Die schönsten Orte für den Urlaub mit Pferd
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, besagt ein Sprichwort. Und so liegen Reisen mit Erlebnissen im Sattel voll im Trend. Falstaff TRAVEL stellt Orte vor, an denen Gäste zu Pferd ihre Umgebung besonders intensiv erleben können.
Der Filmklassiker »Ferien auf Immenhof« aus den 50er Jahren ist für viele vielleicht Inbegriff eines Reiterurlaubs. Doch was damals Inbegriff kitschiger Romantik war, bedeutet für viele auch heute noch: Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde. Und so bauen auch viele Häuser weltweit den Ausritt auf den eleganten Tieren in die Gästeexperience ein. Falstaff TRAVEL stellt Orte vor, an denen sich die Welt auf dem Pferderücken besonders schön erkunden lässt.
Ob für das Abenteuer, die Verbindung mit der Natur, zur sportlichen Betätigung oder zur Entschleunigung: An diesen Orten lassen sich die Landschaft und die Kultur besonders schön zu Pferde entdecken – im Schritt, Trab oder Galopp...
»Relais & Châteaux Finca La Donaira«, Andalusien, Spanien
»Am Ende des Tages ist es das Pferd, das dich alles lehrt.« So beschreibt Seamus Gaffney, Pferdeflüsterer der »Finca La Donaira«, die Haltung, die die Reiterlebnisse vor Ort prägt. Im Zentrum des zu »Relais&Châteaux« gehörenden Hauses steht ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur. Etwas abseits der Route der berühmten weißen Dörfer Andalusiens liegt die Finca, eingebettet in ein 700 Hektar großes Landgut. Zwischen Wiesen, Steineichenwäldern sowie römischen und arabischen Relikten entfaltet sich eine Landschaft von Weite und Gelassenheit – am eindrucksvollsten zu erleben auf dem Rücken der Lusitanos von »La Donaira«. Im Fokus des Reitens steht dabei das sogenannte »Natural Horsemanship«: ein Ansatz, der eine positive und vertrauensvolle Beziehung zwischen Reiter und Pferd schafft. Die Lusitanos tragen ihre Reiter:innen über goldene Weiden vor der Gebirgskette Serranía de Ronda.
»Les Bains Gardians«, Camargue, Frankreich
Für Gäste des »Les Bains Gardians« im Süden Frankreichs geht es mal im Schritt, mal im flotten Galopp vorbei an hohem Schilf, Lagunen, Sümpfen und weitläufigen Salzwiesen durch das Naturschutzgebiet der Camargue. Bei Ausritten trifft man oft wilde Pferde und Flamingos. Das Hotel stellt dafür die typischen weißen Camargue-Pferde bereit: Mit ihrem kleinen, robusten Körperbau und ihrem starken Hals wurden sie schon in der Römerzeit als Arbeitstiere eingesetzt. Vor die Kutsche gespannt können sie auch Gäste ins nahe gelegene, malerische Küstendorf Saintes-Maries-de-la-Mer bringen. Man sollte aber noch genug Zeit für das Hotel einplanen, denn hier sorgt das Wellnessprogramm mit Massagen, Yoga und Meditation für Entspannung.
»Sun Siyam World«
Neben dem größten schwimmenden Wasserpark im Indischen Ozean und einem Fußballfeld nach FIFA-Standards verfügt das »Siyam World« auf dem Noonu-Atoll über eine außergewöhnliche Besonderheit: eine eigene Pferderanch. Hier leben edle Marwaris mit klangvollen Namen wie Noor, Jasmine, Habibi und Kanbulo. Auf rund 15.000 Quadratmetern finden sie großzügige Stallungen und weitläufige Paddocks. Für Gäste eröffnet sich damit eine besondere Perspektive auf das Inselparadies: Sie können das weitläufige Resort hoch zu Ross erkunden, die kraftvolle Anmut der Tiere bei exklusiven Fotoshootings in Szene setzen – oder in einer wahrhaft filmreifen Kulisse dem Sonnenuntergang entgegenreiten, während der Himmel in Gold- und Rosétönen glüht.
