niveau.
Ein gutes Brot, ein Gläschen Sprudel – mehr braucht es oft nicht, um den Tag zu versüßen. Carina und Edith leben Gastfreundschaft mit spürbarer Leidenschaft und einem klaren Qualitätsversprechen. Das zieht sich als roter Faden durchs gesamte Genusserlebnis.
Schon allein die Terrasse ist außergewöhnlich, von hoch oben schaut man über die steilen Weinberge. Das Brüstl nach Rezept der Resi-Oma oder die hausgemachten Mehlspeisen von Chefin Heidi sind Höhepunkte. Auch die eigenen Weine halten ganz hervorragend mit.
Vom modernen Holzkubus schweift der Blick weit über die Rieden des Kamptals, das Panorama in Grün untermalt die Bioerzeugnisse der Gebrüder Hager: regionstypische Weine und eine saisonal-regionale Heurigenküche, die sich mit viel Kreativität der Welt öffnet.
Der gebürtige Tiroler Norbert Walter sammelte während acht Saisonen auf unterschiedlichen Almen Erfahrung in Sachen Käse, bevor er sich 2004 in die idyllische Buschenschank am Bisamberg verliebte. Dort keltert er zu Tiroler Spezialitäten – Speck und Käse – edle Burgundersorten.
Die gewaltige Auswahl an Speisen wird im Saisontakt (Wild!) verändert. Dazu warten die hervorragenden Weine von Leo Aumann – der weiße »Rodauner« neben der Top-Cuvée »Harterberg«. Reservierung ist trotz der Größe anzuraten; die »Locals« lieben ihren Heurigen!
Hausgemachtes Roastbeef vom Hirsch, Mufflon mit Couscous oder Wildschwein mit Polenta zeigen den köstlichen Fokus auf Fleisch und Wild. Gleichzeitig gibt es starke vegetarische und vegane Optionen. Viele Produkte sind biozertifiziert und aus der Region. Top!
Nachhaltigkeit wird hier gelebt – vom Grundprodukt bis zum Kräutertopping. Die Zutaten stammen aus der Region, der Fisch direkt aus dem Neusiedler See. Empfehlung: Fischsuppentopf. Die Karte ist vielseitig, mit kalten und warmen Gerichten für jeden Geschmack.
Der Steinberghof in Ehrenhausen übersiedelte nach Gamlitz und sperrte als »Casa Firmenich« auf. Sehr stilvoll und gemütlich. Die Highlights wie Leberparfait mit Traminergelee oder Speckzwetschken mit Salzbuchterln gibt es nach wie vor. Sehr schöne Zimmer.
Das neue Betreiberteam hat den Einser-Platz an der Donau noch gastlicher gemacht. Direkt neben der Riede Superin schmecken die Weine vom »Tegernseerhof« noch besser! Die vielen Plätze an der historischen Mauer oder der Terrasse laden ein (Liegestühle!).
Slow Food und Bio, heimische Kräuter und frisches Gemüse: Johanna Gebeshuber sorgt in ihrem Lokal mit den urigen Stuben und dem malerischen Innenhof für eine Küche, die weit über klassische Heurigenkost hinausgeht. Im Glas: elegante, finessenreiche Weine.
Das urige Haus wurde vorbildlich mit alten Materialien renoviert, auf der Terrasse kann man die Schuhe ausziehen und das Gras spüren. Die Jause kommt in zeitgemäßer Interpretation mit veganen Elementen auf den Tisch. Dazu passen die biodynamischen Hausweine.
Man startet mit verschiedenen Frizzante-Ausführungen, danach begleiten Weine von fruchtig bis vollmundig (oder herrliche Fruchtsäfte) die Jausen-Optionen auf hohem Niveau: Pastrami und Beinschinken vom Thum, Räucherfischvariation und hausgemachte Blunzen.