"Hunde willkommen" Restaurants in Baden-Württemberg
Das traditionsreiche Restaurant der Familie Keller ist längst eine kulinarische Institution, hier wird noch die klassische französische Haute Cuisine zelebriert. Die Weinkarte ist legendär!
Den Sulzburger Hirschen verlässt man stets zufrieden, denn den französischen Kreationen von Douce Steiner und Udo Weiler wohnt bei aller Kraft und Tiefe auch belebende Leichtigkeit inne.
Vincent Klink geht gern von Tisch zu Tisch in einem Restaurant, das seiner Traditionsgerichte wegen als Unikat gilt. Hier kann man wie früher Carpaccio Cipriani und Schweinsfuß mit Trüffeln essen.
Die »Speisemeisterei« residiert im westlichen Flügel von Schloss Hohenheim in Stuttgart. Die historische Anlage, umgeben von weitläufigen Gärten, bietet die ideale Kulisse für eine klassische Küche mit weltläufigen, oft asiatischen Akzenten. Das achtgängige Menü (245 Euro inkl. Aperitif, Petits Fours etc.) eröffnet – nach präzise gearbeiteten Kleinigkeiten – mit einer pochierten Irish-Mór-Auster mit Ponzu, Kaviar und Kopfsalat. Die zarte, cremige Auster trifft auf knackigen Salat und saftiges Austernblatt, die Ponzu steuert eine feine Süße bei. Es folgen ein erfrischend säuerlich-grün arrangierter »Matjes« von der Seeforelle sowie eine sagenhaft wolkig-weiche Focaccia mit aufgeschlagener Kräuterbutter. Danach wird es mediterran: Die knusprig gebratene Rotbarbe serviert Stefan Gschwendtner mit einem tiefen Sud voller Krustentier-Noten, frischem Fenchelsalat und einem etwas knapp bemessenen Klecks Romesco. Die Agnolotti von der Kalbshaxe mit Parmesan, Spinat und Haselnüssen hätten in der Füllung etwas süffiger sein dürfen, doch das Wagyu-Roastbeef A5, das darauf folgt, ist ein makelloses Stück Edelrind: außen kross, innen von schmelzender Üppigkeit. Knackige Pfifferlinge und Schnittlauchwürze machen den Gang vollends rund. Das Pre-Dessert ist ein Hausklassiker, den man fast schon als finales Dessert akzeptieren würde: cremiges Erdmandeleis mit Zimt, ein Sahnehäubchen, Kaffeesud und Mandelcrunch ergeben einen „Eiskaffee“ der Extraklasse. Das eigentliche Dessert – eine etwas gewöhnlich wirkende Himbeermousse – fällt dagegen leicht ab, das begleitende Sauerrahmeis überzeugt dafür umso mehr. Ein Menü, für das sich der kurze Abstecher aus dem nahen Stuttgart mehr als lohnt.
Als Brotgang wird in der Fine-Dining-Destination in der Freiburger Altstadt auch gern mal ein hausgebackenes »Laugenweckle« mit Zwiebelbutter serviert. Das junge Team sprüht vor Esprit.
Die beiden Andreasse (Lutz im Service, Hettinger in der offenen Küche) bieten ein nostalgisches Gourmeterlebnis im Gewölbekeller. Zum intimen Rahmen passt eine Weinkarte, die mit Tiefe verblüfft.
Wenn ein Küchenchef Metzger heißt, ist das vielversprechend. Logisch, dass Zwiebelrostbraten und Hirschsauerbraten Qualität besitzen. Zum Menü im historischen Gasthof wird die passende Weinreise angeboten.
Für den Genuss von Robert Rädels' explosiver, hochkreativer Saison- beziehungsweise Naturküche braucht es viel Geduld. Gebucht werden kann frühestens ein halbes Jahr im Voraus oder via Warteliste. Viel Glück.
Hans-Harald Reber entlockt regionalen wie mediterranen oder exotischen Produkten aufregende Facetten. Zur raffinierten Landhausküche gesellt sich Fleisch höchster Qualitätsstufe aus dem Reifeschrank.
Sehr gepflegt präsentiert sich das in zweiter Generation geführte Fachwerkhaus mit den blauen Fensterläden. Thomas Wolf kocht hier filigrane Geschmacksbilder, die noch den Geist der Haute Cuisine atmen.
Andreas und Jörg Scherle haben die Weinsteige geprägt, aber nun stehen Holger Haag als Küchenchef und Sebastian Falge als Restaurantleiter im Vordergrund. Das Gourmetmenü gibt's auch vegetarisch.
Bei pikant-scharfem Papayasalat und Crispy Chicken Burger »Asia Style« hätte Wilhelm Hauffs »Schatzhauser« wohl einen Schreck bekommen, aber es gibt hier auch Linseneintopf und Maultaschen. Schmeckt klasse.
Küchenchef Caio Benati bietet täglich wechselnde Mittagsmenüs, à la carte und Tasting-Menüs – mit Gerichten wie Pilz-Consommé mit exotischen Pilzen, Wakame und Zitronengras oder Reh mit Topinambur.
Die Familie Fehrenbacher schafft in ihrem Adler den feinen Spagat zwischen Bodenständigkeit und Hochküche. Hier wird der Klassik gehuldigt, die sich vortrefflich mit modernen Einflüssen und Aromen verträgt.
Heiko Lachers hochpräzise Kreationen wirken wie gemalt. Gekonnt verbindet der Küchenchef und Gastronom verschiedene Geschmacksbilder, Techniken und Inspirationen – und das mit größtmöglicher Leichtigkeit.
Chef Markus Philippi bringt mit Atlantikhummer, Seidentofu oder Steinbutt gern die Welt nach Meersburg – aber auch aus Allgäuer Reh, Bodenseehecht oder Hauszwetschgen kreiert er genussvolle Gerichte.
Goethes Zauberlehrling zu zitieren, fällt spätestens beim Wagyu-Hauptgang leicht, doch Fabian Heldmanns Saibling lässt einen ebenfalls an Magie glauben. Das regelmäßige Magic-Candle-Light-Dinner verzaubert vollends!
Johannes Wuhrers idyllisch gelegenes Traditionslokal ist auch nach über zwei Jahrzehnten eine kulinarische Bank. Wie die Teller so auch Service und Ambiente: einladend, unaufgeregt, klassisch-elegant.
Franz Berlin weiß mit seinem kurzweiligen, kreativen Degustationsmenü stets zu vereinnahmen, aber auch Signature-Gänge wie Gänseleber mit Kaffee und Marille verführen zur Wiederholungstat. Gute Weine.
In der Küche verbindet Benjamin Maerz regionale Saisonprodukte mit Aromen und Zutaten aus aller Welt. In seinem Menü überrascht er mit Spezialitäten wie Stör in Nori-Alge oder Dry-Aged-Lachsforelle.