ESC-Bilanz: Die ganze Welt blickte nach Wien
Der Eurovision Song Contest 2026 brachte nicht nur internationale Gäste nach Wien, sondern schickte auch Bilder aus ganz Österreich um die Welt. Die Stadt zieht positive Bilanz.
Das Wetter spielte zwar nicht mit, die Zahlen stimmen dennoch. Der ESC 2026 brachte Wien als Host-City nicht nur viele Gäste, sondern auch internationale Aufmerksamkeit. An den insgesamt neun Shows in der Wiener Stadthalle nahmen Zuseher:innen aus 75 Ländern teil, denn 42 Prozent der insgesamt 95 000 Tickets gingen an internationale Gäste. Das Finale war binnen einer Viertelstunde ausverkauft und flimmerte an ein Millionenpublikum vor den TV-Bildschirmen in der ganzen Welt. Allein in Österreich verfolgten 3,268 Mio Zuseher das Grande Finale am Samstagabend, im Vorjahr schalteten sich rund 160 Mio Zuseher weltweit zu. Auch wenn die finalen Zuseherzahlen für den diesjährigen ESC noch nicht bekannt sind, ist der Werbewert für Österreich enorm: Eine besondere Rolle spielten die Einspieler zwischen den Acts. Sie zeigten Österreich in kurzen Bildern als touristische Destination einem internationalen Publikum: »Der ESC ist mehr als eine Show. Besonders die Postcards haben in wenigen Sekunden gezeigt, was unser Land ausmacht. Solche Bilder bleiben hängen und können aus Zuschauerinnen und Zuschauern künftige Gäste machen. Sie können aber auch uns selbst daran erinnern, wie viel es beim Urlaub in Österreich immer wieder neu zu entdecken gibt«, zieht Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner Bilanz. »Der letzte Auftritt ist verklungen, die Wirkung für Österreich bleibt.« Einziger Wermutstropfen: Anfang Mai lag die Auslastung der Wiener Hotels mit rund 75 Prozent unter den Erwartungen.
Tausende Besucher:innen am Rathausplatz
Wer es vergangene Woche nicht in die Stadthalle schaffte, verfolgte die Final-Shows im Rahmen der Public Viewings in der ganzen Stadt. Herzstück war die Eurovision Village am Rathausplatz, wo am Samstag 30 000 Menschen Wind und Wetter trotzten und bis 01:00 Uhr morgens mitfieberten. »Mit dem Eurovision Song Contest 2026 hat Wien ein klares Zeichen in die Welt hinaus gesendet: Für Miteinander, Zusammenhalt und Frieden. Wir haben einen Song Contest veranstaltet, der das historisch größte Programm an Side-Events hatte. Mit zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen in allen Bereichen der Stadt haben wir den ESC zu einem Spektakel für alle Wienerinnen und Wiener gemacht, unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten«, so Bürgermeister Michael Ludwig. In der gesamten ESC-Woche besuchten rund 150 000 Besucher:innen die Eurovision Village, wo bei freiem Eintritt täglich Konzerte und Public Screenings stattfanden, garniert von Gastro-Ständen von »Demel«, »Figlmüller« und anderen Wiener Betrieben. Angebote wie die Eurofan Cafés, Sing-Alongs, Fan-Cruises auf der Donau oder die ESC-Bim ergänzten das Programm.