"Kalte Speisen" Bars in Baden-Württemberg
Für die einen ist es die abgefahrenste Bar der Stadt, für die anderen eine Spur zu hip. Tatsache ist, dass der Laden, an dem Paul Sieferle maßgeblichen Anteil hat, Klasse hat. Spannende Kombinationen, tolle Gläser, coole Deko und ein großes Sortiment an Spirituosen machen Laune. Am Wochenende nicht zu spät kommen!
Die Door zu überwinden, ist gar nicht so schwierig, wie man angesichts des Renommees der Bar vermuten könnte. Mit nachhaltig konzipierten Cocktails (wenig Food Waste!) hat sich das Betreiberduo Namen gemacht. Was man probieren sollte? Highballs oder Drink der Woche! Den Bottled Flamingo bitte für zu Hause mitnehmen!
Tübingen gilt als coolste Stadt weit und breit und das Bartista als coolste Bar der Gemeinde. Die Begeisterung hat gute Gründe, denn Gaetano Randone lässt Besucher tief eintauchen in die Geschichte der Mixkultur: Nicht nur der »Last Word Cocktail« lässt staunen. Das Gourmetmenü (!) gibt es leider nur auf Vorbestellung!
Gastronom Marc Leuwer hat die Nase im Wind und weiß genau, was die Karlsruher im Hirschhof wollen. Klassische Drinks mit Twist, gern mal fassgelagert, die man am schönsten an der innenarchitektonisch gelungensten Bartheke der Stadt nippt. Wer mehr wissen will: einfach ein Ticket für den nächsten Cocktailkurs buchen.
Freiburgs Gastroszene ist schon lange für Innovationen gut. Und wer sollte die Kunden besser verführen als dieses Zirkuspferd, in dem die Grenzen der Barkultur gern mal verschoben werden. Andreas Schöler und Boris Gröner laden an ausgewählten Sonntagen zum Cocktailkurs und verkaufen cool Gemixtes sogar zum Mitnehmen.
Nur die besten Wirte schaffen es, einen nach sich selbst benannten Laden ewig am Laufen zu halten. Wilfried Schöllmann indes spricht viele Gästegruppen gleichzeitig an. Die einen schwelgen in Kir-Royal-Nostalgie, die anderen freuen sich übers »Krummgefickte Eichhörnchen« im Glas. Dazu je nach Lust Austern oder Nachos.
Day and night: Christoph Kuttner und Henri Scharnofske haben mit ihrer Bar Akzente gesetzt. Hier triumphiert die kreative Mixologie: Klassiker, Newcomer und eigene Ideen kommen handwerklich perfekt zubereitet als frische, leichte Cocktails und Drinks ins Glas. Ein Favorit ist der »Raspberry Fields Forever«.
Man müsste die nach einem galoppierenden Gewinnergaul benannte Bar unter Denkmalschutz stellen, stünde das Hotel nicht schon unter selbigem. Dass die Preise für Kir Royal und Bellini gehobene Sphären erreichen, wundert keinen. Wer danach noch Geld übrig hat, bestellt Austern und Kaviar, Wagyu-Burger und Cheesecake.
Gleich von mehreren Seiten kann man sich der Theke nähern. Logisch, denn im Brenners geht's ums Sehen und Gesehenwerden. Neben internationalen Drinks serviert man unter den Augen der Maskottchen Fritz und Felix gern mal bayerischen Whisky oder Schwarzwald Mule. Käse von Bernard Antony und knusprige Fries machen Laune.
Restaurant, Bar, Eventlocation oder einfach der Place to be? Heidelberg wäre ohne die verkehrstechnisch ideal angesiedelte Location nicht vorstellbar. Die Sessel sind so bequem ausgelegt, wie die Cocktails perfekt gemixt werden – auch das Zigarrenangebot lohnt die Inaugenscheinnahme. Achtung: keine Barreservierungen!