»Amirandes Resort«, Kreta, Griechenland
Wer das Erbe des Göttervaters Zeus etwas dynamischer erkunden möchte, tauscht im »Amirandes« die Wanderschuhe gegen Steigbügel. Das Resort, das sich wie ein minoischer Wasserpalast mit spiegelnden Lagunen an der Nordküste erhebt, macht die mythologische Landschaft vom Sattel aus auf ganz neue Weise erlebbar. Ein Ausritt führt tief in das Herz der Insel: Durch silbergrün schimmernde Olivenhaine geht es hinauf in die kretischen Berge zu den traditionellen Dörfern Piskopiano und Koutouloufari. Hier, wo es nach frisch gebackenem Brot und wilden Kräutern duftet, lernen Reiter:innen das traditionelle Kreta kennen. Den weichen Kontrast zu den staubigen Bergpfaden bietet schließlich der goldene Sandstrand vor den Toren des »Amirandes«.
»São Lourenço do Barrocal«
Im Herzen der Weinregion Alentejo, zwei Stunden von Lissabon entfernt, liegt das geschichtsträchtige »São Lourenço do Barrocal«. Das heutige Luxushotel war einst Epizentrum der megalithischen Kultur, wovon heute noch riesige Hinkelsteine rund um das Anwesen zeugen. Die weißen Mauern des ehemaligen Bauerndorfs schmiegen sich in die Landschaft, als wäre hier seit Jahrhunderten kaum etwas verändert worden. Doch hinter der Fassade wird man verwöhnt, mit zwei Farm-to-Table-Restaurants, einem modernen Spa, einem riesigen Außenpool und einem topmodernen Reitstall. Hier dürfen Gäste auf wertvollen Lusitano-Vollblütern reiten. Dazu gehören Vollmond-Exkursionen, Sonnenuntergangsritte in die nah gelegene Hügelstadt Monsaraz und Ausflüge mit Weinverkostungen in der freien Natur.
»andBeyond Suyian Lodge«, Kenia, Afrika
In der neu eröffneten »andBeyond Suyian Lodge«, auf dem 18.000 Hektar großen Hochplateau des Suyian Schutzgebiets gelegen, bedeutet Safari nicht nur Beobachtung, sondern echte Begegnung – und zwar vom Sattel aus. Fernab der üblichen Wege der Safari-Jeeps geht es auf dem Rücken der Pferde hinaus in die Wildnis. Die Hufe bewegen sich auf den sandigen Böden nahezu lautlos und so treffen Reiter:innen auf seltene Grevy-Zebras, Netzgiraffen oder die grazilen Laikipia-Hartebeest-Antilopen. Begleitet von erfahrenen Guides gibt es keine festgelegten Routen durch den Busch. Stattdessen wird der Weg jeden Tag neu von den Tierbewegungen sowie dem Instinkt und Können der Reiter:innen bestimmt. Im sogenannten »Boot-room« steht jegliches Equipment bereit – von Reithelmen bis zu -Stiefeln. Die Lodge mit nur 14 Suiten und privaten Infinity Pools ist schließlich der perfekte Ort, um das intensive Natur-Erlebnis im Busch Revue passieren zu lassen.
»Cap St Georges Hotel«, Paphos, Zypern
An Zyperns ruhiger Westküste, nahe Paphos, liegt das luxuriöse »Cap St Georges Hotel«. Über die Rezeption lassen sich Ausritte buchen, sie führen über weiche Sandpfade die Küste entlang. Nach einer halben Stunde erreicht man ungewöhnliche Felsformationen und tiefe Höhlen, die sich über Jahrtausende hinweg im Felsen gebildet haben. Besonders stimmungsvoll wirkt das bei Abenddämmerung, wenn die Sonne ihre letzten warmen Strahlen schickt und die Felsen dabei in ein rötlich-goldenes Licht taucht. Zurück im Resort werden Gäste mit Zimmern und Suiten verwöhnt, die mal mit bodentiefen Panoramafenstern, mal mit eigenem Infinitypool ausgestattet sind. Zur Stärkung gibt’s vier Restaurants – am besten schmeckt der frisch gegrillte Fisch direkt im Strandlokal.