Wirtschaft am Schlössli
Stahlblauer Himmel, die Sonne scheint, Gastgeber und Sommelier Jonas Volpert schenkt Chardonnay Alte Reben von Bernhard Huber aus – Montag kann so schön sein. Die Weinkarte der «Wirtschaft am Schlössli» ist ein cleverer Mix aus Positionen für Radfahrer, die Halt machen, und für echte Geniesser – zu fairen Preisen. «Bekannte Brands und immer wieder was Neues, um die Gäste zu überraschen», erklärt Volpert das Konzept. Chefin im Schlössli ist Monika Huber und sie zeigt schon bei der Vorspeise, was sie unter Christian Kuchler im Zweisterne-Lokal «Schäfli» in Wigoltingen gelernt hat: eine Küche, die Spass bereitet. Haus-gemachte Tortelloni mit angenehmem Biss an Taggiasca-Oliven, Burrata und Tomaten. «Der Sugo-Ansatz ist ein klassisches Soffrito, für den wir sehr viele Tomaten ganz langsam runterkochen», so Huber. «Dazu jede Menge frischer Kräuter aus unserem Garten.» Kein Wunder, sind die Teigtäschchen längst zum Publikumsliebling aufgestiegen. «Wir brauchen 300 bis 500 pro Woche.» Die Rotbarbe von der Algarve im Hauptgang ist perfekt glasig, sie liegt auf einem Petersilienschaum, der den wunderbaren Eigengeschmack des frischen Fischs anregend begleitet. Kartoffelcrumble für den leichten Crunch, Peperoniragout, fertig. Kein Schnickschnack. Die à part gereichten Zeppole bräuchte es nicht mal. Grosser Fan sind wir hingegen von den Bällchen zum Dessert: Die Beignets sind schön feucht – Suchtpotential! Fürs Süsse-Säure-Spiel gibts dazu Rhabarber und eine Nocke Quark-Rum-Glace. Das schöne Wetter ist nur noch Zugabe. Glücklich wird man im Schlössli sowieso.