Die besten Bars in Baden-Württemberg
Klar kann man nur ein Glas Bier, Wein oder Champagner bestellen. Wäre aber schon deshalb langweilig, weil sich das Team immer auf die Suche nach neuen »Classic & Twist«-Drinks macht und gern abgefahrene Sirups integriert. Coole Masterclasses und regelmäßige Gastspiele befreundeter Cocktailbars machen die Sache spannend.
Mannheims Cocktailpuristen treffen sich nirgendwo anders als in der Insider-Adresse im Jungbusch. Wer reserviert, ist auf der sicheren Seite, und wer den Cocktailworkshop bucht, erlebt erst recht was. Wie gekonnt das Barteam mit Kräutern und Früchten arbeitet, merkt man im Nu. Unbedingt Coconut Negroni bestellen!
Für die einen ist es die abgefahrenste Bar der Stadt, für die anderen eine Spur zu hip. Tatsache ist, dass der Laden, an dem Paul Sieferle maßgeblichen Anteil hat, Klasse hat. Spannende Kombinationen, tolle Gläser, coole Deko und ein großes Sortiment an Spirituosen machen Laune. Am Wochenende nicht zu spät kommen!
Die Door zu überwinden, ist gar nicht so schwierig, wie man angesichts des Renommees der Bar vermuten könnte. Mit nachhaltig konzipierten Cocktails (wenig Food Waste!) hat sich das Betreiberduo Namen gemacht. Was man probieren sollte? Highballs oder Drink der Woche! Den Bottled Flamingo bitte für zu Hause mitnehmen!
Geschmackvoll ist nicht nur das Interieur, ein gelungener Mix aus klassischem Bar-Chic, Industrie-Design und Urban-Style. Auch das Barprogramm hat Klasse: Hinter dem Tresen werden professionell internationale Klassiker gemixt. Signature Drink ist der »Martinelli Bitter« aus Pinot Noir und Kräuterextrakten.
Tübingen gilt als coolste Stadt weit und breit und das Bartista als coolste Bar der Gemeinde. Die Begeisterung hat gute Gründe, denn Gaetano Randone lässt Besucher tief eintauchen in die Geschichte der Mixkultur: Nicht nur der »Last Word Cocktail« lässt staunen. Das Gourmetmenü (!) gibt es leider nur auf Vorbestellung!
Gastronom Marc Leuwer hat die Nase im Wind und weiß genau, was die Karlsruher im Hirschhof wollen. Klassische Drinks mit Twist, gern mal fassgelagert, die man am schönsten an der innenarchitektonisch gelungensten Bartheke der Stadt nippt. Wer mehr wissen will: einfach ein Ticket für den nächsten Cocktailkurs buchen.
Für manche sind die kreativen Drink-Dekorationen der echte Grund für einen Besuch, andere wollen die Geschichte des Hanky Panky genannten Klassik-Cocktails erzählt bekommen. Doch es geht auch modern zu in der Bar mit hübschem Außenbereich, denn die saisonal inspirierten Kreationen sind Legende. Dazu passen Nachos.
Freiburgs Gastroszene ist schon lange für Innovationen gut. Und wer sollte die Kunden besser verführen als dieses Zirkuspferd, in dem die Grenzen der Barkultur gern mal verschoben werden. Andreas Schöler und Boris Gröner laden an ausgewählten Sonntagen zum Cocktailkurs und verkaufen cool Gemixtes sogar zum Mitnehmen.
Nur die besten Wirte schaffen es, einen nach sich selbst benannten Laden ewig am Laufen zu halten. Wilfried Schöllmann indes spricht viele Gästegruppen gleichzeitig an. Die einen schwelgen in Kir-Royal-Nostalgie, die anderen freuen sich übers »Krummgefickte Eichhörnchen« im Glas. Dazu je nach Lust Austern oder Nachos.
Day and night: Christoph Kuttner und Henri Scharnofske haben mit ihrer Bar Akzente gesetzt. Hier triumphiert die kreative Mixologie: Klassiker, Newcomer und eigene Ideen kommen handwerklich perfekt zubereitet als frische, leichte Cocktails und Drinks ins Glas. Ein Favorit ist der »Raspberry Fields Forever«.
Man müsste die nach einem galoppierenden Gewinnergaul benannte Bar unter Denkmalschutz stellen, stünde das Hotel nicht schon unter selbigem. Dass die Preise für Kir Royal und Bellini gehobene Sphären erreichen, wundert keinen. Wer danach noch Geld übrig hat, bestellt Austern und Kaviar, Wagyu-Burger und Cheesecake.
Gleich von mehreren Seiten kann man sich der Theke nähern. Logisch, denn im Brenners geht's ums Sehen und Gesehenwerden. Neben internationalen Drinks serviert man unter den Augen der Maskottchen Fritz und Felix gern mal bayerischen Whisky oder Schwarzwald Mule. Käse von Bernard Antony und knusprige Fries machen Laune.
Restaurant, Bar, Eventlocation oder einfach der Place to be? Heidelberg wäre ohne die verkehrstechnisch ideal angesiedelte Location nicht vorstellbar. Die Sessel sind so bequem ausgelegt, wie die Cocktails perfekt gemixt werden – auch das Zigarrenangebot lohnt die Inaugenscheinnahme. Achtung: keine Barreservierungen!
Keine Angst: Alternde Junggesellen stellen in dieser längst zum Klassiker gewordenen Bar mitnichten die größte Gästegruppe. Egal, ob mit Gin, mit Brandy oder mit Pisco gemixt wird: Die Cocktails besitzen stets einen originellen Twist. Draußen vor der Tür genießt man im Sommer besonders angenehm. Ab 20 Uhr geht's los!
Das Wohnzimmer des Knud Scheibelt strahlt jene Gelassenheit aus, welche nur die ganz großen Bars ihr Eigen nennen. Über Maltwhisky weiß in Stuttgart kaum einer besser Bescheid als der Chef. Drinks des 20. oder gar des 19. Jahrhunderts kann man sich aber auch mixen lassen – und der selbst kreierte Wermut ist ein Renner.
Je später der Abend, desto schöner das Barerlebnis. In der kleinen, versteckt gelegenen und romantischen Bar geht's erst ab 23 Uhr los und auch das nur an Frei- und Samstagen. Beim Angebot setzt sich das minimalistische Prinzip fort: Die Drinkauswahl ist ultrafokussiert. Zum Schnabulieren: Currywurst aus dem Glas.
Ziemlich wahrscheinlich hätte sich der alte Fiesta-Autor und Stierkampf-Bewunderer wohlgefühlt in der nach ihm benannten Bar im Gewölbekeller des Hotels. Man kann es dem legendären Ernest Hemingway nachmachen und einfach einen Daiquiri bestellen, sich aber auch eingehend zu besonders angesagten Drinks beraten lassen.
Ober-Bartender Niklas Strohmenger gibt sich in Durlach nicht mit geshakten Beliebigkeiten zufrieden. Pisco harmoniert mit Popcorn, Fichtennadeln passen zu Gin und Bénédictine, aber auch ein Klassiker wie Side Car gelingt. Die Karlsruher Pop-up-Bar Hust by The Curtain sowie die Cocktailkurse sind weitere Attraktionen.
Vielleicht die am persönlichsten geführte Bar der Stadt – und weit darüber hinaus. Chef Arman Krayt Gülenay, den alle Armando nennen, mixt Klassiker mit einem persönlichen Twist und schreckt vor Innovationen nicht zurück. Wer einmal seinen »Sidecar« probiert hat, versteht, warum dieser Drink eine Renaissance verdient.