Trauer um Weinbaupionier: Anton Kollwentz verstorben
Die Weinwelt trauert um Anton Kollwentz, der am Mittwoch, 4. März 2026, im 86. Lebensjahr in Großhöflein verstarb.
Anton Kollwentz, der Rotweinpionier vom Leithaberg verstarb am Mittwoch, den 4. März 2026 in Großhöflein. Der Winzer hat den Aufstieg des Weinlands Österreich maßgeblich geprägt und entscheidend zum »Rotweinwunder« beigetragen.
Anton Kollwentz, der 1940 geboren wurde, übernahm bereits mit 18 Jahren die Verantwortung im elterlichen Keller und zeigte dabei stets Innovationsgeist: 1958 pflanzte er die erste Zweigelt-Ertragsanlage im Burgenland aus, 1963 kelterte er zudem den ersten Ausbruch außerhalb Rusts. 1966 übernahm er mit seiner Frau Margarete das Weingut und baute es stetig aus.
Anfang der 1980er-Jahre erwirkte der Winzer gegen den Widerstand der Behörden eine Sondergenehmigung zur Auspflanzung von Cabernet Sauvignon. Zudem etablierte er schon früh burgenländischen Wein in den besten Restaurants Österreichs. Neben trockenen burgenländischen Weißweinen, galt seine Liebe auch dem Blaufränkischen. Mit neuen französischen Eichenfässern und der malolaktischen Gärung wurde er einer der Väter des österreichischen Rotweinwunders.
1995 wurde der Verein »Renommierten Weingüter Burgenland« gegründet, dem er zehn Jahre als Präsident vorstand und damit als Botschafter des burgenländischen Weins auftrat. Das Schaffen des Weinbaupioniers wurde vielfach ausgezeichnet. 1988 wurde er von Falstaff zum »Winzer des Jahres« ernannt. 2021 wurde er mit dem Komturkreuz des Landes Burgenland für seine herausragenden Verdienste rund um den burgenländischen Wein geehrt. Anlässlich seines 80. Geburtstags widmete ihm der Kulturhistoriker Johann Werfring die Biografie »Der Weinbaupionier Anton Kollwentz«.
Falstaff ist in Gedanken bei der Familie des Verstorbenen.
7051 Großhöflein
Österreich