"Gastgarten/Terrasse" Heurige in Wien
Dass seine Weine Weltklasse sind, ist bekannt. Weniger bekannt: Alle Weine von Fritz Wieninger sind biodynamisch. Weltklasse ist auch die Lage der Buschenschank mit einem der spektakulärsten Blicke über die Stadt und das Buffet. Tipp: Tagesteller und Veganes.
Projekt von Juan »Hans« Amador und Fritz »Wien Wein« Wieninger. Zu prämierten Weinen vom Fritz labt man sich an Joseph-Brot mit Käse aus dem Paznaun, Mangalitza-Würsteln oder Leberpastete im Glas. Spektakuläre Aussicht, kleine Amador-Gerichte, »Respekt«-Weine.
Wie der Wiener Wein insgesamt hat auch jener aus Mauer einen Qualitätssprung hingelegt. Exemplarisch zu überprüfen beim Edlmoser. Tipp: Innereien und Schweinsbraten vom Hödl – Wiens letztem Fleischhauer, der auch selbst schlachtet. Dazu ein Glas Natural Wine!
Eine glückliche Kombination, denn Helmut Krenek hat ein feines Händchen für die Nuancen der Wiener Küche. Sein knuspriger Schweinsbraten vom Strohschwein gilt vielen als bester der Stadt (dieser Saft!). Und Göbels Bio-Kreszenzen spielen auf gleichem Niveau.
Der gebürtige Tiroler Norbert Walter sammelte während acht Saisonen auf unterschiedlichen Almen Erfahrung in Sachen Käse, bevor er sich 2004 in die idyllische Buschenschank am Bisamberg verliebte. Dort keltert er zu Tiroler Spezialitäten – Speck und Käse – edle Burgundersorten.
Beim Wieninger stimmt alles. Der begrünte Hof und rustikale Stuben laden zum Verweilen ein, das Buffet ist bestens aufgestellt. Schnitzel und Cordon bleu gibt’s auch. Dann sind da noch die Weine, auch Großflaschen (»Grand Select«). Dazu? Die »Winzerkönig«-Platte!
Heuriger 2.0: Die naturnahen Weine (Utopie, Rakete, Kosmopolit, Fürchtegott, Satellit) von Jutta Ambrositsch genießen längst Kultstatus. Wie auch jene scharfen Köstlichkeiten (Kuttelsalat!), die ihr Mann Marco Kalchbrenner aus der Küche schupft. Reservieren!
Nur wenige Gehminuten vom Grinzinger Platzl entfernt sitzt man beim Obermann im traumhaften Garten im Schatten alter Oleanderbäume. Der Wein ist Bio, das kalte und warme Heurigenbuffet spielt alle Stückeln. Hendl und Ente vom Grill gibt’s auf Vorbestellung!
Das Motto: »Sievering ist super« wird von der Familie Kroiss mit Lebensfreude, hausgemachtem Essen und ebensolchen – stets feinen – Wiener Weinen erfüllt. Im Betrieb vom alten Schlag zählt echtes Essen, echter Wein, echtes Geld. Und natürlich: echte Menschen.
Ist die Sicht vom Nussberg schon traumhaft, wird sie von der etwas oberhalb gelegenen Buschenschank Wailand noch übertroffen. Fast unübertroffen ist auch die Qualität der Weine, die der bekannte Journalist hier offeriert. Das alles lohnt den kurzen Anstieg!
Im Süden der Stadt, am Rande des Wienerwalds, liegt der kleine, aber feine Betrieb von Wolfgang Hofer, dessen Maxime »Wein ist Poesie in Flaschen« lautet. Das reichhaltige Buffet ergänzen saisonale Speisen, zu denen sich Weiß-, Rosé- und Rotweine gesellen.
Es sind bloß wenige Meter vom hektischen Grinzinger Platzl zum »Müller«, doch ist’s eine andere Welt: Entschleunigung pur im naturnahen Garten auf mehreren Ebenen. Bester Platz? Ganz oben! Die Speisen (kalt und warm) hervorragend, die Weine oft preisgekrönt.
Großartige Küche, große Weine, alles bio. Die Weißen leichtfüßig, klar, trocken; die Rotweine stets mehr elegant als wuchtig. Geführte Weingartenwanderungen, exklusive Kellerführungen, kommentierte Verkostungen. Toller Verkostungsraum und großer Gastgarten.
Miriam, bildende Künstlerin, betreibt mit ihrem Mann Ron Eichhorn, Filmemacher, einen Heurigen der »dritten Art«. Ihre naturnahen Low-Intervention-Weine sind alles, nur nicht langweilig – wie Sophia Loren und Philippe Noiret. Weiterer Tipp: hauseigener Wermut!
Kann ein Heuriger schick sein? Der Mayer kann’s! Der Blick auf Stadt und Donau: spektakulär, die Lagenweine ebenso. Wie auch die Käseauswahl, Bioschnitzel vom Huhn, herzhafte Jausenbrettln und vieles mehr. Es gibt sogar Eis. Tipp: Am Wochenende bitte reservieren!
Die entzückende Outdoor-Buschenschank am Rande von Stammersdorf offeriert nicht nur hervorragende Weine. Im Schatten alter Weingartenpfirsichbäume genießt man auch die köstlichen Bioprodukte des nahen Biohof No° 5. Und manchmal gibt’s sogar Steckerlfisch!
Kleiner, feiner Familienbetrieb mit ebensolcher Küche. Den Wein »Esse 1« vinifiziert der Sohn des Hauses. Im Winter: Glühwein und Maroni. Achtung: Betrieb nur bei Schönwetter und keine Reservierungen (auch nicht für Gruppen). Abends romantisch wie in der Toskana!
Beliebt bei Österreichern und Touristen, ist in der Hauptsaison extrem viel los. Trotzdem findet sich im historischen Arkadenhof – der älteste Teil des Hauses geht auf das 17. Jahrhundert zurück – stets ein Plätzchen. Authentische Weine, reichhaltiges Buffet.
»Herrgott aus Sta« ist eines der bekanntesten Lieder des legendären Karl Hodina. Er trat hier schon als kleiner Bub auf – und zu seinen Ehren erhielt der Betrieb den Namen. Zu Schweinsbratl oder Stelze (auf Vorbestellung) gibt’s Wein von Leth und Pittnauer.
Im naturbelassenen Garten schmaust man traditionelle Speisen nach alten Familienrezepten, begleitet von Stefan und Alexander Fuchs’ vielfach prämierten Naturweinen. Stammgäste schätzen besonders den rassigen Cabernet Franc und den leichtfüßigen Pinot Noir.