Frankreich startet Initiative zur Rettung von Dorfkneipen
Um dem besorgniserregenden Trend des Kneipensterebens entgegenzuwirken, hat die französische Regierung ein neues Gesetz verabschiedet.
Es ist kein Geheimnis, dass in den ländlichen Gefilden Kneipen oder Pubs gerne als Treffpunkt und Ort des Austauschs betrachtet werden. Ebenso wenig ist es ein Geheimnis, dass diese Kneipen immer weiter aussterben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und reichen von veränderten Freizeitgewohnheiten bis hin zu wirtschaftlichen Herausforderungen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde in Frankreich nun ein Gesetz verabschiedet, das die Eröffnung neuer Dorfkneipen erleichtern soll.
Aus Testlauf wird Dauerregel
Abgeordnete der Regierungspartei haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der die bürokratischen Hürden für die Eröffnung von Dorfkneipen in Gemeinden mit weniger als 3.500 Einwohnern senken soll. Künftig sollen neue Gaststätten eine eigene Alkoholausschanklizenz erhalten können, ohne auf die Übernahme einer bestehenden Lizenz angewiesen zu sein. Diese Regelung wurde bereits 2019 testweise eingeführt und soll nun dauerhaft in Kraft treten.
Obwohl der Gesetzesentwurf aus positiven Absichten heraus entstanden ist, blieb die Kritik der Opposition nicht lange aus. So wurde unter anderem auf die gesundheitlichen Folgen wie auch die Verkehrsunfall-Statistik durch Alkohol hingewiesen. Trotz der berechtigen Einwürfe, scheint der Plan der Regierung, das gesellschaftliche Leben auf dem Land, unumstößlich zu sein. Ob der Plan der französischen Regierung Erfolg hat, wird sich mit der Zeit zeigen.