Je später der Abend, desto schöner das Barerlebnis. In der kleinen, versteckt gelegenen und romantischen Bar geht's erst ab 23 Uhr los und auch das nur an Frei- und Samstagen. Beim Angebot setzt sich das minimalistische Prinzip fort: Die Drinkauswahl ist ultrafokussiert. Zum Schnabulieren: Currywurst aus dem Glas.
Ziemlich wahrscheinlich hätte sich der alte Fiesta-Autor und Stierkampf-Bewunderer wohlgefühlt in der nach ihm benannten Bar im Gewölbekeller des Hotels. Man kann es dem legendären Ernest Hemingway nachmachen und einfach einen Daiquiri bestellen, sich aber auch eingehend zu besonders angesagten Drinks beraten lassen.
Ober-Bartender Niklas Strohmenger gibt sich in Durlach nicht mit geshakten Beliebigkeiten zufrieden. Pisco harmoniert mit Popcorn, Fichtennadeln passen zu Gin und Bénédictine, aber auch ein Klassiker wie Side Car gelingt. Die Karlsruher Pop-up-Bar Hust by The Curtain sowie die Cocktailkurse sind weitere Attraktionen.
Vielleicht die am persönlichsten geführte Bar der Stadt – und weit darüber hinaus. Chef Arman Krayt Gülenay, den alle Armando nennen, mixt Klassiker mit einem persönlichen Twist und schreckt vor Innovationen nicht zurück. Wer einmal seinen »Sidecar« probiert hat, versteht, warum dieser Drink eine Renaissance verdient.
Erst seit April am Start, hat sich die Bar an einer Ecke des Markplatzes längst ihre Fangemeinde erobert. Das liegt nicht nur an der einladenden Atmosphäre und dem freundlichen Team hinter dem Tresen, die Szenelocation bietet vor allem erstklassige klassische Daiquiris und kreative Cocktailkreationen.
Der »kleine Hahn« ist die Spielwiese von Ferro F. Ceylan und erinnert an den möglichen Ursprung des Worts »Cocktail« (»Hahnenschwanz«). Gäste werden ins frühe 20. Jahrhundert zurückversetzt und schlürfen außergewöhnliche Drinks wie den Triple Smoke. Für Burleske-Show und Whisk(e)y-Tasting bitte beizeiten Tickets sichern!
Sushi lassen sich nicht nur mit Lachs zubereiten, sondern auch mit Chicken. Das weiß in Heidelberg kaum einer besser als die Heidelberger Eventlocation, welche Ausblick und Flair mit Nigiri, aber auch mit Tataki und Ceviche verknüpft. Wer spektakuläre Drinks mit hausgemachten Sirups zu schätzen weiß, ist auch richtig.
Samstags ist Pianomusik angesagt, im Sommer der herrliche Garten, mittwochs für drei Stunden die Happy Hour. Und von Januar bis Dezember gibt es das, was eine gute Bar ausmacht: Drinks der etablierten oder sehr persönlichen Art. Gern spiced, oft »surprisingly« kombiniert. Cocktails to go sind auf Vorbestellung erhältlich.
Qualitätsbewusstsein über alles. Spannende Drinks, feiner Kräuterlikör, hausgemachter Sirup: Mit anderswo üblichen Standards gibt man sich hier niemals zufrieden. Gast-Barkeeper und Rum-Tastings gehören zu den Attraktionen des Hauses und der »Mixology Montag« lockt zu Wochenbeginn Neugierige in Roman Koffers Wohnzimmer.
Tagesbar oder Abendlocation? Hauptsache Abwechslung und Zutaten der exklusiven Art. Homemade-Spirituosen und coole Kombinationen zeichnen die Cockailkarte aus. Mit einem Red Napoleon samt Champagner und Erdbeersirup ins Stuttgarter Nachtleben zu starten, hat Stil. Zumal die »Daily Tapas« den gröbsten Hunger stillen.