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© Messe Düsseldorf / Tillmann

ProWein 2026: Wie sich eine Fachmesse neu justiert – und an Profil gewinnt

ProWein
Düsseldorf

Die »ProWein« in Düsseldorf zeigt 2026, dass Weiterentwicklung kein Schlagwort sein muss, sondern gelebte Praxis. Mit klarerem Fokus, neuen Formaten und spürbarer Nähe zum Markt präsentiert sich die Fachmesse zukunftsgerichteter denn je.

Noch bevor die »ProWein« 2026 ihre Tore öffnete, hatte Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, ein Ziel vor Augen: »Mit der Entwicklung der ProWein in den vergangenen Jahren können wir uns nicht zufrieden geben – unser Anspruch ist es, die Messe konsequent weiterzuentwickeln.« 3.400 Aussteller aus 63 Nationen und 31.000 Fachbesucher:innen aus 105 Ländern durften nun dieses Versprechen und die damit verbundene Neuausrichtung erleben. Wer also in den Tagen vom 15. bis 17. März 2026 durch die Messehallen ging, spürte schnell: Diese Messe will nicht einfach größer sein – sondern besser.

Mehr Substanz

Gerade in einem Markt, der sich zunehmend konsolidiert, wird Orientierung zum entscheidenden Faktor. Die »ProWein« begegnet dieser Entwicklung mit einem geschärften Profil: Entscheidungsprozesse sollen gezielter, Wege kürzer und Kontakte wertvoller werden. Ein zentrales Instrument dafür ist das überarbeitete »Hosted-Buyer-Programm«, das gezielt Einkäufer aus den wichtigsten Importmärkten – darunter Deutschland, Belgien, die Niederlande, Skandinavien und die USA – nach Düsseldorf bringt. Ergänzt wird dies durch digitale Lösungen wie das Matchmaking-Tool »Fair Match«, über das im Vorfeld und während der Messe mehr als 72.000 qualifizierte Geschäftskontakte initiiert wurden.

Impulse für eine Branche im Wandel

Auch inhaltlich setzt die Messe verstärkt auf Austausch. Mit der »ProWein Agora« entstand beispielsweise ein Podium für Marktanalysen, Diskussionen und strategische Perspektiven. Hier wurden Themen behandelt, die die Branche aktuell bewegen – von veränderten Konsumgewohnheiten bis hin zu globalen Herausforderungen.

Die veränderten Konsumgewohnheiten schienen übrigens auch zentrale Punkte bei der Messeplanung gewesen zu sein. Mit Formaten wie »Sparkling Visions« wurde das internationale Schaumweinsegment neu inszeniert, während mit dem Konzept »ProWein Zero« und einer No- und Low-Alkohol-Tasting-Zone ein wichtiger Wachstumsmarkt abgedeckt wurde.

Neue Struktur, bessere Orientierung

Auch räumlich zeigt sich die Messe neu gedacht. Das optimierte Hallenkonzept mit klaren Segmentierungen sorgt für Übersicht und erleichtert die Navigation – ein Detail, das im hektischen Messealltag den Unterschied macht.

Dass allerdings nicht nur die Ausstellungsfläche genutzt werden konnte, bewies das Konzept »ProWein City Vibes«, mit dem sich die Veranstaltung bewusst in den urbanen Raum ausbreitete. 64 kuratierte Events in ganz Düsseldorf vernetzen Aussteller, Gastronomie und ein genussaffines Publikum – und verlängern die Messeerfahrung über die Hallen hinaus.

Das Feedback aus der Branche fiel entsprechend positiv aus. Gleichzeitig wird an einzelnen Stellschrauben weitergedreht, etwa bei der Integration internationaler Ausstellerbereiche. »Insgesamt bestätigen die Rückmeldungen, dass wir wichtige Weichen gestellt haben«, resümiert Frank Schindler, Director der »ProWein«. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der zeigt: Die ProWein versteht weiterhin Entwicklung als Aufgabe und nicht als abgeschlossenen Zustand.


Redaktion
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