Klimaprotest in Berlin: »Letzte Generation« stürmt Hotel Adlon
Aktivisten der »Letzten Generation« haben das Hotel Adlon in Berlin zum Schauplatz ihres Protests gemacht: Am Montagmorgen färbten sie den Brunnen im Eingangsbereich gelb, um gegen ein geplantes LNG-Gipfeltreffen zu protestieren.
Am Montagmorgen wurde das Hotel Adlon am Brandenburger Tor zum Schauplatz einer Klimaprotestaktion. Aktivisten der Gruppen »Letzte Generation« und »Ende Gelände« drangen früh in das Luxushotel ein, färbten den Springbrunnen im Eingangsbereich mit gelber Farbe ein und entrollten ein großformatiges Banner aus einem Fenster des historischen Gebäudes. Der farbige Protest richtete sich gegen den »24. World LNG Summit«, eine Konferenz zur Zukunft von Flüssiggas-Terminals, die im Dezember im Adlon stattfinden soll.
Die Aktivisten kritisieren die Veranstaltung als Plattform für sogenanntes »Greenwashing« fossiler Energien. »Wir lassen nicht zu, dass eine Handvoll Gas-Lobbyisten hier im Adlon über die Zukunft unseres Planeten entscheidet«, so Jule Fink, Sprecherin von »Ende Gelände« in einer Pressemitteilung. Die Klimaorganisationen werfen der Flüssiggas-Industrie vor, ihre klimapolitischen Folgen zu verschleiern und die gesellschaftliche Debatte um nachhaltige Energien zu untergraben.
? Protest gegen Gas-Gipfel – Wasser des Adlon Brunnens eingefärbt!
— Letzte Generation (@AufstandLastGen) November 4, 2024
Heute protestieren wir gegen den „World LNG Summit & Awards 2024“ der im Dezember im Hotel Adlon stattfindet. pic.twitter.com/8SjSAoOxPx
Die Polizei rückte am Vormittag zur Aufnahme der Personalien der Aktivisten an, die sich nun wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch verantworten müssen. Die Gruppen betonten jedoch, dass die gelbe Farbe im Brunnen unschädlich für die Umwelt sei. Dennoch prüfen die Behörden derzeit, ob weitere strafrechtliche Konsequenzen drohen und wie die Aktion rechtlich zu bewerten ist.
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