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Blumenmeer im »Death Valley«: Stärkste Superblüte seit Jahren

USA
Natur
Kalifornien

Ein außergewöhnliches Naturphänomen ist gerade in Kalifornien zu bestaunen. Das sogenannte »Tal des Todes« ist mit leuchtenden Blütenteppichen bedeckt.

Nach einem ungewöhnlich feuchten Winter zeigt sich der Death Valley National Park von einer Seite, die nur selten zu erleben ist: Statt staubiger Ebenen und salzverkrusteter Flächen breitet sich derzeit ein farbenprächtiges Blütenmeer über Teile der sonst so kargen Landschaft aus. Park-Ranger sprechen von der eindrucksvollsten »Superblüte« seit fast einem Jahrzehnt.

Die Voraussetzungen dafür lieferte der vergangene Winter: Überdurchschnittliche Niederschläge im Westen der Vereinigte Staaten tränkten die Wüstenböden ungewöhnlich stark.

Regenreicher Winter lässt Wüste erblühen

Die seltene Kombination aus Feuchtigkeit und milden Temperaturen ließ Millionen Samen keimen, die teils jahrzehntelang im Boden geschlummert hatten.

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Nun verwandeln Wüstensonnenblumen, Braunaugenprimeln und Sandwunderblumen den Talboden und die umliegenden Hänge in leuchtende Teppiche aus Gelb, Weiß und Rosa. In den tieferen Lagen dürfte das Schauspiel noch bis weit in den März hinein andauern, während höher gelegene Bereiche zwischen April und Frühsommer folgen – vorausgesetzt, eine frühe Hitzewelle beendet das Naturereignis nicht vorzeitig.

Senken mit Regenwasser gefüllt

In alten Seebecken aus der Eiszeit sammelte sich sogar wieder Wasser. Zu den besonderen Attraktionen zählt derzeit der gefüllte Lake Manly. Dort, wo sonst Salzkrusten die tiefste Stelle des Tals markieren, steht nun stellenweise knietiefes Wasser. Besucher:innen waten durch die spiegelnde Fläche und erleben eine Szenerie, die eher an eine Oase als an eines der trockensten Gebiete Nordamerikas erinnert.

Großer Besucherandrang

Mit der Schönheit wächst allerdings auch der Andrang. Bereits bei früheren Blühereignissen strömten zehntausende Menschen in die Wüstenlandschaften Kaliforniens, oft auf der Suche nach spektakulären Fotomotiven. Dabei werden empfindliche Pflanzen leicht zertrampelt, und der Boden verdichtet sich – Schäden, die das fragile Ökosystem noch lange nach dem Verschwinden der Blüten beeinträchtigen können.

Die Parkverwaltung appelliert daher an Besucher:innen, ausschließlich auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben. Nur wenn die Wüste ungestört bleibt, kann sie irgendwann wieder in Farben explodieren.


Travel-Redaktion
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