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© Gareth McCormack/Tourism Ireland

Im Reich der Kelten in Irland

Reise
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Irland

Zahlreiche Relikte, manche davon älter als die Pyramiden, erzählen auf der Insel von geheimnisvollen Mythen – zwischen Steinkreisen, Grabhügeln und den Königsstätten am Hill of Tara verdichten sich Ritualorte und Machtzentren früher Glaubenswelten zu einer einzigartigen Kulturlandschaft.

Kraftorte finden sich überall auf der Welt, jede Kultur hat ihre eigenen, mystischen Plätze. In Irland, das schon sehr früh ­besiedelt war, sind sie tief verwoben mit vorchristlichen Glaubenswelten. Zahlreiche Bauwerke und Denkmäler ­stammen aus prähistorischer Zeit.

Die Megalithen von Newgrange (Sí an Bhrú) sind sogar älter als die ­Pyramiden, sie datieren auf eine Zeit um 3.150 vor Christus. Steinzeit­menschen errichteten das riesige ­runde Bauwerk mit seinen unterirdischen Kammern einerseits als Grab, ­andererseits aber auch als Tempel. Es spielte eine wichtige Rolle in spirituellen, zeremoniellen und ­astronomischen Riten.

Hell erleuchtete Grabkammern

Einen Hinweis darauf liefert die Ausrichtung des Monuments, das zur Wintersonn­wende ein besonderes Schauspiel bietet, dem nur ­wenige beiwohnen können. Sie werden ­zuvor aus Tausenden Menschen ausgelost. Der Gänsehaut-Moment beginnt, wenn der Lichtstrahl der Morgen­sonne einen 19 Meter langen Gang entlangkriecht und seinen Höhepunkt nur wenige Minuten später erreicht, wenn die Grabkammer, die in der irischen Mythologie als Wohnstätte göttlicher Wesen gilt, plötzlich hell ­erleuchtet ist.

Feuerritual im Rahmen des Bealtaine Fire Festivals, Uisneach / Westmeath
© Uisneach Sacred Centre of Ireland
Feuerritual im Rahmen des Bealtaine Fire Festivals, Uisneach / Westmeath

Schreiende Steine

Von den steil über dem Atlantik thronenden Mauer­ringen der Abschnittswall-Festung Dún Aengus auf den Aran-Inseln bis zu den über 5.000 Jahre alten Gang­gräbern im Landesinneren verdichten sich in Irland frühe Kultplätze auf engstem Raum. Einer der bekanntesten ist der Hill of Tara. Er ist durchsetzt mit Denkmälern und Überresten von Ringfestungen, die einen gedanklich ­zurück ins ­Irland der Kelten versetzen. Die Magie des Ortes ist ­deutlich spürbar, vor allem am ­sogenannten Lia Fáil. Der »Schicksalsstein«, einst von den Göttern deponiert, soll einen Schrei ausstoßen, wenn er von den rechtmäßigen Königen Taras berührt wird. Natürlich glaubt niemand an schreiende Steine, doch sicherheitshalber streckt man dann doch die Finger aus...

Newgrange ist ein über 5.000 Jahre altes steinzeitliches Ganggrab
© Mauritius Images
Newgrange ist ein über 5.000 Jahre altes steinzeitliches Ganggrab

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The Carriage House im Hotel Carton House
© Hotel Carton House
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